Antenne MV Zeugnisse
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Zeugnisse: Was tun bei schlechten Noten?

Gute Noten, schlechte Noten - hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Kindern bei schlechten Noten am besten zur Seite stehen.

Für die einen ist es ein Tag der Freude, für die anderen eher ein Tag zum Fürchten: die Zeugnisausgabe. Jedes Jahr spalten sich die Klassen in diejenigen, die es kaum erwarten können, mit ihrem Zeugnis nach Hause zu gehen und diejenigen, die sich nicht nach Hause trauen, weil es auf ihrem Zeugnis die eine oder andere schlechte Note gibt. Doch wie sollte man als Elternteil genau darauf reagieren - und wie nicht? Und wohin können sich Kinder und Jugendliche wenden, wenn sie wegen schlechter Noten Angst vor der Reaktion der Eltern haben. Wir haben hier ein paar hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt.

Zeugnis- und Sorgentelefone

Hier können Kinder und Jugendliche anrufen, wenn sie sich wegen ihrer Noten oder der Reaktion der Eltern Sorgen machen. Geben Sie die Nummern gerne einfach an Ihre Kinder - manchmal hilft nämlich auch ihnen das Gespräch mit Unparteiischen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung sind am 19. Juni 2020 von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter folgenden Nummern erreichbar:

Darüber hinaus gibt es noch die "Nummer gegen Kummer" - ein kostenfreies, telefonisches Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern.

Ein gutes oder gar ein sehr gutes Zeugnis ist toll und man kann stolz auf seine Kleinen sein. Da kann die Belohnung auch mal ein bisschen größer ausfallen. Doch wenn die Kleinen mal die eine oder andere schlechte Note auf dem Zeugnis haben, sollte man bei allem Unmut nicht gleich an die Decke gehen.

#1 Kindern Angst vor schlechten Noten nehmen

Ob man es glaubt oder nicht, aber die Kinder machen sich schon selbst Druck genug. Deshalb sollte man als Elternteil diesen nicht noch unnötig erhöhen. Heißt, nicht mit Ultimaten à la "Wenn Du nicht… dann…" drohen, sondern von Anfang an Vertrauen schaffen und drüber sprechen, was man gemeinsam tun kann, wenn die Noten mal schlechter sind oder bleiben.

#2 Realistische Ziele setzen

Es bringt nichts, vom Kind zu verlangen, sich innerhalb eines Halbjahres um mehrere Noten zu verbessern. Notenziele sollten realistisch sein. Deshalb in kleinen Schritten vorangehen und auf die nächste Klassenarbeit oder Hausaufgabe hinarbeiten.

Außerdem sollten Sie gemeinsam einen Lernplan mit festen Zeiten festlegen

#3 Ursachen finden

Natürlich gibt es immer auch triftige Gründe, warum die Note in diesem oder jenen Fach schlechter ausgefallen ist. Diese muss man zusammen herausfinden und dementsprechend reagieren. Und das nicht nur am Ende eines Schuljahres, sondern auch schon mittendrin.

Werden die Noten plötzlich schlechter, kann es verschiedene Gründe geben - nicht alle lassen sich mit Nachhilfe lösen:

  • Keine Motivation
  • Schlechtes Verhältnis zum Lehrer
  • Schlechtes Klassenklima/ Mobbing
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Angst vor der Schule
  • Häufiger Unterrichtsausfall

Bei einigen dieser Punkte hilft also auch ein Gespräch mit dem Lehrer oder der Schule.

Tipp: Bevor Sie das Gespräch mit Schule / Lehrern / Experten suchen, besprechen Sie das je nach Alter mit Ihrem Kind. Das gibt ihm das Gefühl, dass es in diese wichtigen Entscheidungen involviert ist.

Sommerferien-Hinweis: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es diese Sommerferien zusätzliche Lern- und Förderprogramme. Durch die Corona-Zeit ist schließlich dieses Jahr alles etwas anders gelaufen, weshalb Schüler in den Ferien nun die Möglichkeit bekommen sollen, das erarbeitete Wissen zu festigen, um gut vorbereitet ins neue Schuljahr starten zu können.

Ferien-Lernprogramm 2020

Das Land wird deshalb vom 22. Juni bis zum 31. Juli 2020 außerschulische Lern- und Förderangebote bei gewerblichen Anbietern mit bis zu 1 Million Euro fördern. Anspruch darauf haben Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2019/20 an einer allgemein bildenden Schule in öffentlicher und freier Trägerschaft waren und dies auch im nächsten Schuljahr sind. Gefördert werden bis zu 30 Förderstunden à 45 Minuten und der Fördersatz beträgt 12,50 Euro pro Förderstunde bzw. max. 375 Euro pro Schüler.

So kann die Förderung beantragt werden:

  • Mit Berechtigungsschein, der auf Anfrage über diese Mail erhältlich ist: lernferien.MV@lfi-mv.de
  • Erziehungsberechtigten oder volljährige Schülerinnen und Schüler wählen einen gewerblicher Anbieter und ein passendes Angebot
  • Anbieter braucht die Kopie des Jahreszeugnisses 2019/2020 als Nachweis der Zugangsberechtigung 
  • Anbieter geht in Vorleistung und beantragt mit den abgerechneten Berechtigungsscheinen und Zeugniskopien die Zuwendung beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern