Antenne MV Hitze Arbeit
Antenne MV Hitze Arbeit

So überstehen Sie die Hitze am Arbeitsplatz

Dresscode, Hitze und Stress - der Sommer ist für Arbeitnehmer eine Herausforderung. Diese Tipps können helfen.

Sommerhitze und Büro/ Arbeitsplatz - das kann mitunter zu einer explosiven Mischung werden. Vor allem, wenn die Grenze erträglicher Temperaturen bereits am Vormittag erreicht ist. Doch was kann man tun, um die Hitze auf der Arbeit einigermaßen zu ertragen? Und gibt es auch für Arbeitnehmer Hitzefrei?

Richtige Kleidung trotz Dresscode

Wenn es zu Hause langsam heißer wird, kann man sich wenigstens in einen Hauch von Nichts hüllen. Auf der Arbeit ist das natürlich nicht möglich. In vielen Branchen gibt es nämlich einen Dresscode, von Berufsbekleidung oder Uniformen einmal abgesehen. Heißt: Einfach so ins Sommerkleid, die Boxershorts oder die Flip Flops springen ist nicht möglich. Es gibt allerdings trotzdem ein paar Dinge, die man bei der Wahl der Kleidung beachten kann, um nicht vollkommen einzugehen.

  • möglichst weite und luftige Kleidung tragen

  • natürlich Materialien wie Leinen oder Lyocell wählen

  • auf Schmuck und Uhren lieber verzichten - vor allem Ringe können bei anschwellenden Fingern schnell unangenehm werden

  • statt Schnürschuhe lieber Loafer, Mules oder Espadrilles tragen - in einigen Branchen sind sicher auch Sandalen erlaubt, Flip Flops allerdings möglichst vermeiden

  • für Frauen und Männer mit langen Haaren: Pferdeschwanz, Bun oder andere Frisuren, die möglichst alle Haare aus dem Gesicht und dem Nacken holen

Richtig essen und trinken

  • Essen

Schwere und fettige Speisen unbedingt meiden. Die belasten den Kreislauf viel zu sehr, denn der hat schon genug mit der Hitze zu tun. Das gilt übrigens auch für Salat, denn auch der ist nicht wirklich leicht verdaulich. Lieber zu magerem Hähnchen oder Fisch greifen. Ideal wäre allerdings wasserhaltiges Obst wie Melone oder Ananas und dazu noch etwas Joghurt.

  • Trinken

Wer stolz darauf ist, täglich seine zwei Liter Wasser am Tag zu trinken, sollte an heißen Tagen noch einmal einen Liter drauflegen. Bereits ein Temperaturanstieg um fünf Grad führt dazu, dass man in der Regel ein bis 1,5 Liter mehr Flüssigkeit benötigt.

Und damit sind keine süßen Brausen gemeint, sondern am besten stilles Wasser oder Tees (Pfefferminze, Salbei).

Unbedingt vermeiden sollte man Kaffee und Alkohol. 

Richtig erfrischen

Auch wenn keine Klimaanlage vorhanden sein sollte, gibt es zum Glück viele kleine Tipps und Gadgets, wie man sich ein wenig erfrischen kann.
 

# Kühlende Hausmittel

Und das am besten nicht direkt unter der Klimaanlage oder vor dem Ventilator, sondern mit ganz normalem Wasser aus der Leitung. In regelmäßigen Abständen Wasser über die Handgelenke laufen lassen, etwas Wasser in den Nacken tupfen und über Arme und Beine streichen. Durch die Verdunstung verspürt man so für eine kleinen Zeitraum eine angenehme Kühle. 

Wem es möglich ist, kann sich auch eine kleine Schüssel Wasser unter den Tisch stellen und seine Füße dort rein stellen.

Hilfreich ist auch ein selbst hergestelltes Erfrischungsspray. Einfach Grünen Tee aufkochen, abkühlen lassen und in eine Sprühflasche geben. 
 

# Kühlende Gadgets

Natürlich gibt es auch vielerlei kleine technische Helferlein, die für eine Abkühlung sorgen. 

  • Klimatuch: Ein Halstuch, das bei Hitze automatisch die Körpertemperatur reguliert.

  • Kühlarmband: Klettarmband, das nach Aktivierung kühlend auf den ganzen Körper einwirkt.

  • USB-Ventilatoren: Praktisch für unterwegs oder den Arbeitsplatz.

  • Sitzkissen: Matten, die sowohl fürs Auto als auch für den Bürostuhl geeignet sind. Diese kann man auf wärmen odder kühlen stellen.

  • Kühlwesten: Besonders gut geeignet für alle, die draußen arbeiten müssen.

Bekommt man als Arbeitnehmer Hitzefrei?

Das ist leider nicht ganz so einfach wie früher in der Schule. Erst wenn die Lufttemperatur am Arbeitsort mehr als 35 Grad beträgt und keine Hilfsmittel oder Alternativen zur Verfügung stehen. Heißt: der Chef kann auch andere Räumlichkeiten im Keller oder woanders zur Verfügung stellen, in die die Arbeit verlegt wird. Grundsätzlich gilt:

  • ab 26 Grad: Arbeitgeber muss erste Maßnahmen ergreifen, um den Arbeitnehmer vor der Hitze und damit einhergehenden Belastungen für die Gesundheit zu schützen

  • ab 30 Grad: Arbeitgeber muss für Abkühlung sorgen. Gegebenenfalls auch durch das Bereitstellen von Getränken, Hitzepausen und verkürzten Arbeitszeiten.

  • ab 35 Grad: Arbeitsraum ist ohne genannte Maßnahmen nicht mehr als dieser geeignet.

 

Das sagt eine Expertin

Weitere Informationen zu Hitzefrei am Arbeitsplatz auch von Katharina Fuhs von Dr. Granzin Rechtsanwälte.

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