Antenne MV Internetbetrug
Antenne MV Internetbetrug

Internetbetrug: Diese Anzeichen sollten Sie beachten

Fake-Shops, betrügerische Mails oder verlockende Gewinnspiele - im Internet lauern leider viele Betrugsmaschen.

Internetbetrug - das trifft nicht nur alte oder unerfahrene Menschen, sondern kann durch eine kurze Unachtsamkeit auch erfahrene Web-Nutzer in die Bredouille bringen. Egal, ob via eMail, beim e-shopping oder beim einfachen Surfen durchs Netz - Gefahren lauern (leider) überall.

Wir wollen Ihnen an dieser Stelle ein paar hilfreiche Tipps geben, wie Sie einen Betrug erkennen und worauf Sie beim Online-Shopping besonders achten sollten. 

Diese Arten von Betrug im Internet gibt es

Je bunter und vielfältiger das Internet wird, desto cleverer und undurchsichtiger werden auch die Methoden, Internetnutzer über den Tisch zu ziehen. 

  • Phishing

     

    • Datendiebstahl: Daten des Internetnutzers werden über gefälschte Webseiten, E-Mails oder SMS abgegriffen 
    • meist werden seriöse Webseiten nachgebaut oder Mails versendet, die aussehen wie die großer Banken
    • Nutzer sollen dazu gebracht werden, persönliche Daten einzugeben

     

  • Abo-Falle 
    • oft zu finden bei Online-Spielen, Seiten über Ahnenforschung sowie manchmal auch bei Warenangeboten
    • die Leistung wird oftmals zu einem (zu) günstigen Preis angeboten
    • registriert man sich, stimmt man unbemerkt einem Abo zu und verpflichtet sich zumeist für mindestens ein Jahr zu kontinuierlichen Zahlungen

     

  • Falsche Online-Händler/Fake Shops
    • Fake-Shops sind beeindruckend echt wirkende Online-Seiten, die mit hochwertigen Produkten werben, die allerdings nicht im Besitz des Shops sind (häufig Technik und Mode)
    • tauchen oft unter den Suchergebnissen als ebay-Anzeige auf
    •  klickt man auf den Link, wird man auf ein Verkaufsportal geleitet, das einem seriösen Shop ähnelt

     

  • Gewinnspiele

     

    • Ausgangspunkt, um Adressen vieler Nutzer zu sammeln
    • verlockend attraktive Preise 
    • manchmal verbergen sich hinter dieser Methode auch Abo-Fallen

     

  • Scareware
    • dem Opfer wird ein Pop-Up angezeigt, das mitteilt, dass sich der Computer oder das Smartphone mit einem Virus infiziert hätten
    • gegen eine Gebühr wird sofort eine schnelle Lösung angeboten

     

Woran erkennt man einen Betrug im Internet?

Nicht immer lassen sich Betrugsmaschen sofort enttarnen. Deshalb sollte man jede Seite und jede Handlung mit gesunder Skepsis betrachten und folgende Anzeichen für einen Betrug im Internet im Kopf behalten:

  • Handlungsaufruf: Man soll JETZT sofort klicken oder etwas durchführen und vor allem eins nicht tun - zu lange zögern
    ACHTUNG: Bei verdächtigen Mails NIE auf Links klicken! Dies könnte dazu führen, dass auf dem Rechner betrügerische Software installiert wird, ohne dass man es bemerkt!
     
  • Gebührenforderung: Man soll etwas bezahlen, um einen Preis zu gewinnen
     
  • Garantien/ unrealistische Angebote: Es werden ausschließlich gute Aussichten versprochen, zum Beispiel ein Job in Heimarbeit, bei dem man bis zu mehrere tausend Euro am Tag verdienen kann
     
  • unrealistische Preise: Wenn eine Ware in allen herkömmlichen Shops einen bestimmten Preis hat und ein anderer Shop unrealistisch weit darunter liegt, sollte man die Finger davon lassen
     
  • Persönliche Informationen: Wenn viele persönliche Fragen gestellt werden, beispielsweise zu Gesundheit, Passwörtern, Bankverbindungen oder Schulden
     
  • Grammatikfehler: Besonders beim E-Mail Betrug treten häufig grammatikalische Fehler auf 
     
  • Mail-Adresse des Absenders: Tauchen hier krude Buchstaben- und Zahlenkombinationen auf oder hat ein bekanntes Label plötzlich einen Provider wie gmx, yahoo o.ä. ist Vorsicht geboten
     
  • unpersönliche Anreden: “Sehr geehrter Kunde” 
     
  • nicht verfolgbare Bezahlung: Man soll per Western Union, paysafe-Karte oder einer anderen nicht verfolgbaren Bezahlart zahlen (legitime Shops bieten immer Zahlungsmöglichkeiten an, die verfolgbar sind)
     
  • keine Adresse: Wenn der Kontakt oder der Shop in dem man einkauft, keine Adresse hinterlegt hat, sollten man Abstand nehmen. Impressum und Adresse immer überprüfen.
     
  • Zugang zum Rechner: Man wird aufgefordert, Zugang zum Rechner zu gewähren, um bei einem Problem helfen zu können
     
  • unsichere Webseiten: sichere Webseiten sind meistens durch “https” oder ein grünes Schloss in der Browserzeile zu erkennen

 

Was kann man tun, wenn man Opfer eines Internetbetrugs ist?

Ob Phishing-Mail oder Fake-Shop - rechtlich gesehen handelt es sich immer um einen Betrug, der zur Anzeige gebracht werden kann, vor allem, wenn persönlicher oder finanzieller Schaden entstanden ist.

Ist man Opfer eines Fake-Shops geworden, hat man zudem folgende Möglichkeiten:

  • Wurde bereits Geld überweisen, sollte umgehend die Bank (oder paypal) kontaktiert und die Zahlung gestoppt werden. Hier sind die Zeitfenster aber von Bank zu Bank und je nach Zahlungsart unterschiedlich, weswegen man sich unbedingt persönlich an seine Bank wenden sollte.

  • alle Belege, Mails und eventuell auch ein Screenshot der Seite und des Angebots sollten gesammelt werden

  • gesammelte Unterlagen können von der Verbraucherzentrale überprüft werden

  • Strafanzeige bei der Polizei stellen (ist auch online möglich: Internetwache)

Generell gilt

  • misstrauisch sein
  • nicht vorschnell handeln
  • recherchieren (google, Bekannte, etc.), ob ähnliche Mails im Umlauf sind
  • niemals persönliche Daten (Passwörter, Kontodaten, etc.) an Unbekannte weitergeben

Foto: ©Antonio Guillem via Getty Images