Eine Seniorin sitzt am Steuer im Auto und zeigt den Daumen nach oben
Eine Seniorin sitzt am Steuer im Auto und zeigt den Daumen nach oben

Fit am Steuer - auch im Alter!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie jetzt schon vorsorgen können, um lange fit zu bleiben.

Ein Rentner sitzt im Auto und stellt sich den Rückspiegel ein
Ein Rentner sitzt im Auto und stellt sich den Rückspiegel ein

Der Führerschein im Alter

...wann das Auto besser stehen bleibt.

Eine 82-jährige Frau hat in Pasewalk gleich zwei Unfälle unmittelbar nacheinander verursacht. Zuerst überfuhr sie nach bisherigen Ermittlungen eine Ampel über Rot, krachte in eine Radfahrerin. Diese Flog mehrere Meter weit, schlug mit dem Kopf auf und verletzte sich schwer. Die Seniorin fuhr daraufhin in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Fahrzeug. Laut Polizei wurde die Unfallverursacherin nur leicht verletzt, ihre 90-jährige Beifahrerin schwer. Diese wurde wie die Radfahrerin in ein Krankenhaus gebracht.

Eine Gefahr für den Straßenverkehr?

Eine sehr alte Rentnerin am Steuer im Auto - sie zeigt den Daumen hoch
Eine sehr alte Rentnerin am Steuer im Auto - sie zeigt den Daumen hoch

Im Jahr 2018 kamen die meisten Verursacher von Unfällen mit Personenschäden aus der Gruppe der über 65-jährigen. Es waren 904 Unfälle. "Aber gleichwohl sind sie - gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil - unterdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt.", sagt Karsten Herzog aus der Antenne MV-Nachrichtenredaktion. Wenn eine Behörde befindet, dass ein Mensch nicht mehr in der Lage ist, sich ohne Gefahr für andere hinter das Steuer zu setzen, kann diese ihm die Fahrerlaubnis entziehen. "Wenn ein älterer Mensch durch ein Fehlverhalten auffällt oder einen Unfall verursacht, kann nach §11 der Fahrerlaubnisverordnung eine medizinische Untersuchung angeordnet werden, die seine Fahrtauglichkeit überprüft." Kommt man hier zu dem Ergebnis, dass ein Führerschein unumgänglich ist, wird die Fahrerlaubnis für immer entzogen.

Nicht nur eine Frage des Alters...

Uns allen ist klar: Für eine gefahrlose Teilnahme am Straßenverkehr ist nicht nur das Alter der Fahrzeugführer entscheidend, denn neben ihrem Gesundheitszustand zählt auch die im Leben erworbene Fahrroutine. Oft zeichnen sich ältere Fahrer*innen durch einen an die Situationen angepassten Fahrstil und auch durch vorausschauendes Fahren aus. Sie versuchen heikle Manöver und Situationen zu vermeiden. Mit ihrem sehr besonnenen und auch selbstkritischen Fahrverhalten können altersbedingte Leistungseinbußen meist gut kompensiert werden.

antenne_mv_artikelgrafik_stoerer_arzt_checkup.png
antenne_mv_artikelgrafik_stoerer_arzt_checkup.png

Im Alter ändern sich die Wahrnehmung, das Reaktionsvermögen und auch die Aufmerksamkeit. Diese Dinge sind Grundvoraussetzungen für eine Teilnahme am Straßenverkehr. Mit dem Alter kommt es zu körperlich bedingten Einbußen, die meist nicht unbedingt schlagartig auftreten, sie kündigen sich vielmehr schleichend an. Schlau und verantwortungsvoll ist, wer wir in allen medizinischen Problemfeldern regelmäßig ärztliche Untersuchungen durchführen lässt. In einem vertraulichen Gespräch mit dem Arzt klären Sie offensichtliche gesundheitliche Probleme. Dabei sollten Sie gemeinsam auch Ihre Fähigkeiten in Sachen Straßenverkehr kritisch einschätzen.

  • Ab dem 40. Lebensjahr...

    Gehen Sie regelmäßig zum Sehtest. Bei jungen Menschen liegt oft eine Verminderung der Sehschärfe vor, die mittels Kontaktlinsen oder Brille ohne Probleme ausgeglichen werden kann. Ab dem 40. Lebensjahr können aber auch ernstzunehmende Augenerkrankungen auftreten, die Ihre sichere Teilnahme am Straßenverkehr gefährden. Beobachten Sie Ihr Hörvermögen - ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Hörfähigkeit ab. (Eine Schwerhörigkeit tritt jedoch nur sehr selten vor dem 70. Lebensjahr auf.)

    Halten Sie sich fit! Schalten, bremsen, lenken: in ernsten Situationen müssen Sie fix reagieren können. 

  • Ab dem 50. Lebensjahr...

    Auch hier gilt: alle 2 Jahre zur Untersuchung beim Augenarzt. Beobachten Sie Ihr Hörvermögen. Bewegen Sie sich regelmäßig, denn in gewissen Momenten müssen Sie schnell handeln können: z. B. einem Hinderniss ausweichen. Dazu müssen Gelenke und Knochen fit sein! Regelmäßige Bewegung hält dabei nicht nur unseren Körper und unsere Muskeln, sondern auch unser Gehirn fit. Es reicht, wenn Sie zwei- bis dreimal die Woche eine mittlere körperliche Betätigung vornehmen, beispielsweise zügiges Spazierengehen. Koordinations- & Balance-Übungen helfen auch, das Hirn auf Trab zu halten. Auch ihr Hausarzt kann Sie auch über präventive Bewegungsübungen informieren. - Beugen Sie jetzt aktiv vor!

  • Ab dem 60. Lebensjahr...

    Lassen Sie Ihre Augen jährlich untersuchen. Beobachten Sie Ihr Hörvermögen - ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Hörfähigkeit ab. Achten Sie darauf, dass Sie keine Bewegungseinschränkungen haben - das gilt auch für Ihre Beine, Füße, oder aber auch für Ihre Hüfte. Sie müssen reaktionsfähig bleiben - uns funktionierende Gelenke und Knochen sind dafür unbedingt notwendig. Verzichten Sie komplett auf andere Reize, damit Sie sich voll und ganz auf die Fahrt konzentrieren können. Tipp: Unser Gehirn lässt sich regelmäßiges Setzen neuer Reize aktiv und fit halten. Lesen Sie regelmäßig Bücher, spielen Sie Kreuzworträtsels oder machen Gedächtnisaufgaben.

Sie fühlen sich unsicher?

Eine Seniorin sitzt am Steuer im Auto
Eine Seniorin sitzt am Steuer im Auto

Es gehört zu unserem selbstbestimmten Leben dazu, mobil zu sein. Auch wenn sich ältere Menschen oft den Vorwurf gefallen lassen müssen, sie seien nicht mehr in der Verfassung oder Lage, vollkommen sicher zu fahren. Angeblich würden sie sich und andere gefährden. Mit dem ADAC-Fahr-Fitness-Check können Senioren lernen, mit den Herausforderungen des Alters im Straßenvekehr umzugehen.

HIER gibt es alle Infos zum ADAC Fahr-Fitness-Check.

Was sagen Sie? - Sollten Senioren ab einem gewissen Alter ihren Führerschein abgeben sollen? Sollen sie regelmäßig zum Tauglichkeitscheck? - Haben Sie Erfahrungen mit Senioren im Straßenverkehr? Rufen Sie uns an: (0381) 40 33 4444.