Antenne MV Coronavirus
Antenne MV Coronavirus

Coronavirus in MV: Was Sie wissen sollten

Wichtige Informationen zum Virus, Interviews und Hintergründe.

Das Coronavirus beschäftigt die ganze Welt – und auch Mecklenburg-Vorpommern hat seit Anfang März die ersten bestätigten Infektionen.

Wir möchten Sie hier rund um das Coronavirus informieren und beruhigen, denn nicht hinter jedem Niesen und Schnupfen steckt gleich der Coronavirus. Außerdem haben wir hier die aktuellen Neuigkeiten in Bezug auf den Umgang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Aktuelle News

11. August 2020: Corona-Bußgelder werden verschärft

Mecklenburg-Vorpommern gehört weiterhin zu den nicht so stark betroffenen Gebieten. Trotzdem werden die Corona-Maßnahmen in einigen Punkten wieder verschärft. So gilt als Risikogebiet auch jenes, das vielleicht kurz vor der Abreise keines mehr ist oder kurz vor der Ankunft dort noch eines war. Heißt: Bei der Einreise wird ein Zeitraum von 14 Tagen berücksichtigt.

Zudem wiesMinisterpräsidentin Manuela Schwesig noch einmal eindringlich darauf hin, auf Reisen in Risikiogebiete zu verzichten.

Innenminister Lorenz Caffier betonte hingegen, dass einige Corona-Bußgelder erhöht werden. Ein Verstoß gegen das Tragen der Masken im ÖPNV und überall dort, wo eine Maskenpflicht herrscht (Einkauf, Arzt, etc.) kostet nun anstatt 25 Euro satte 150 Euro.

Wer hingegen gegen Quarantäne-Auflagen verstößt, muss weiterhin statt 100 Euro nun 500 Euro Bußgeld zahlen.

  • 7. AUGUST 2020: ZWEI SCHULEN WEGEN CORONA WIEDER GESCHLOSSEN

    Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben noch nicht mal eine Woche wieder regulär geöffnet, da werden die ersten wegen Corona-Infektionen schon wieder geschlossen.

    Dazu zählen das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock). 

    An der Schule in Ludwigslust ist eine Lehrerin infiziert, an der Schule in Graal-Müritz ein Schüler.

    HIER geht es zum Merkblatt für die betreffenden Eltern.

  • 4. AUGUST 2020: MASKENPFLICHT AN SCHULEN IN MV BESCHLOSSEN

    Auch wenn Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den wenigsten Infektionen ist, müsse man weiter vorsichtig sein. Vor allem, weil weltweit und auch in unserem Land die Infektionen wieder ansteigen. 

    Noch gäbe es in MV allerdings keine zweite Welle, da die Gesundheitsämter bei einzeln auftretenden Infektionshotspots schnell reagiert haben.

    Vor allem gibt es aber vier Risikobereiche, die Corona-Infektionen begünstigen und auf die man sich konzentrieren will.

    • Rückkehrer von Auslandsreisen (sollten vermieden werden)

    • Familienfeiern (bleiben beschränkt auf 75 Teilnehmer)

    • religiöse Feste

    • Arbeitsbereiche mit zu engen Kontakten

    Das Konzept “Schule unter Pandemie-Bedingungen” soll allerdings beibehalten werden. Abstand, Hygiene und Masken spielen hierbei eine große Rolle. Um täglichen Unterricht anbieten zu können, muss in gewissen Teilen aber auf Abstand verzichtet und soll nun durch eine Maskenpflicht in den weiterführenden Schulen ergänzt werden. Das gilt ab dem 5. August 2020. Die Maskenpflicht gilt für alle, die sich in der Schule oder auf dem Gelände bewegen, jedoch nicht in den Räumen bzw. in den definierten Gruppen.

    Auf dem Weg zu den Haltestellen gilt ein Gebot. Heißt, die Schüler werden angehalten auch dort einen Mundschutz zu tragen. Wie es in den Bussen aussieht, die besonders voll sind, sollen in den nächsten Tagen Lösungen besprochen werden.

    Personen, die in der Schule arbeiten, nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Sekretärinnen etc., können sich alle zwei Wochen testen lassen.

    Weitere Lockerungen soll es vorerst nicht geben. Am 25. August 2020 soll erneut beraten werden. Heißt: Bis dahin bleibt auch der Tagestourismus in MV untersagt.

  • 28. JULI 2020: MANUELA SCHWESIG RÄT, AUSLANDSREISEN GRÜNDLICH ZU ÜBERDENKEN

    Momentan befinden sich 400.000 Touristen in Mecklenburg-Vorpommern. Trotzdem sind die Infektionszahlen im Land weiterhin gering genug, um mit dem Konzept “sicheren Tourismus” weiterzumachen.

    Allerdings darf das Coronavirus weiterhin nicht unterschätzt werden. Reiserückkehrer aus Risikogebieten (dazu zählen momentan 130 Gebiete) müssen 14 Tage in Quarantäne. Nur durch zwei negative Corona-Tests innerhalb von 5 bis 7 Tagen kann diese Quarantäne vorher aufgehoben werden. Die Kosten für die Tests sollen vom Land übernommen werden. Allerdings hängt diese Regelung noch von der Entscheidung des Bundes ab. Die Quarantäne-Verordnung gilt ab Donnerstag.

    Manuela Schwesig appelliert allerdings an die Bürger und Bürgerinnen, genau zu überlegen, ob Auslandsreisen gerade notwendig sind oder nicht. Vor allem unter dem Aspekt, dass Gebiete, die gerade nicht zu den Risikogebieten gehören, schnell zu einem werden können. 

    Zudem beginnt Mecklenburg-Vorpommern als erste Bundesland mit einem Regelbetrieb der Schulen. Das betrifft 13.000 Lehrer und über 150.000 Schüler. Sollten Kinder aus einem Risikogebiet aus dem urlaub zurückkommen, müssen diese vorab 14 Tage in Quarantäne. 

  • 30. JUNI 2020: KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN LAUFEN MIT DEM 10. JULI 2020 AUS

    Die Gesundheitsexperten haben auch heute noch einmal betont, dass es weiterhin wichtig ist, die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Nur dadurch ist es gelungen, eine Basis für weitere Lockerungen zu schaffen.

    Kontaktbeschränkungen werden am 10. Juli 2020 auslaufen und nicht verlängert. Trotzdem wird empfohlen, Kontakte so gering wie möglich zu halten.

    Abstandsregeln müssen hingegen weiter eingehalten werden - besonders im öffentlichen Raum.

    Mund-Nasen-Schutz-Pflicht gilt weiterhin in öffentlichen Räumen wie der Bahn, beim Einkauf oder beim Arzt. Allerdings sieht man die Probleme im Einzelhandel und so wird beraten, wie in Bereichen des Einzelhandels die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung gelockert oder aufgehoben werden kann.

    Alle Sportarten dürfen wieder ohne Kontaktbeschränkungen trainieren und zudem soll es wieder möglich sein, Zuschauer dabei zu haben. In Bezug auf die Zuschaueranzahl gelten die Regeln für die Veranstaltungen (200 Innen, 500 Außen).

    Auch Messen dürfen mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder stattfinden.

    Im Hinblick auf den Tagestourismus wird es keine Lockerungen geben. Allerdings darf es ab dem 10. Juli wieder Busreisen, auch als Tagesausflug, geben. Hier entfallen dann auch die Abstandsgebote.

    Teilnehmerzahlen für Veranstaltungen dürfen im Innenbereich auf 200, im Außenbereich auf 400 erhöht werden. Darüber hinaus soll es mit entsprechenden Konzepten aber auch Ausnahmen geben - für Innenbereiche kann die Teilnehmerzahl dann auf 500, im Außenbereich auf bis zu 1000 erhöht werden.

    Das ermöglicht, dass auch Floh- und andere Handelsmärkte wieder öffnen können.

    Diskotheken und Clubs bleiben geschlossen. Die Sperrstunde in der Gastronomie wird jedoch auf 2 Uhr verlängert. Zudem muss man an Eisdielen und Imbiss-Ständen nicht mehr 50 Meter weiter weg gehen, um seinen Snack zu essen.

    Ab dem 1. August soll in Schulen, Kitas, Horten und Krippen wieder Regelbetrieb gelten. Ministerpräsidentin Schwesig dazu: "Dafür setzen wir stärker auf Testungen bei Lehrern und Schülern". Tritt eine Coronainfektion auf, wird durchgetestet. Dabei werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen. Zudem kann sich das (Lehr-)Personal bis zu den Herbstferien freiwillig testen, auch ohne Symptome. In den Kitas darf es zudem wieder die offenen Konzepte geben, weil man sich zusätzlich auch auf stichprobenartige Testungen geeinigt hat.

    Auch in Pflegeeinrichtungen darf wieder ohne vorige Anmeldung jeden Tag - auch am Wochenende - Besuch gestattet werden, mindestens 4 Stunden am Tag.

    All diese Neuerungen treten am 10. Juli 2020 in Kraft.

  • 24. JUNI 2020: NEUSTART-PRÄMIE FÜR BESCHÄFTIGTE IN KURZARBEIT

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gab bekannt, dass Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland eine Neustart-Prämie für Kurzarbeiter bereitstellt. Die Prämie, für die insgesamt 25 Millionen Euro eingeplant sind, wurde vom sogenannten Zukunftsbündnis MV beschlossen und soll knapp 200.000 Beschäftigte in Kurzarbeit wieder zum Kauf bewegen.

    Maximal insgesamt 700 Euro werden monatlich steuerfrei ausgegeben. Für den zweiten und dritten Monat Kurzarbeit je 300 Euro und für den vierten, fünften und sechsten Monat je 100 Euro. Das Geld soll nach der Kurzarbeit als Bonus über den Arbeitgeber ausgezahlt werden.

  • 23. JUNI 2020: KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN WERDEN VERLÄNGERT

    Bis zum 10. Juli 2020 gelten noch die neuen Kontaktbeschränkungen. Heißt:

    • an öffentlichen Plätzen dürfen sich bis zu 10 Personen treffen
    • dabei spielt es jedoch keine Rolle mehr, aus wie vielen Haushalten diese kommen
    • treffen sich zwei Haushalte, kann die Personengrenze von 10 auch überschritten werden
  • 12. Juni 2020: Aufstockung des Pflegebonus

    Beschäftigte in der ambulanten und stationären Altenpflege im Land haben vor allem in der Coronakrise Großes geleistet. Das soll nun mit einem Pflegebonus belohnt und weiterer Wertschätzung in der Zukunft belohnt werden.

    Noch diesen Sommer erhalten Pflegekräfte in Mecklenburg-Vorpommern deshalb einen Bonus von 1500 Euro. Auszubildende in diesem Bereich erhalten 900 Euro.

    Im Detail gilt dieser Bonus für:

    • Pflegefachkräfte
    • Pflegehilfskräfte
    • Pflegeleitungen
    • Alltagsbegleiterinnen und -begleiter
    • Betreuungskräfte
    • Assistenzkräfte

    Sozialministerin Drese außerdem: "Doch auch weitere Beschäftigte, die in der Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen in der Einrichtung mitarbeiten, wie etwa Beschäftigte aus der Verwaltung, Haustechnik oder Küche erhalten den Pflegebonus. Hier erhöhen wir die Pflegeprämie von 667 auf 1.000 Euro.“ 

    Dabei wird der vom Bund vorgesehene Bonus vom Land aus dem Sozialfonds aufgestockt. 12,4 Millionen Euro werden dafür vom Land für die 27.000 Beschäftigte im Pflegesektor aufgewendet.

  • 12. Juni 2020: Europäische Touristen dürfen wieder einreisen

    Nachdem diese Entscheidung diese Woche schon auf Bundeseben gefallen war, gilt dies nun auch für Mecklenburg-Vorpommern: Touristen aus dem europäischen Ausland dürfen wieder nach MV einreisen, sofern sie nicht aus einem Risikogebiet (zum Beispiel Schweden) kommen. Und auch hier ist es nicht möglich, als Tagestourist einzureisen. Es muss also mindestens eine Übernachtung nachgewiesen werden können.

  • 9. Juni 2020: 60 Prozent-Regel für Hotels fällt

    Der MV-Plan kann weiter fortgesetzt werden. Das bestätigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute im Anschluss an die Beratungen des Kabinetts.

    Dazu gehören jetzt weitere Lockerungen - die Kontaktsperre bleibt in ihrer aktuellen Form jedoch bis zum 29. Juni bestehen.

     

    1. Kultur und Freizeit

    Theater und Konzerthäuser können bereits zum Wochenende wieder öffnen. Für den Freizeit- und Breitensport soll es nun wieder Wettkämpfe ohne Zuschauer geben. Hallen- und Spaßbäder und Freizeitparks dürfen ebenfalls wieder geöffnet werden - allerdings erst ab dem 15. Juni.

    1. Familien

    Sechs Stunden Hortbetreuung pro Tag soll in den Ferien (ab 22. Juni 2020) wieder möglich sein. Zudem können Eltern, die dann mehr Betreuung brauchen, eine Aufstockung auf zehn Stunden beantragen, die nicht bezahlt werden muss, sondern vom Land übernommen wird. Das betrifft vor allem Eltern, die in den Sommerferien arbeiten müssen.

    In Pflegeheimen dürfen künftig pro Woche zwei Personen für eine Stunde oder eine Person an mindestens zwei Tagen zu Besuch kommen

    1. Gastronomie und Tourismus

    Ab dem 15. Juni fällt in Mecklenburg-Vorpommern die 60 Prozent-Regel für Hotels, Campingplätze und Co. Tagestourismus bleibt aber weiterhin untersagt. Für die Gastronomie heißt es, dass Bars und Kneipen ebenfalls bis 0 Uhr öffnen dürfen. Das gilt auch für Restaurants. Auch Spielotheken dürfen nun wieder öffnen. Diskotheken und Clubs müssen jedoch weiterhin geschlossen bleiben.

    1. Veranstaltungen

    Veranstaltungen in Innenräumen werden nun für bis zu 100 Personen zugelassen. Im Freien sind jetzt bis zu 300 Personen möglich. Für Familienfeiern wurde die Teilnehmerzahl auf 50 erhöht.

  • 3. Juni 2020: Konjunkturpaket der Bundesregierung

    Am späten Abend des 2. Juni 2020 beschloss die Bundesregierung ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket, das die Folgen der Corona-Pandemie abfedern soll. Es hat ein Gesamtvolumen von 130 Milliarden Euro und listet 57 Maßnahmen auf. Dazu gehören zum Beispiel:

    • Familien erhalten pro Kind einmalig 300 Euro (muss versteuert werden)
    • Mehrwertsteuersatz sinkt von 19 Prozent auf 16 Prozent und der ermäßigte Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent ( befristet vom 1. Juli bis zum 31. Dezember)
    •  Sozialversicherungsbeiträge werden bis 2021 bei maximal 40 Prozent gedeckelt.
    •  Kaufprämien für klima- und umweltfreundliche Elektrofahrzeuge werden verdoppelt 
    • Höhere Steuern für Autos mit hohen Abgaswerten
    • Ausgleich für entfallene Gewerbesteuereinnahmen (kommunaler Solidarpakt)
    • Überbrückungshilfen für kleine und Mittelständische Unternehmen sowie Selbständige
    • Stabilisierung des Strompreises
    • mehr Geld für Forschung und Modernisierung bei Digitalisierung
    • Milliardeninvestitionen in Krankenhäuser
    • Unternehmen erhalten Prämien für Ausbildungsplätze
    • Verkürzung des Insolvenzverfahrens auf drei Jahre
    • Hilfsprogramm (umfasst 1 Milliard Euro) für Kunst und Kultur  geben
    • Förderung des Ausbaus von Kindergärten, Kitas und Krippen
    • Investitionsprogramm für den Ausbau von Ganztagsschulen und Ganztagesbetreuung wird beschleunigt
  • 3. Juni 2020: Schwimmbäder dürfen wieder öffnen

    Heute wurde die Corona-Verordnung in folgenden Punkten aktualisiert. Das betrifft die Kontaktsperre, die bis zum 29. Juni 2020 verlängert wird und das Treffen von bis zu 10 Personen im öffentlichen Raum. Bestehen bleibt aber das Verbot von Partys in der Öffentlichkeit.

    Zudem soll die Anmeldung von Veranstaltungen von bis zu 75 Personen erleichtert werden. Es gibt jetzt nur noch eine Anzeigepflicht bei den Städten und Kommunen.

    Hinzu kommt die Öffnung von Schwimm- und Spaßbädern zum 8. Juni 2020. Erst einmal nur für den Vereinssport, für Kurse und den Schulsport.

    Nach dem 8. Juni wird dann zudem im Hinblick auf das Verstreichen der 14 Tage nach dem ersten Besucherzustrom über weitere Lockerungen beraten.

    Auch in Bezug auf die Schulen gab es von Bildungsministerin Martin weitere Nachrichten im Hinblick auf die Schulen. Nach den Ferien soll es, wie uns Frau Martin bereits im Interview verriet, zu einem verlässlichen Unterricht für alle Schüler kommen. Im Hinblick auf das neue Schuljahr wird darüber nachgedacht, den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern aufzuheben und vielmehr über feste kleinere Gruppen und zeitversetzten Unterricht nachzudenken.

    In den letzten Tagen vor den Ferien wird zudem die 15er-Regel aufgehoben. Je nach Raumgröße können also auch mehrere Schüler in einem Raum sein.

    In den Ferien wird es zudem einen Hort, aber auch Ferienlager geben können.

  • 3. Juni 2020: Reisewarnung für Europa sollen aufgehoben werden

    Das bestätigte Bundesaußenminister Heiko Mass heute in einem Pressestatement. Die Aufhebung gilt demnach für 30 europäische Staaten, immer aber auch in Abhängigkeit von der Entwicklung der Coronainfektionen. Ab dem 15. Juni wird es dann individuelle Reisehinweise geben, die über die jeweiligen Risiken der Länder informieren. Maas dazu: "Wir haben es uns mit dieser Entscheidung nicht einfach gemacht. Reisewarnungen sind keine Reiseverbote und Reisehinweise sind keine Reiseeinladungen."

    Heißt: Man appelliere auch an die Vernunft jedes Einzelnen weiterhin von unnötigen Reisen in schwerer betroffene Länder wie zum Beispiel Großbritannien abzusehen.

    Eine endgültige Entscheidung dazu wird aber erst in den nächsten zwei Wochen vom Kabinett getroffen.

  • 26. Mai 2020: Caffier rechnet mit 350.000 Urlaubern über Pfingsten

    Seit gestern sind ca. 200.000 Urlauber nach Mecklenburg-Vorpommern eingereist, über Pfingsten sollen bis zu 150.000 Urlauber hinzukommen. Deshalb wird am erst am 9. Juni über weitere Lockerungen beraten, da man bisher nicht absehen kann, wie sich der Urlauberzustrom auf die guten Zahlen in MV auswirkt. Die einzelnen Tourismusbereiche hätten sich aber Caffier nach sehr gut auf die Umstände eingerichtet.

    Weiterhin betonte Caffier, dass es bundesweit eine einheitliche Regelung zu allgemeinen Maßnahmen geben müsse. Heißt also das Umgehen mit bestehenden Hygienemaßnahmen. Auch dazu wird in folgenden Tagen weiter beraten. 

    In Bezug auf die Regelung zur Belegung der Hotels will man auf den Gerichtsentscheid warten und dann eventuelle Änderungen vornehmen. Wenn das Gericht diese Entscheidung nicht kippt, wird es aber erst nach Ablauf der zwei Wochen eine weitere Beratung dazu geben.

  • 19. Mai 2020: Neue Regelungen zu Kinos, Freibädern, Rehakliniken, Sportstätten & Feiern

    „Jede Lockerung ist immer ein Stückchen mehr in Richtung einer größeren gesellschaftlichen Teilhabe im Leben jedes Einzelnen. Der Besuch von Kinos oder Freibädern zählen hierzu. Wir gehen mit den Lockerungen in eine Normalität unter sich verändernden Voraussetzungen. Für alle beschlossenen Maßnahmen gelten entsprechende Hygienebestimmungen und Abstandsregelungen, die unbedingt eingehalten und auch umgesetzt werden müssen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz.

    Somit dürfen sich Inhaber eben genannter Einrichtungen nun ebenfalls auf eine schrittweise Öffnung einstellen.

    Für Kinos gelten zum Beispiel folgende Regelungen, die vorab für jedes Kino in einem Hygienekonzept dem Gesundheitsamt vorgelegt werden müssen

    • Begrenzung der Besucherzahlen zur Sicherstellung der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern
    • Angehörige eines Hausstandes können nebeneinander sitzen
    • Verkauf von Speisen und Getränken im Foyer-/Eingangsbereich ist unter Beachtung der gestiegenen Hygienestandards erlaubt
    • Verkauf von Speisen und Getränken in den Sälen ist nicht gestattet.
    • es muss Wegeleitsysteme geben 
    • Kontaktdaten müssen erfasst werden

    Reisende aus dem europäischen Ausland können ab dem 25. Mai ebenfalls wieder ins Land reisen - hier natürlich in Abhängigkeit von eventuell geltenden Reisebeschränkungen im jeweiligen Land. 

    Aber auch die Rehakliniken in unserem Land können ab dem 25. Mai nach und nach wieder öffnen. Hier wird es eine schrittweise Öffnung bis zum 16. August geben, die sich in folgende Risikostufen unterteilt: 

    Stufe 1: Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen, Einrichtungen der Abhängigkeitsrehabilitation und -prävention sowie Psychosomatik und Tageskliniken (zum Beispiel: AWO SANO MuKi-Kurklinik Baabe; Ostseeklinik Boltenhagen; Lübstorf, AHG Klinik Schweriner See).

    Stufe 2: Kliniken mit dem Leistungsprofil Anschlussheilbehandlungen (AHB) und Therapien in verschiedenen medizinischen Fachbereichen wie z. B. Onkologie, Kardiologie sowie geriatrische Rehabilitation (zum Beispiel Bethesda-Klinik Neubrandenburg; Tessin Fachklinik für geriatrische Rehabilitation; Ückeritz Reha Klinik Ostseeblick).

    Stufe 3: Einrichtungen, welche teilweise als Krankenhaus und teilweise als Reha-Einrichtung geführt werden. An diesen Kliniken wird der höhere krankenhaushygienische Maßstab für Krankenhäuser angelegt (zum Beispiel GreifswaldBDH-Klinik; MediClin Reha-Zentrum Plau am See; WaldeckFachklinik Waldeck).

    Abhängig von der Risikostufe verteilt sich dann auch die Kapazität der Auslastung in den einzelnen Einrichtungen:

    Phase 1 (25.05.2020 bis 14.06.2020) max. Auslastung in Prozent: Stufe 1 - 60 %; Stufe 2 - 60 %; Stufe 3 - 90 %
    Phase 2 (15.06.2020 bis 05.07.2020) max. Auslastung in Prozent: Stufe 1 - 80 %; Stufe 2 - 70 %; Stufe 3 - 90 %
    Phase 3 (06.07.2020 bis 26.07.2020) max. Auslastung in Prozent: Stufe 1 - 100 %; Stufe 2 - 80 %; Stufe 3 - 90 %
    Phase 4 (27.07.2020 bis 16.08.2020) max. Auslastung in Prozent: Stufe 1 - 100 %; Stufe 2 - 100 %; Stufe 3 - 100%

    Familienfeiern dürfen in eigenen privaten Räumen mit bis zu 30 Personen stattfinden. Dadurch wird es auch möglich sein, Einschulungen zu feiern. Auch in Gaststätten sind Familienferien möglich, so lange sie in einem abgetrennten Raum realisiert werden können. Gäste dieser Familienfeiern müssen in einer Liste festgehalten werden. Familie ist in diesem Sinne als erweiterte Familie zu verstehen, aber auch Freunde dürften laut Glawe eingeladen werden, so lange die 30-Personen-Grenze nicht überschritten wird.

    In Bezug auf die sportlichen Bereiche des Lebens gibt es ebenfalls weitere Neuerungen:

    Sportliche Aktivitäten in geschlossenen Räumen erfordern einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern (wo möglich - beim Paartanz zum Beispiel ergibt das natürlich keinen Sinn), Einlassbeschränkungen, Umkleide- sowie Dusch- und Waschräume müssen geschlossen bleiben

    Spiel- und Wettkampfbetrieb kann ab dem 25. Mai ebenfalls wieder erlaubt werden. Allerdings weiterhin ohne Zuschauer.

  • 16. Mai 2020: Neue Regelungen für Hort, Schule, Fitnessstudios & Familienfeiern

    Heute beriet die Landesregierung mit Vertretern der Kommunen, der Sozialverbände, der Wirtschaft und den Gewerkschaften über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. 

    Anwesend war auch Lothar Wieler, der Präsident des Robert-Koch-Instituts, der dem Land Mecklenburg-Vorpommern ein gutes Zeugnis ausstellte.

    Sozialministerin Drese hatte hingegen gute Nachrichten für den Hort parat: Jugendämter und Träger versuchen, den Hort für die ersten und zweiten Klassen für die ganze Woche anzubieten. Allerdings erst einmal nur für vier Stunden am Tag.

    Vom 25. Mai an bis zum Beginn der Sommerferien: Klassen 1 bis 4 an einem Vormittag pro Woche Präsenzunterricht mit anschließender Betreuung im Hort

    In den Sommerferien soll auch im Hort ein eingeschränkter Regelbetrieb möglich sein, der sich nach den Sommerferien fortsetzen soll.

    Ab dem 3. August 2020 (nach den Sommerferien) nach Möglichkeit wieder regulärer Schulbetrieb

    nach Pfingsten:

    • Prüfung, ob mehr Kinder in größeren Klassenräumen unterrichtet werden können
    • zusätzliche Unterrichtsangebote für Schüler der Klassen 6, weil sie nächstes Jahr die Schule wechseln
    • Notbetreuung für Kinder Alleinerziehender, die nicht in systemrelevanten Berufen, für die Klassen drei und vier wird ausgeweitet

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig machte noch einmal klar, dass es das Ziel sein muss, alle Bereiche nach und nach wieder zu öffnen. Immer natürlich in Abhängigkeit zu steigenden oder sinkenden Infektionszahlen. 

    Der MV-Plan bleibt weiterhin die Grundlage, es soll aber Verbesserungen geben.

    Ab dem 25. Mai darf auch der Indoorsporsport zum Beispiel in Fitnessstudios wieder möglich sein. Das gilt auch für Hallensportarten oder für A- und B-Kader. Diese dürfen nun Wettkämpfe wieder veranstalten - ohne Zuschauer natürlich.

    Auch für Familienfeiern soll es weitere Lockerungen geben. Hier soll es möglich sein, bis 30 Personen wieder Familienfeiern zu veranstalten - ohne Auflagen. Diese Lockerung gilt erst einmal befristet bis zum 31. August 2020, soll aber auch ab dem 25. Mai gelten.

    Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, verkündete, dass auch alle Reha-Einrichtungen ab dem 25. Mai wieder öffnen dürfen. Das gilt auch für Mutter-Kind-Kuren.

    Auch für Schausteller und Zirkusbetreiber soll es zeitnah Lösungen geben.

    Wie es mit der Öffnung von Spielhallen weiter geht, soll zum 15. Juni entschieden werden können. 

  • 13. Mai 2020: Seehofer kündigt Ende der Grenzkontrollen an

    "Wenn es beim Infektionsgeschehen so günstig weiterläuft, wie wir das in diesen Tagen erleben dürfen, wenn das mit der Disziplin in der Bevölkerung, mit Hygiene, mit Mundschutz, mit Abstandsregeln so weiterläuft, dann können wir uns vorstellen, dass wir ab 15.6. wieder freien Reiseverkehr haben“, so Bundesinnenminister Horst Seehofer heute im Anschluss an die Kabinettssitzung.

    Das bedeutet im Detail: 

    • Grenzübergänge zu Frankreich, Schweiz und Österreich werden ab 15. Juni wieder geöffnet. Bisherige Kontrollen entfallen.
    • Für die Grenzkontrollen zu Luxemburg soll es keine Verlängerung geben. Diese laufen bereits am 15. Mai aus.
    • Ähnlich wäre das auch für Dänemark. Dänemark selbst will aber warten, bis das Land mit all seinen Nachbarländern eine gemeinsame Lösung gefunden hat.
  • 12. Mai 2020: Sozialministerin Stefanie Drese zur Kita-Betreuung

    Der Mv Plan zum Thema Kita wurde heute konkretisiert. Für die Eltern und Kinder sollte dieser verbessert und weiterentwickelt werden.

    Die Kinder sollen in konstanten Gruppen betreut werden. Ab dem 25. Mai soll es für alle Kinder ein Angebot in der Betreuung geben. Kinder berufstätiger Eltern sollen nun mindestens sechs Stunden am Tag betreut werden können. Sollten Kitas mehr Kapazitäten haben, ist auch eine längere Betreuung pro Tag möglich.

    Auch die Gruppengröße wird nicht auf 5 bis 10 Kinder reduziert, sondern die Kinder werden in den Gruppen betreut, in denen sie auch schon vor Corona waren. Es sei denn, sie befinden sich schon länger in der Notbetreuung - dann bleiben diese Gruppen bestehen.

    Allerdings gelten auch weiterhin strenge Hygienemaßnahmen.

    In Bezug auf die Hortbetreuung soll es zu einem späteren Zeitpunkt eine Entscheidung geben.

  • 12. Mai 2020: Ergebnisse Corona-Kabinett zum Tourismus

    Harry Glawe führte heute noch einmal die einzelnen Punkte des MV Plans in Bezug auf den Tourismus aus. Hierbei ging es vor allem auch um diejenigen Touristen, die aus eventuellen Risikogebieten kommen. Auch hier gilt die "50 Erkrankungen auf 100.000 Bewohner"-Regel, die vom Robert Koch-Institut überwacht und zentral erfasst und für die Hotelbetreiber zur Verfügung gestellt wird.

    Wie das Verbot einer Einreise geregelt werden wird, soll in der entsprechenden Verordnung festgehalten werden. Letzten Endes müssten aber die Hotelbetreiber selbst darauf achten, dass die Buchungen aus gefährdeten Gebieten dementsprechend gehandhabt, heißt abgelehnt werden müssen. Wer gegen diese Auflagen verstößt, muss mit einem Ordnungsgeld von 500 Euro rechnen.

    Besitzer von Ferienwohnungen und -anlagen können bereits ab dem 18. Mai 2020 einreisen und die Vermietung vorbereiten.

    Mit der Öffnung am 25. Mai 2020 wird davon ausgegangen, dass 300.000 Betten zur Verfügung gestellt werden können. Ab diesem Zeitpunkt wird drei Wochen lang geschaut, wie sich die Infektionszahlen entwickeln, bevor man sich am 15. Juni zu neuen Beratungen zusammensetzen wird.

  • 7. Mai 2020: Beratungen über weitere Lockerungen

    Das Kabinett hat heute mehr als zehn Stunden über die Weiterführung des MV Plans beraten. Hierbei ist jedoch immer die aktuelle Lage zu berücksichtigen. Heißt, der Plan ist nicht in Stein gemeißelt, sondern es werden die tagesaktuellen Infektionszahlen berücksichtigt:

    1. Phase: Die seit Ostern bereits vorgenommene Lockerungen

    2. Phase: Alles das, was ab heute bis zum 18. Mai geöffnet wird. Dazu gehören ab dem 11. Mai nun auch die Fahrschulen.

    • Mit Öffnung der Museen (11. Mai) ist der Eintritt in staatliche Einrichtungen für Bürger aus MV frei (bis zum 24. Mai), gilt für Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen 
    • Strandkörbe dürfen ab dem 11. Mai wieder vermietet werden. Das gilt auch für Fahrradverleihe und Tourismus-Informationscentren.
    • Bootsverleih, Hausboote und Fahrgastschifffahrt sind ab dem 18. Mai wieder erlaubt.
    • Trainingsgruppen im Breitensport dürfen wieder trainieren.
    • Zudem sollen alle Kinder in geringerem Umfang die Kita und die Schule wieder besuchen können. Heißt kleinere Gruppen und weniger Stunden. Erst wenn mehr Sicherheit herrscht, wird auch hier weiter gelockert.
    • Großveranstaltungen sind ab dem 18. Mai in begrenztem Rahmen möglich 
      • Innenbereich max. 75 Personen
      • Außenbereich max. 150 Personen
      • Ende Juni Großveranstaltungen mit bis zu 500 Personen im Außen- und 200 Personen im Innenbereich möglich
      • alle Veranstaltungen sind anzumelden
      • es gelten Hygiene- und Abstandsregeln
      • Teilnehmer müssen erfasst werden
    • Trauungen und Beerdigungen mit bis zu 25 Personen sind ab dem 18. Mai möglich
    • Auch in Behinderteneinrichtungen kann ab dem 15. Mai eine festgelegte Kontaktperson den jeweiligen Bewohner besuchen. Eine Regelung, die sich an die für Pflege- und Altenheime anschließt.
    • Ab dem 14. Mai sollen zudem schrittweise alle Kinder mindestens einen Tag in der Woche in die Schule gehen können. Den genauen Fahrplan finden Sie HIER
    • Ab dem 18. Mai soll es auch in den weiterführenden Schulen ab Klasse 10 mit dem Unterricht weiter gehen. Hier wird aber digitaler mit Präsenzunterricht gemischt.
    • Nach Pfingsten sollen die Klassen 7 bis 9 hinzukommen.
    • Für alle Formen der Förderschulen soll es ebenfalls einen Tag in der Woche an der Schule geben.
    • Auch die Berufsschulen sollen ab dem 14. Mai wieder teilweise geöffnet werden. Vor allem für die Jahrgänge, die nächstes bzw. dieses Jahr ihren Abschluss machen (1. Jahrgangsstufe in der neuen generalistischen Pflegeausbildung, Bildungsgängen, die eineinhalb, zweieinhalb oder dreieinhalb Jahre dauern, wird Unterricht in den Vorabschlussklassen ermöglicht, Beschulung Jahrgangsstufe 12 an Fachgymnasien im Präsenzunterricht)
    • Auch außerschulische Bildungseinrichtungen (VHS, Meisterschulen, zweiter Bildungsweg, Integrationskurse/ Sprachkurse, etc.) sollen wieder möglich sein.
    • UniversitätenHMT und Fachhochschulen wird der Lehr- und Forschungsbetrieb in digitaler Form weitergeführt. Abnahme von Prüfungen oder Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern, können unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen realisiert werden
    • Musik- und Jugendkunstschulen dürfen ab dem 11. Mai wieder öffnen. Vor allem erst einmal für Musikschüler, die Prüfungen abzulegen haben. Auch Einzelunterricht soll wieder aufgenommen werden können.

    3. Phase: Ab dem 25. Mai beginnt die entscheidende Phase, weil hier der Tourismus aus anderen Bundesländern beginnt. Bürger aus Corona-Hochrisikogebieten (Kreis Heinsberg, Kreis Greiz) sollen jedoch weiterhin nicht einreisen. Hier gibt es aber kein Verbot und auch keine Strafen. Hotels sollen gegebenenfalls bei eingehenden Buchungen darauf achten

    Hinzu kommt, dass ab dem 25. Mai die Betreuung für alle Kinder von mindestens 3,5 Stunden am Tag möglich gemacht werden können. Wenn Kapazitäten da sind, kann die Stundenzahl erhöht werden - vor allem für berufstätige Eltern. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass die Gruppen und Betreuer gleich bleiben. 

    4. Phase: Ab dem 15 Juni 

    5. Phase: Noch nicht terminiert - erst hier wird über die Öffnung von Bars, Diskotheken, etc. entschieden.

  • 6. Mai 2020: Statement Manuela Schwesig

    Auch für MV gilt weiterhin die Abstandsregel und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung. Das machte Ministerpräsidentin im Anschluss an die Beratungen mit der Kanzlerin deutlich.

    Das Kontaktverbot wird jedoch gelockert, aber bis zum 5. Juni 2020 verlängert. Es ist nun aber möglich, dass sich zwei Haushalte miteinander treffen.

    Auch das Besuchsverbot in Pflege- und Altenheimen soll gelockert werden. So soll es möglich sein, eine Kontaktperson festzulegen, die regelmäßig zu Besuch kommen darf.

    In Bezug auf die schrittweise weitere Öffnung von Schulen und Kitas soll es morgen lange Beratungen geben. 

  • 6. Mai 2020: Beratungen der Bundesländer mit der Kanzlerin zu weiteren Lockerungen

    Es ging wohl heiß her zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den einzelnen Regierungschefs. Nach mehrstündigen Beratungen hatte man sich gegen 15:42 Uhr jedoch auf folgende Eckpunkte geeinigt:

    • Die Fußball-Bundesliga bekommt ein grünes Licht für die Wiederaufnahme der Saison. Vermutlich Mitte Mai könnte es los gehen, die Liga soll aber selbst über einen genauen Termin entschieden.
    • Unabhängig von der Verkaufsfläche dürfen alle Geschäfte wieder öffnen. Eine Regelung, die für Mecklenburg-Vorpommern jedoch nicht mehr neu ist.
    • Zudem gibt es Lockerungen der Kontaktbeschränkungen. So soll es in Zukunft möglich sein, sich auch innerhalb zweier Haushalte in der Öffentlichkeit aufzuhalten. Es bleibt aber bei der 6-Personen-Regel. Ausnahme bildet hingegen Sachsen-Anhalt: Hier waren schon zuvor Treffen von fünf Personen möglich, die alle aus unterschiedlichen Haushalten stammen dürfen.
    • Das Kontaktverbot soll zudem bis zum 5. Juni verlängert werden.
    • Training im Freizeitsport soll wieder erlaubt sein. Allerdings nur im Freien und nach speziellen Regeln, die dem Schutz vor Infektionen dienen.
    • Menschen in Pflege- und Seniorenheimen soll es möglich gemacht werden, dass eine feste Kontaktperson sie regelmäßig besuchen kann

    Vorab machte die Bundeskanzlerin noch einmal deutlich, dass die täglichen Neuinfektionen merklich sinken und somit das Ziel, das Gesundheitssystem vor Überlastungen zu schützen, erreicht ist. Nur das macht es möglich, dass weitere Lockerungen möglich sind. Es bleiben aber der Mindestabstand und die Maskenpflicht. Zudem muss es "spontan" möglich sein, dass bei steigenden Infektionen wieder Einschränkungen gelten müssen. Dies tritt bei 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern in Kraft.

    Zudem wird nun auch ein Konzept für Theater und Kinos entwickelt, so dass es auch hier eine Perspektive für eine zeitnahe Aufnahme des Spielbetriebs kommen kann.

    Für alle Bereiche gilt die strenge Einhaltung der Hygienemaßnahmen.

  • 5. Mai 2020: Update Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

    Am Donnerstag soll nach der Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch der MV-Plan genauer definiert werden.

    Das Ziel soll aber sein, dass in den nächsten Wochen alle Kinder wieder in die Kitas und Schulen gehen können.

    Zudem sollen ab nächsten Montag (11. Mai 2020) Museen, Galerien, Gedenkstätten und Ausstellungen wieder öffnen. Auch die Spielplätze und Inneneinrichtungen in Zoos und Tierparks sollen unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet werden können.

    Kosmetik- und Nagelstudios, Fußpflege bzw. allen körpernahen Dienstleistungsbereiche dürfen zudem ab dem 7. Mai 2020 wieder öffnen.
    Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe dazu:

    Ab Donnerstag wird durchgestartet. Für das Handwerk und den Dienstleistungsbereich haben wir uns auf weitere Öffnungen beziehungsweise Lockerungen verständigt. Nach den Friseuren können nun auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagelstudios, Sonnenstudios, Tattoo-Studios, Fußpflege, Physiotherapeuten und Logopäden und ähnliche Unternehmen ihren Betrieb ab Donnerstag fortsetzen. Gleiches gilt für Betriebe des Heilmittelbereiches. Die Hygieneregeln sind vor allem bei Kundenkontakt entsprechend einzuhalten. Ähnlich wie beim Einzelhandel stellen sich viele Dienstleister auf die gestiegenen Anforderungen ein.

    Auch für diese Bereiche gilt, dass Kundendaten festgehalten werden müssen, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können.

  • 5. Mai 2020: Kinder dürfen wieder in die Betreuung

    Wie das Sozialministerium gegenüber Antenne MV bestätigte, sollen Kinder ab dem 11. Mai 2020 wieder zu Tagesmüttern und Tagesvätern dürfen.
    Ab dem 18. Mai dürfen die Vorschulkinder dann auch wieder in die Kitas des Landes. Somit verläuft auch diese Lockerung nach MV-Plan.
    Am Donnerstag sollen dazu die weiteren Schritte im Kabinett in Schwerin besprochen und final beschlossen werden. Landesweit werden rund 4.500 Mädchen und Jungen bei Tagesmüttern und Tagesvätern betreut.

    Das bestätigte Sozialministerin Drese auch noch einmal auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Die Gruppen dürfen dabei die Anzahl von fünf Kindern nicht überschreiten.

  • 4. Mai 2020: Update Thema Tourismuswirtschaft

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Wirtschaftsminister Harry Glawe und Vertreter der Tourismuswirtschaft haben auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, wie es in den nächsten Tagen und Wochen diesbezüglich mit dem 5-Punkte-Plan weitergehen soll.

    14 Tage ist es nun her, dass es die ersten Lockerungen gab. Seither ist die Infektionslage stabil. Das bildet eine gute Grundlage für weitere Lockerungen, die am Donnerstag endgültig aktualisiert und beschlossen werden sollen.

    Klar ist aber bereits, dass es für alle Bereiche der Gastronomie und der Hotellerie nun wieder Perspektiven geben soll.

    Zum 9. Mai darf die Gatsronomie unter strikten Hygieneauflagen öffnen. Ab dem 18. Mai folgen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze für Bürger aus Mecklenburg-Vorpommern und zu Pfingsten bzw. zum 25. Mai darf mit einer Auslastung von 60 Prozent für ganz Deutschland geöffnet werden. Dies gilt jedoch erst einmal nur für Hotels. Was andere Ferienanlagen und Ferienwohnungen angeht, steht noch nicht fest. Damit wird jedoch das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben. 

    In Bezug auf Restaurants gelten folgende Regelungen:

    • Öffnungszeiten von 6 bis 21 Uhr
    • möglichst Reservierungen, um Kontaktdaten aufnehmen zu können im Hinblick auf die Nachverfolgbarkeit von Infektionen
    • an einem Tisch maximal sechs Erwachsene und ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu anderen Tischen
    • Zudem muss das Servicepersonal eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, die Gäste nicht
    • Salz- und Pfefferstreuer dürfen nicht auf den Tisch gestellt werden
    • Büffets sind nicht erlaubt
    • Bars und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen

    Zwischen dem 11. und 18. Mai 2020 soll auch das Mieten von Strandkörben, Fahrrädern oder Booten wieder möglich gemacht werden. Das wird aber die kommenden Tage erst noch beraten.

  • 30. April 2020: Statement Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig trat mit guten Nachrichten vor die Presse:

    Die Spielplätze in unserem Land dürfen unter Auflagen ab sofort wieder öffnen. Dies gilt natürlich nur für Outdoor-Spielplätze und unter der Prämisse, dass Eltern so gut es geht darauf achten, dass die Kinder die Abstandsregeln einhalten. Auch für Hygiene-Maßnahmen soll gesorgt werden. Wie die Öffnung der Spielplätze unter diesen Auflagen voran geht und wie sie aussehen kann, wird von den Kommunen jetzt erarbeitet. Deswegen kann es sein, dass nicht gleich ab dem 1. Mai 2020 alle Spielplätze sofort öffnen.

    Auch die 800 Quadratmeter-Regel für Geschäfte soll nun aufgehoben werden und bereits am Samstag in Kraft treten können.

    Museen dürfen ebenfalls wieder öffnen. Allerdings wird es dazu erst ab nächster Woche Dienstag genaue Informationen geben, da diese sich noch genauer auf einzuhaltende Maßnahmen vorbereiten müssen.

  • 30. April 2020: Statement Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Corona-Beratungen

    Bei allen kommenden und bereits realisierten Maßnahmen muss immer wieder neu abgewogen werden, betonte die Bundeskanzlerin heute noch einmal. Sollte die Kurve der Infektionen wieder steigen, müsse auch dementsprechend reagiert werden. 

    Unter Auflagen sollen jedoch Spielplätze sowie Museen, Zoos und Botanische Gärten wieder öffnen können. Hier entscheidet jedes Bundesland für sich, wie diese Lockerungen genau umgesetzt werden.

    Über weitere Lockerungen könne erst nach dem 6. Mai 2020 entschieden werden, wenn die ersten 14 Tage nach den größeren Lockerungen verstrichen sind. Erst dann kann über weitere Entscheidungen in Bezug auf Schulen und den Tourismus nachgedacht werden.

  • 28. April 2020: Update zur aktuellen Lage von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lobt weiterhin die geringen Infektionen des Landes und bezeichnet die momentane Lage als stabil.

    In Zukunft soll es mehr Testungen geben, vor allem auch in Alten- und Pflegeheimen. Doch wenn die Bevölkerung weiterhin vernünftig mit den Schutzmaßnahmen umgeht, kann auch weiter über neue Lockerungen gesprochen werden. Daher auch eine stetige Änderung der Verordnungen, die nicht verwirren , sondern nach und nach der Situation angepasst werden sollen.

    Am 6. Mai 2020 soll in einer Konferenz mit der Bundeskanzlerin über weitere mögliche Lockerungen beraten werden.

    Wirtschaftsminister Harry Glawe betonte, dass am 5. Mai 2020 darüber gesprochen wird, ob Kosmetik- und Nagelstudios ab dem 11. Mai 2020 geöffnet werden können. Das kann eintreten, wenn die Infektionszahlen weiter so niedrig bleiben. Ähnliches gilt auch für die Außenbereiche von Restaurants. 

    Neu ist zudem, dass ab sofort auch beim Arztbesuch eine Maske getragen werden muss. Auch in Bezug auf Gottesdienste und die Zusammenkünfte verschiedener Glaubensgemeinschaften gibt es Neuerungen. Demnach sind Gottesdienste ab dem 4. Mai 2020 wieder erlaubt, wenn gängige Sicherheits- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden (können). Auf einer Fläche von beispielsweise 500 qm sind zudem nur 50 Gläubige zugelassen. Außerdem müssen Listen der Teilnehmer geführt werden, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Diese Listen müssen jedoch nach vier Wochen vernichtet werden.

     Außerdem müssten Verkäufer und Verkäuferinnen im Supermarkt keine Mundmaske mehr tragen, wenn sie hinter einer Plexiglasscheibe sitzen. 

     

  • 23. April 2020: Beratungen mit der Tourismusbranche

    Heute hat sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit der Tourismusbranche und Wirtschaftsminister Glawe über die Pläne einer möglichen Öffnung von Hotels, Gastronomie und Co. beraten.

    Für die Gastronomie soll es eine Senkung der Mehrwertsteuer ab dem 1. Juli 2020 geben.

    Der MV-Plan für den Tourismus besteht aus fünf Phasen. Die Bedingung ist jedoch die, dass die Infektionszahlen den Wert 1 weiter nicht überschreiten.

    Phase 1: Dauercamper aus dem Land und Menschen mit Zweitwohnsitz dürfen wieder auf ihre Plätze bzw. in ihre Wohnungen. Das gilt ab dem 1. Mai 2020.

    Phase 2: Öffnung der Gastronomie

    Phase 3: vorsichtiger Start von touristischen Übernachtungen für Menschen aus MV

    Phase 4: vorsichtiger Start von touristischen Übernachtungen für Menschen aus anderen Bundesländern

    Phase 5: vorsichtiger Start von Tagestourismus/ internationalem Tourismus

    Über die Phasen 2 bis 5 und ihren jeweiligen Start wird jedoch erst am 5. Mai 2020 entschieden.

  • 22. April 2020: Maskenpflicht jetzt auch im Einzelhandel

    Nachdem Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gestern noch betonte, dass eine Maskenpflicht in Supermärkten und im Einzelhandel juristisch nicht zu rechtfertigen ist, kam es heute wieder anders. In einer Pressekonferenz wurde mitgeteilt, dass auch hier nun ab dem 27. April 2020 eine Maskenpflicht gilt. Bei Verstoß dagegen wird ein Bußgeld von 25 Euro fällig und man kann aus dem Geschäft gewiesen werden.

    Da jetzt bundesweit häufiger eine Maskenpflicht im Einzelhandel eingeführt wird, bestünde nun auch für Mecklenburg-Vorpommern die juristische Grundlage diese einzuführen. Eine generelle Pflicht zum Tragen im öffentlichen Raum soll es nicht geben. Sondern nur dort, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Jedem ist aber freigestellt, den Mundschutz überall zu tragen.

  • 22. April Autokinos dürfen geöffnet bleiben

    Es war der Hoffnungsschimmer für unzählige Kinofans im Land: Autokino. Schließlich sitzt man hier in der Regel zu zweit in seinem Auto und Kontakt mit anderen Menschen ist nahezu ausgeschlossen. Doch am 21. April 2020, nachdem viele Veranstalter bereits auf dieses Pferd gesetzt hatten, wurde schließlich bekannt, dass der Betrieb von Autokinos laut § 2, Absatz 4 der Corona-Maßnahmenverordnung nicht betrieben werden dürfen, da sie zu den Anbietern von Freizeitaktivitäten gehören.

     Nun ruderten die zuständigen Behörden allerdings zurück. So sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe am Mittwoch:

    Die Autokinos können öffnen. Rückmeldungen zeigen uns, dass notwendige Auflagen erarbeitet sind."

    Wichtig sei dabei vor allem, dass die allgemeinen Hygienevorschriften eingehalten werden (können). Die jeweiligen Veranstalter müssten deshalb eng mit den zuständigen Gesundheitsämtern zusammenarbeiten. Zudem muss es Einlasskontrollen geben, da sich im Auto entweder nur eine Person, eine Person mit EINER nicht im Haushalt lebenden Person oder Personen aus dem selben Haushalt befinden dürfen. Der Verkauf von Speisen darf nur durch einen Lieferservice ans Auto erfolgen. Das Auto darf lediglich für den Gang zur Toilette verlassen werden.

  • 21. April 2020: Verschärfte Mund-Nasen-Schutz-Regelung

    In einer Pressekonferenz teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am 21. April 2020 mit, dass es eine Verschärfung der Mundschutz-Regelung geben wird. Heißt: Wer keine Mundbedeckung (Schal oder Tuch sind auch möglich), darf nicht in Bus und Straßenbahn oder ins Taxi einsteigen.

    Bei einem Verstoß wird ein Bußgeld von 25 Euro fällig. In Schulbussen sieht es noch etwas anders aus. Hier können Schüler, die geschäftsfähig sind und keine Mundmaske haben, beim Busfahrer eine solche erwerben. Tun sie das nicht, wird auch für Schüler ab 14 Jahren ein Bußgeld fällig.

    Auf die Frage hin, warum es in unserem Bundesland keine Pflicht gibt, beim Einkauf eine Mundbedeckung zu tragen, wurde mitgeteilt, dass auf Grund der doch niedrigen Fallzahlen in Mecklenburg-Vorpommern eine juristische Grundlage dafür nicht gegeben sei bzw. diese Entscheidung immer wieder neu abgewägt werden muss.

  • 20. April 2020: Corona-Hygieneplan für Schulen in MV

    Für die Schüler des Landes, die dieses Jahr ihren Abschluss machen, ist nun bald der Tag gekommen, an dem auch sie wieder in Schule müssen. Immer wieder wurde im Zusammenhang damit von einem Hygieneplan gesprochen. Genau dieser ist nun erarbeitet und legt genau fest, wie Lehrer, Schüler und Reinigungskräfte in den einzelnen Schulen vorgehen müssen.

    Natürlich wird auch hier noch einmal betont, dass es grundsätzlich erst einmal auch auf die eigene Hygiene ankommt. Heißt: Gründliches Händewaschen von mindestens 20 Sekunden, husten und niesen in die Armbeuge, keine körperlichen Kontakte und ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ist für den Schulweg mit Bus und Bahn sowieso Pflicht, in geschlossenen Räumen wird er zudem empfohlen.

    Um den Mindestabstand während des Unterrichts einzuhalten, sollen die Klassen nach Möglichkeit auf 15 Schüler verkleinert werden, sodass die Tische dementsprechend weit auseinander stehen können. Lehrer sollen den Schülern zudem nicht über die Schulter schauen oder sich über die Hefte(r) beugen.

    Sportunterricht wird es hingegen nicht geben. Und auch ein Pausen- oder Kioskverkauf darf nicht angeboten werden.

    Zudem soll auf regelmäßige Belüftung geachtet werden. In den Pausen sollten die Eingänge zu den Toiletten zudem kontrolliert werden, so dass sich nicht zu viele Schüler gleichzeitig dort aufhalten. Entsprechende Hinweisschilder müssen an den Eingängen angebracht werden. Toilettenräume, Toiletten, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen.

    Alle Räume und Oberflächen nach Möglichkeit jeden Tag gereinigt werden. Hierfür ist allerdings kein Einsatz von Desinfektionsmitteln vorgesehen.

    Den kompletten Hygieneplan finden Sie HIER

  • 17. April 2020: Jetzt doch Mundmaskenpflicht!

    Ab dem 27. April müssen im ÖPNV und in Taxis nun doch Mund-Nasenmasken getragen werden. Das gaben Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Harry Glawe heute bekannt.

    Nachdem gestern der MV-Plan vorgestellt wurde, ging es heute an die Fragen der Umsetzung. Dazu gehörte auch noch einmal die Debatte um eine Mund-Nasenschutz-Pflicht. Das Tragen von diesem wird grundsätzlich dringend empfohlen. Nun wird jedoch auch eine Pflicht eingeführt. Diese gilt für Busse, Straßenbahnen und Taxis. Es geht dabei nicht um die medizinischen Mundmasken, notfalls reiche auch ein Schal oder ein Tuch. Das Land stellt zudem Stoffmasken als Grundausstattung für den Notfall zur Verfügung.

    Zudem wird die Ausnahmeregelung für den Sonntagsverkauf nun aufgehoben

  • 16. April 2020: So sieht der MV-Plan aus

    Mit Mundschutz trat Ministerpräsidentin Manuela Schweig heute vor die Presse, um den MV-Plan vorzustellen. Ziel ist es, den Ansteckungsfaktor von 1 nicht zu übersteigen.

    Trotzdem soll das wirtschaftliche und soziale Leben Schritt für Schritt langsam hochgefahren werden. Eine wichtige Rolle hierbei spielt die Mund- und Nasenbedeckung, die einen zusätzlichen Schutz bietet - wenn alle ihn tragen.

    In Folge nur die Punkte, die nicht schon gestern expliziert klar waren. Den kompletten MV-Plan gibt es HIER

    • Eine wichtige Neuerung ist, dass Zoos und Tierparks geöffnet werden. Allerdings nur in ihrer Form als Park - auch hier bleibt die Nutzung von Spielplätzen untersagt. Die Nutzung von Sportplätzen in maximalen Gruppen von zwei Personen ist hingegen wieder erlaubt.
    • In Bussen und Bahnen soll spätestens ab dem 27. April 2020 ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden
    • Versammlungen unter freiem Himmel von bis zu 50 Personen sollen ebenfalls wieder möglich sein. Voraussetzung: Abstandhalten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist empfohlen. Ein Verbot von Veranstaltungen im öffentlichen Raum und privaten Feiern bleibt bestehen.
    • Schulen werden ab dem 27. April erst einmal nur für diejenigen geöffnet, die in diesem Jahr noch Prüfungen abzulegen haben. Das gilt also für Abschlüsse der Mittleren Reife, für Abiturienten (auch die an der Abendschule) und für Berufsschüler. Auch hier gelten strenge Abstands- und Hygienemaßnahmen. Ein Plan hierfür wurde bereits erarbeitet.
    • Am 4. Mai werden die Jahrgangsstufen dazu kommen, die nächstes Jahr Prüfungen haben sowie die Klassen der Jahrgangsstufe 4, die auf eine weiterführende Schule wechseln.
    • Kitas und der Kindertagespflege bleiben geschlossen bzw. gilt hier eine Fortsetzung und schrittweise Ausdehnung der Notbetreuung. Voraussetzung: Einhaltung von Hygieneerfordernissen und kleine Gruppengrößen.
    • In Bezug auf die Notbetreuung der Kinder, die noch nicht in die Schule oder die Kita gehen dürfen, müssen nun aber nicht mehr beide Elternteile in systemrelevanten Berufen arbeiten.
    • Außerdem werden die Berufsgruppen erweitert, die unter das Stichwort "systemrelevant" fallen. Dazu gehören Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus folgenden Bereichen:
      • ambulante Pflegedienste
      • veterinärmedizinische Notfallversorgung
      • Krankenkassen
      • notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe
      • Schwangerschaftskonfliktberatung
      • Beratungsstellen Frauen- und Kinderschutz
      • soziale Kriseninterventionseinrichtungen
      • Finanz- und Versicherungswesen
      • Flug- und Schiffsverkehr
      • Kindertageseinrichtungen
      • Post- und Paketzustelldienste
      • Regierungen und Parlamente
      • Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen
      • Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation
      • Lehrkräfte an Schulen
      • Hebammen
      • Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte
      • Kindertagespflegepersonen
    • Hochschulen werden ab dem 20. April den Betrieb in digitaler Form wieder aufnehmen.
    • Die Theaterspielzeit ist jetzt beendet und wird nicht wieder aufgenommen.
    • Man wird ab dem 27. April prüfen, ob Dauercamper und Menschen mit Zweitwohnsitz in MV wieder ins Land reisen dürfen.
    • Für Gastronomie und Tourismus gibt es noch keine Neuerungen. Hier will man sich ab nächster Woche gemeinsam beraten, so Wirtschaftsminister Glawe:

      Der Tourismus ist wie beispielsweise die Gesundheitswirtschaft, Handel, Handwerk und das produzierende Gewerbe eine strukturbestimmende Branche. Die Corona-Pandemie trifft die Branche ins Herz. Die Unternehmen brauchen eine Perspektive. Es geht dabei um einen klaren Fahrplan, um allmählich ins Laufen zu kommen. Hier werden wir uns mit der Branche in der kommenden Woche zusammensetzen, um im Mai nach Möglichkeit erste Lockerungen zu erreichen. Entscheidend ist dabei auch der weitere Verlauf der Pandemie.

  • 15. April 2020: Maßnahmen-Lockerungen: Das gibt Manuela Schweig für MV bekannt

    Der Corona-Ansteckungswert in Mecklenburg-Vorpommern beträgt momentan 0,6 (der Richtwert liegt bei 1) - die harten Maßnahmen in unserem Land haben sich demnach gelohnt. Trotzdem müssen die nun vorgesehenen Lockerungen vorsichtig angegangen werden.

    Deshalb bleibt auch in Mecklenburg-Vorpommern das Kontakt- und Einreiseverbot erst einmal bis zum 3. Mai 2020 bestehen. Heißt: Menschen, die nicht aus Mecklenburg-Vorpommern kommen, dürfen MV nur in Ausnahmefällen besuchen. Dazu gehört zum Beispiel ein dringender Besuch bei Mitgliedern der Familie, ein geplanter oder nicht zu verschiebender Umzug oder ein Todesfall in der Familie.

    Ansonsten gilt für MV jetzt:

    • Der Einzelhandel soll ab dem 20. April 2020 wieder öffnen, Garten- und Baumärkte bereits ab dem 18. April 2020. Immer jedoch in Verbindung mit entsprechenden Schutzmaßnahmen (Abstandsregelungen, keine Schlangen). 
    • Geschäfte mit einer Ladenfläche von über 800 qm können ihre Ladenfläche dementsprechend reduzieren, um ebenfalls öffnen zu können.
    • Uni-Bibliotheken, Buchhandlungen, Autohäuser und Fahrradhändler dürfen ebenfalls wieder öffnen - unabhängig von der 800qm-Regelung
    • Friseure, die ab dem 4. Mai 2020 geöffnet haben dürfen, können dies nur tun, wenn sie mit Mundschutz arbeiten. Ein ausführliches Hygienekonzept wird gerade erarbeitet.
    • Nagelstudios und Beauty Salons bleiben geschlossen
    • Die Gastronomie (Hotelrestaurants, Gaststätten und Cafés) bleibt weiterhin geschlossen. Liefer- und Abholservice darf jedoch auch weiterhin angeboten werden.
    • Veranstaltungen jeglicher Art sind weiterhin untersagt. Großveranstaltungen werden definitiv bis zum 31. August 2020 nicht stattfinden.
    • Ab dem 27. April 2020 sollen die Klassen, die kurz vor den Prüfungen stehen sowie die Klassen 10 und 11, wieder in die Schule gehen. Über alle weiteren Jahrgänge wird nach dem 4. Mai 2020 beraten.
    • Kitas und Grundschulen bleiben geschlossen, die Notbetreuung wird aber ausgeweitet.
    • keine Mundschutz-Pflicht, aber die dringende Bitte, Mundbedeckungen zumindest in Bus und Bahn sowie beim Einkauf zu tragen.
    • Besuchsverbote und Pflege- und Altenheimen bleiben bestehen

    Am Donnerstag wird es weitere Beratungen und detaillierte Informationen über den MV-Plan geben. Zudem wird nach 14 Tagen geprüft, ob die Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu einem Anstieg der Infektionen geführt haben.

  • 15. April 2020: Diese Maßnahmen-Lockerungen schlägt der Bund vor

    Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von einem "zerbrechlichen Zwischenerfolg". Deshalb müsse man konzentriert weiter machen und nicht falsch vorpreschen.

    Deshalb fallen die Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorsichtig aus. Man habe sich aber mit den Ministerpräsidenten/innen auf folgende Punkte geeinigt:

    • Kontakt- & Reisebeschränkungen sollen bis zum 3. Mai 2020 bestehen bleiben
    • Geschäfte bis 800qm sollen unter strengen hygienischen Maßnahmen schon vorher öffnen dürfen
    • auch Friseure und Autohäuser sollen unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen ihre Dienste ab dem 4. Mai wieder aufnehmen dürfen, wenn entsprechende Hygienekonzepte vorliegen
    • Museen, Zoos und Botanische Gärten sowie Bibliotheken und Archive sollen öffnen dürfen
    • Konzerte, Großveranstaltungen oder Theatervorstellungen soll es weiterhin (voraussichtlich bis zum 31. August) nicht geben. Wann eine Großveranstaltung eine ist, soll jedes Bundesland selbst festlegen.
    • auch religiöse Zusammenkünfte aller Art und Religionen sollen bisher nicht erlaubt sein
    • in der Bundesliga soll es Geisterspiele geben dürfen, das wird aber noch diskutiert
    • Fitnessstudios bleiben geschlossen
    • Gastronomie und Hotelwesen sollen ebenfalls weiterhin geschlossen bleiben. Allerdings denkt man darüber nach, die Bewirtung in Außenbereichen zu erlauben.
    • ab dem 4. Mai eine schrittweise Öffnung Schulen, Abschlussklassen sollen beginnen, Kitas & Grundschulen bleiben vorerst geschlossen. Eine Notfallbetreuung bleibt aber bestehen
    • eine Pflicht zum Tragen von Mundmasken soll es nicht geben, es wird jedoch dringend empfohlen, sie im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf zu tragen

    Für alle Maßnahmen gilt: Sollten die Infektionen wieder steigen, müssen diese Lockerungen sofort wieder rückgängig gemacht werden.

  • 14. April 2020: Ministerpräsidentin gibt Update zur Corona-Lage

    Bevor sich die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch mit der Bundeskanzlerin über die Weiterführung der Corona-Maßnahmen beraten, klärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig noch einmal über die aktuelle Lage im Land auf.

    Sie sei froh, sagen zu können, dass der Anstieg der Infektionen weiterhin nur gering ist. Damit sei das erste Etappenziel der Maßnahmen erreicht: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Infektionsketten wieder nachvollziehen können. Zudem habe sich der Ansteckungsfaktor von über 1 auf unter 1 reduziert.

    Dies sei eine gute Grundlage, um die zweite Etappe einzuläuten. Heißt, man könne nun ernsthaft über Lockerungsmaßnahmen diskutieren. Es muss aber sichergestellt werden, dass dadurch die Ansteckungsrate nicht wieder steigt. Dort, wo Abstand nicht eingehalten werden kann, müsse man über neue Schutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mundschutzes nachdenken.

    Allerdings kann nicht davon ausgegangen werden mit Stichtag 20. April 2020 wieder komplett zu einem normalen Leben zurückzukehren. Öffnungen von Geschäften, Kitas und Schulen müssen schrittweise und Begleitmaßnahmen erfolgen

  • 9. April 2020: Gericht stoppt Reiseverbot für Einheimische Mecklenburg-Vorpommerns

    Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald im Eilverfahren das Reiseverbot für Einheimische Mecklenburg-Vorpommerns auf die Inseln und an die Strände des Landes gekippt. Nachdem die Regeln erst am Mittwoch präzisiert worden waren, kommt dieser Beschluss überraschend. Nun wird der betreffende Paragraf 4a aus der Verordnung gestrichen und Tagesausflüge über Ostern wären somit wieder möglich. Eine Begründung für diese Entscheidung liegt noch nicht vor.

    Auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig stellt in einer Pressekonferenz am Abend noch einmal klar, dass das Verbot zwar aufgehoben ist, die Reduktion der Kontakte aber trotzdem oberstes Gebot bleibt. Von Reisen und Ausflügen und unvermeidbaren Besuchen riet sie trotzdem ab. Man vertraue jetzt auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Zudem bleibe das Kontaktverbot bestehen.

  • 3. April 2020: Landesregierung veröffentlicht Bußgeldkatalog

    Wer gegen die SARS-CoV-2 Bekämpfungsverordnung verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. 21 Delikte umfasst der Bußgeldkatalog und die Strafen belaufen sich auf 150 bis 5000 Euro. Im Wiederholungsfall können sogar Strafen von bis zu 25.000 Euro fällig werden. 

    Und das sind die einzelnen Punkte:

    • § 1 Abs.1 Unzulässiger Betrieb der Verkaufsstelle. Betriebsinhaber/in 2000 - 5000 Euro
    • § 1 Abs.2 Unzulässiger Betrieb des Bau-oder Gartenmarktes: Betriebsinhaber/in 5000 Euro
    • § 1 Abs.4 Unzulässiger Betrieb des Dienstleistungsbetriebs: Betriebsinhaber/in 1000 - 2000 Euro
    • § 1 Abs.5 Nichteinhalten der Auflagen: Betriebsinhaber/in 500 - 1000 Euro
    • § 1 Abs.7 Unzulässiger Betrieb der aufgeführten Einrichtungen: Betriebsinhaber/in 2000 - 5000 Euro
    • § 1 a Abs.1 S.2 Nichteinhalten des Abstandes: Jede/r Beteiligte 150 Euro
    • § 1 a Abs. 2 Verstoß gegen Regelung zum Aufenthalt im öffentlichen Raum: Jede/r Beteiligte 150 Euro
    • § 2 Abs.1 Betrieb einer Gaststätte: Gaststättenbetreiber/in 150 - 5000 Euro
    • § 2 Abs.2 Nichteinhalten der Auflagen: Betriebsinhaber/in 500 - 1000 Euro
    • § 2 Abs.4 Nichteinhalten der Auflagen: Betriebsinhaber/in 150 - 500 Euro
    • § 3 Satz 1 Beherbergung von Personen zu touristischen Zwecken: Betreiber/in der Beherbergungsstätte, bei juristischen Personen Geschäftsführung o.ä. 5000 Euro
    • § 3 Satz 2 Nichtabreise: Gast 500 Euro
    • § 4 Abs.1 Verbotenes Reisen in das Gebiet des Landes MecklenburgVorpommern: Reisender, Reisende 150 - 2000 Euro
    • § 4 Abs. 7 Verbotenes Reisen nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage: Reisender, Reisende 150 – 2000 Euro
    • § 4 Abs. 8 Nichtabreise trotz Vorliegens der Abreisepflicht: Reisender, Reisende 150 - 2000 Euro
    • § 5 Abs.1 Besuch von stationärer oder teilstationärer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe nach Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage: Besucher, Besucherin 150 - 1000 Euro
    • § 5 Abs.2 S. 1 Verstoß gegen die Prüfpflicht: Inhaber/in der Institution 1000 Euro
    • § 5 Abs.2 S. 2 Verstoß gegen Listenführungspflicht: Inhaber/in der Institution 1000 Euro
    • § 5 a Abs. 1 Nichteinhalten der Auflagen: Sitzungsleiter/in 150 - 500 Euro
    • § 6 Abs.1 Teilnahme an verbotenen Veranstaltungen, Ansammlungen oder Versammlungen: Jede/r Beteiligte 150 - 500 Euro
    • § 6 Abs.3 Nichteinhalten der Auflagen bei erlaubten Veranstaltungen: Veranstalter/in der erlaubten Veranstaltung 500 Euro
  • 2. April 2020: Maßnahmen für Ausflüge über Ostern verschärft

    Um einem Besucherstrom auch innerhalb des Landes entgegenzuwirken, werden die Maßnahmen zur Kontaktsperre noch einmal verschärft bzw. wurde von Ministerpräsidentin Schwesig dringend dazu aufgerufen, nicht relevante Besuche zu unterlassen.

    Demzufolge werden an den Zufahrten zu den Inseln wieder Kontrollen eingerichtet und auch an den touristischen Zielen innerhalb des Festlandes soll es entsprechende Kontrollen oder Polizei-Durchsagen geben.

    Osterspaziergänge sollten nach Möglichkeit "vor der eigenen Haustür" unternommen werden, so Schwesig.

    Zudem gelten über das Osterwochenende auch für Einheimische Mecklenburg-Vorpommerns strengere Regeln. Osterausflüge sollen vermieden werden und deshalb dürfen sie nun folgende beliebte Orte ebenfalls nicht besuchen, wenn sie nicht dort gemeldet sind - das gilt von Freitag, 10. April 2020, 00.00 Uhr bis Montag, 13. April 2020, 24.00 Uhr:

    • Ostseeinseln Usedom, Rügen, Hiddensee, Poel, Halbinsel Fischland Darß Zingst,
    • Gebiete der an der Ostsee gelegenen Städte und Gemeinden, einschließlich der Sund- und Boddengewässer sowie der Haffe und Wieken
    • Stadt Waren an der Müritz
    • Ämter Malchow, Malchin am Kummerower See, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Röbel-Müritz, Seenlandschaft Waren und die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft 
  • 24. März 2020: Schutzfonds für Unternehmer in MV

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Unternehmern und Arbeitgebern einen Schutzfonds von 1,1 Milliarden Euro zugesagt, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus auffangen zu können. Dieser beinhaltet zum Beispiel

    • 60 Millionen Euro für die Gesundheitsversorgung
    • 60.000 Klein- und Kleinstunternehmen bekommen ab 25. März 2020 Soforthilfe - Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern erhalten 9.000 Euro, Firmen mit sechs bis zehn Mitarbeitern bekommen 15.000 Euro, Firmen von 11 bis 24 Mitarbeiter erhalten 25.000 Euro und Unternehmen mit 25 bis 49 Mitarbeitern 40.000 für drei Monate (HIER geht es zum Antragsformular vom Landesförderinstitut MV)
    • Kultureinrichtungen und Ehrenämter werden mit 20 Millionen Euro unterstützt 
    • Handlungsgfähigkeit öffentlicher Einrichtungen soll mit 20 Millionen Euro unterstützt werden
    • Lohnfortzahlung soll mit 70 Millionen Euro unterstützt werden
    • es gibt einen Puffer von 100 Millionen Euro, um auf weitere Auswirkungen des Coronavirus reagieren zu können
  • 22. März 2020: Kontaktverbot in Mecklenburg-Vorpommern

    Bund und Länder haben sich auf ein Kontaktverbot von mehr als 2 Personen geeinigt. Das gilt nicht für Familien, die in einem Haushalt leben, sogenannte Kernfamilien, und auch für Arbeitsplätze gelten besondere Regeln. 

    Jedes Bundesland wird die Verbote allerdings seinen regionalen Bedingungen anpassen. Wie die für unser Land aussehen, ist bisher noch nicht bekannt. In Kraft treten sie aber zum 23. März 2020 und sollen erst einmal für mindestens 2 Wochen anhalten.

    Im Allgemeinen bedeutet das aber:

    • soziale Kontakte über die Kernfamilie hinaus sollen innerhalb und außerhalb der vier Wände unterbunden werden oder sind auf ein nötiges Minimum zu reduzieren
    • Heißt: Spaziergänge etc. sind entweder nur noch innerhalb der Familie erlaubt oder mit maximal einer weiteren Person, die nicht zwingend aus der Familie oder dem Haushalt stammen muss
    • Familienmitglieder, die ihren Erstwohnsitz nicht in MV haben, dürfen Mitglieder der Kernfamilie weiterhin besuchen (aus triftigen Gründen), so lange sie nicht aus einem Risikogebiet kommen.
    • in der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von mindestens 1,5  Metern zu halten
    • nun sollen auch Friseure, Kosmetik-, Massage- und Tattoo-Studios geschlossen bleiben
    • medizinische notwendige Behandlungen (zum Beispiel Fußpflege bei Diabetikern) sind weiterhin erlaubt
    • Bau- und Gartenmärkte müssen jetzt auch geschlossen bleiben, dürfen aber ebenfalls einen Abhol- oder Lieferservice einrichten
    • Einkäufe, Arztbesuche und der Weg zur Arbeit sind auch weiterhin möglich und erlaubt
    • auch in Bus und Bahn gilt dieses Kontaktverbot nicht, aber auch hier soll auf den Mindestabstand zueinander geachtet werden
    • Ansammlungen und Gruppenbildungen in der Öffentlichkeit sind untersagt und werden durch die Behörden geahndet
    • in allen Betrieben sind hygienische Schutzmaßnahmen einzuhalten bzw. einzurichten

    Bundeskanzlerin Angela Merkel meinte dazu in einer Pressekonferenz, dass nun "unser Verhalten das wirksamste Mittel" sei. 

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig außerdem noch in einer Pressemitteilung:

    Wir danken den Beschäftigten im Gesundheitssystem, im öffentlichen Dienst und in den Branchen, die das tägliche Leben aufrechterhalten wie zum Beispiel Verkäuferinnen und Verkäufer sowie allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihre Bereitschaft, sich an diese Regeln zu halten, um die Verbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen.

  • 20. März 2020: Cafés & Restaurants im Land müssen schließen

    Bayern legte vor, wenige Stunden zog unter anderem auch Mecklenburg-Vorpommern nach: Ab Samstagabend (21. März 2020), 18 Uhr schließen alle gastronomischen Einrichtungen und dürfen nur noch Lieferservice oder Take out anbieten.Dies verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Freitagabend nach einer Beratung mit der Tourismuswirtschaft und dem Hotel- und Gaststättenverband und begründete:

    Das ist notwendig geworden, weil sich das Coronavirus weiter ausbreitet und wir weiter die sozialen Kontakte einschränken müssen.

     

  • 16. März 2020: Shutdown-Maßnahmen jetzt auch für MV

    Jetzt greift auch die deutsche Regierung durch und hat zusammen mit den Ministern der Bundesländer einen umfassenden Shutdown-Plan beschlossen.

    Das sind die wichtigsten Punkte:

    • Geöffnet bleiben grundsätzlich alle Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Postfilialen, Zeitungskiosks, Reinigungen, Waschsalons, Großhandel und Wochenmärkte - Sonntagsverkaufsverbote für diese Läden sollen ausgesetzt werden
    • andere Geschäfte des Einzelhandels schließen ab 18. März 2020, 6 Uhr
    • Strenge Zutrittsregeln für Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte
    • Restaurants und Gaststätten müssen schließen, dürfen lediglich Lieferservice anbieten
    • Übernachtungen in Hotels, Pensionen, etc. dürfen ausdrücklich nicht touristisch, sondern lediglich dienstlich genutzt werden können - Touristen wurden gebeten, ihren Urlaub bis zum 19. März 2020 abzubrechen - das gilt für die Inseln UND fürs Festland
    • Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben geöffnet (strengere Hygienische Anforderungen)
    • Geschlossen werden: Bars, Clubs, Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und Messen, Freizeit- und Tierparks sowie alle Einrichtungen die Freizeitaktivitäten drinnen und draußen anbieten, Spielhallen- und -banken, Wettbüros, Bordelle, Sportanlagen, Schwimmbäder, Spielplätze, Fitnessstudios und andere Geschäfte des Einzelhandels (auch Outlet-Center)
    • Folgende Stätten der Zusammenkunft sollen ebenfalls geschlossen bleiben: Vereine, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Volkshochschulen, Musikschulen, andere Bildungseinrichtungen, Kirchen, Moscheen, Synagogen und Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften
    • Empfohlen wird: Neuregelung für Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel machte dazu am Montag, dem 16. März 2020 in einer Pressekonferenz noch einmal deutlich, dass diese "einschneidenden Maßnahmen im Moment absolut notwendig sind, um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern." Allen Ministern war dabei wichtig, dass die Maßnahmen einheitlich durchgesetzt werden.

    Am 18. März 2020 richtete sich die Bundeskanzlerin in einer historischen Ansprache an die deutsche Bevölkerung und rief noch einmal dazu auf, alle Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen ernst zu nehmen: "Es ist ernst! Nehmen Sie es auch ernst!"

    Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier trat am 19. März 2020 ebenfalls vor die Presse und äußerte sich dazu, wie die Corona-Epidemie in unserem Land eingedämmt werden soll und wie man die Maßnahmen umsetzen will.

    "Jeder Bürger hat alles zu unterlassen, was die Gesundheit gefährdet“, so Caffier. Deshalb gibt es ab 20. März 2020 verstärkt Kontrollen an den Hauptverkehrszufahrtstraßen (nicht an den Autobahnen). Hier werden vorrangig Autos mit landesfremden Kennzeichen kontrolliert. Wenn kein plausibler Grund für eine Fahrt ins Land vorliegt, wird derjenige abgewiesen.

    Im Landesinneren sowie an Wasserstraßen und Sportboothäfen wird es ebenfalls verstärkt Kontrollen geben.

    Die Autobahnauffahrten werden hingegen verengt und an den Zufahrten werden Hinweisschilder aufgestellt, nicht ins Land zu reisen. Auch hier wird es stichprobenartig Kontrollen geben.

    Wer sich der Aufforderung der Behörden oder der Polizei widersetzt, muss mit teils empfindlichen Strafen rechnen, die sich nach dem Infektionsschutzgesetz richten.

  • 15. März 2020: Diese Reisebeschränkungen gelten jetzt

    Achtung: Am 17. März 2020 hat Außenminister Heiko Maaß eine formelle Reisewarnung für alle touristischen Reisen ausgesprochen. Dienstreisen sollen vorerst weiter möglich sein.

    Für Touristen, die weltweit gestrandet sind, werden 50 Millionen Euro bereitgestellt, um diese schnellstmöglich zurückzuholen.

    Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wurden nicht nur weltweit Reisebeschränkungen eingeführt bzw. Grenzen gesperrt, sondern auch bei uns im Land kommt es nun für Touristen zu Einschränkungen.

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte am 15. März 2020 mitgeteilt, dass der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern "massiv eingeschränkt" werden muss. Deshalb würde man mit den Inseln anfangen und entsprechende Maßnahmen dann auch aufs Festland ausweiten.

    Urlauber werden gebeten, die Inseln der mecklenburgischen Ostseeküste zu verlassen, da vor allem die Gesundheitssysteme in den Regionen nicht darauf eingestellt sind, eine größere Menge Menschen zu behandeln, die sich mit dem Coronovirus infiziert haben. Manuela Schwesig dazu:

    Meine Bitte ist, dass alle verstehen, dass wir total gerne Tourismusland sind und unsere Gäste hier immer willkommen sind, dass wir aber zum Schutz der Bevölkerung und zum Schutz der Gäste gemeinsam in den nächsten Wochen alles dafür tun müssen, soweit wie möglich zu Hause zu bleiben und unser öffentliches Leben einzuschränken - und dazu gehört leider auch der Urlaub.

    Heißt: Es dürfen nur noch Menschen auf die Inseln, die dort ihren Erstwohnsitz haben oder dort arbeiten. Es sei zwar möglich, seine Verwandten zu besuchen, aber auch davon raten die zuständigen Behörden ab.

    Außerdem werden an den relevanten Autobahnauffahrten ins Land (A24/A20/A14/A19) Schilder aufgestellt, die ins Bewusstsein rufen sollen, dass es derzeit nicht förderlich ist, das Land aus touristischen Gründen zu bereisen. Diese stellen allerdings keine Verbote dar.

  • 13. März 2020: Schulen und Kindergärten im Land geschlossen

    Nachdem bis zum Wochenende alle Bundesländer außer Mecklenburg-Vorpommern beschlossen hatten, ihre Schulen und Kindergärten zu schließen, folgt nun auch die offizielle Bekanntmachung für unser Land. Nach einer Sonderkabinettssitzung in Schwerin wurde am Samstag von der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bekannt gegeben, dass Schulen, Universitäten und Kindergärten in GANZ MECKLENBURG-VORPOMMERN ab dem 16. März 2020 geschlossen werden. Dies gilt erst einmal bis zum 20. April 2020 und dient der Eindämmung bzw. "Entschleunigung" des Coronavirus.

    Das gilt für ALLE öffentlichen und privaten Schulen, auch Berufsschulen.

    • Schülerinnen und Schüler aller staatlichen und freien allgemein bildenden sowie beruflichen Schulen bleiben zu Hause.
    • Berufsschülerinnen und Berufsschüler in einer dualen Ausbildung sollen sich bei ihren Ausbildungsbetrieben melden

    Der Montag, 16. März 2020, wird als Übergangstag genutzt, sodass die Eltern sich organisieren können. Eltern, die dies noch nicht geklärt haben, können ihr Kind noch in die Schulen und Kitas bringen. Das gilt allerdings nur für die Klassen 1 bis 6 bzw. für Krippen- und Kindergartenkinder.

    Lehrer und Betreuer bleiben weiterhin im Dienst und übernehmen die Notfallbetreuung für Kinder von Eltern aus "wichtigen" Berufen.

    Wichtige Berufe sind:

    • Feuerwehr, Polizei, Strafvollzugsdienst, Rettungsdienst, medizinische Einrichtungen inklusive Apotheken, Justizeinrichtungen, ambulante und stationäre Pflegedienste, stationäre Betreuungseinrichtungen, Produktion und Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Lebens, kommunale Behörden, Landesbehörden, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Einrichtungen und kommunale Unternehmen (z. B. Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, ÖPNV)

    Lehrer über 60 Jahren sollen von zu Hause aus arbeiten und bei der weiteren Aufrechterhaltung des Unterrichts über Apps, Mails, etc. mitwirken. Auch das restliche Lehrpersonal wird in den kommenden Tagen darüber beraten, wie man anhand der elektronischen Möglichkeiten die Vermittlung des Lehrstoffes weiterführen kann.

    Die Schulen sind zudem telefonisch oder via Mail erreichbar.

Was müssen Eltern bei Schul- und Kita-Schliessungen beachten?

Es hängt von verschiedenen Umständen ab, ob Eltern Urlaub nehmen dürfen, wenn Schüler oder Kindergartenkinder zu Hause bleiben müssen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schreibt vor, dass zunächst seitens der Eltern abgeklärt werden muss, ob das Kind von Verwandten oder Bekannten betreut werden kann.

ACHTUNG: Oma und Opa, sollten sie schon älter sein, sollten möglichst nicht gebeten werden. Da besonders diese Altersgruppe geschützt werden muss.

Kann die Betreuung nicht sichergestellt werden, tritt das Leistungsverweigerungsgesetz (§ 616 Bürgerliches Gesetzbuch) in Kraft. Dieses besagt, dass der Arbeitnehmer wegen unumgänglicher Umstände von der Pflicht zu arbeiten befreit ist. In diesem Fall müssen Eltern keinen Urlaub nehmen, sondern können sich bei voller Bezahlung freistellen lassen. Der Zusatz „für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ wird allerdings nicht näher definiert, man geht aber in der Regel von maximal 5 Tagen aus.

ABER: Es kann sein, dass es im Arbeitsvertrag arbeits- oder tarifvertragliche Punkte gibt, die dieses Recht ausschließen.

Anders ist die Lage, wenn das Kind krank bzw. sogar selbst am Coronavirus erkrankt ist. Hier sieht das Sozialgesetzbuch 10 Tage pro Kind und Elternteil vor. Ist diese Zeit nicht ausreichend, haben gesetzlich Versicherte dann einen Anspruch auf Kinderkrankengeld, das von der Krankenkasse gezahlt wird. Wichtig: Das gilt nur für Kinder bis 12 Jahren.

In jedem Fall bietet es sich aber definitiv an, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen. Eventuell gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel:

  • Überstunden abbauen
  • Homeoffice
  • Urlaub
  • 11. März 2020: Alle Veranstaltungen im Land abgesagt

    Die Corona-Fälle in unserem Land steigen. Nun werden bis Ostern alle Veranstaltungen im Land abgesagt - unabhängig von der Teilnehmerzahl.

    Erst hat die Hansestadt Rostock und später auch das Land Mecklenburg-Vorpommern alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte ab einer Teilnehmerzahl von 1000 Personen untersagt. Dies gilt sowohl für private als auch für öffentliche Veranstaltungen. Ab einer Personenanzahl von 200 sollte eine Genehmigung vom zuständigen  Gesundheitsamt eingeholt werden. 

    Diese Veranstaltungen wurden bisher offiziell abgesagt bzw. verschoben:

    • 192. Barther Kinderfest - 6. Juni - Verschoben auf 12. September 2020
    • "Simply the Best" Schwerin - 06.04.2020 - bisher kein Nachholtermin
    • "Simply the Best" Rostock - 30.04.2020 - bisher kein Nachholtermin
    • Rostocker Ostermarkt - 05.04. bis 22.04.2020 
    • Vorstellungen des Mecklenburgischen Staatstheaters - bis zum 20. April 2020
    • Sportlerball Stralsund - 17.04.2020
    • Rostock/Eishalle: Eishockey Oberliga Nord vorzeitig beendet
    • Basketball Rostock Seawolves Rostock/StadtHalle
    • Cavalluna Rostock/StadtHalle - 21.03. & 22.03.20 
    • Roland Kaiser Schwerin/Sport- und Kongresshalle - 28.03.20 (Ersatztermin: 14.05.20)
    • Roland Kaiser Neubrandenburg/Jahnsportforum - 02.04.20 (Ersatztermin: 28.05.20)
    • AutoTrend Rostock/HanseMesse - 03.04. bis 05.04.20
    • Spiele FC Hansa Rostock 
    • Konzerte "Festspielfrühling Rügen"
    • Bauen & Sanieren – Eigenheim Rostock Rostock/HanseMesse - 20.03. - 22.03.20
    • Santiano Neubrandenburg/Jahnsportforum - 26.03.20
    • Michael McDermott Heringsdorf - 26.03.20
    • Boot+Angeln Wassersport & Camping und Caravaning Rostock/HanseMesse - 27.03. - 29.03.20
    • Amigos Rostock/StadtHalle - 29.03.20
    • The Music of Star Wars Rostock/StadtHalle - 31.03.20
    • Rock Legenden Rostock/StadtHalle - 02.04.20
    • Das ist Wahnsinn Rostock/StadtHalle - 09.04.20

DIE WICHTIGSTEN FRAGEN & ANTWORTEN ZUM CORONAVIRUS

  • WAS IST DAS CORONAVIRUS & WIE WIRD ES ÜBERTRAGEN?

    Das neuartige Coronavirus ist Auslöser für Lungen­erkrankung und ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Erkrankung selbst nennt sich COVID-19 und der Erreger SARS-CoV-2.

    Das Corona-Virus wird über die sogenannte "Tröpfcheninfektion" von Mensch zu Mensch übertragen. Zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Wie bei einer Grippe ist eine Übertragung aber auch über die Hände möglich. Wer Symptome hat und zuvor in einem Risikogebiet war, sollte Kontakte zu anderen Personen vermeiden und erst nach telefonischer Anmeldung einen Arzt aufsuchen.

Die besten Tipps zur Corona-Vorsorge von Sonnenschein Edda

Was man tun kann, um sich möglichst gut vor einer Ansteckung mit Corona- aber auch Grippeviren zu schützen, verrät Sonnenschein Edda vom "Guten Morgen aus Mecklenburg-Vorpommern". Die Tipps, mit denen man wirklich jeden Viren den Kampf ansagt, gibt es hier zum Anhören:

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  • WELCHE SYMPTOME GIBT ES?

    Fieber und Husten sind beim Coronavirus die häufigsten Symptome. Inzwischen hört man auch viel vom Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

    Die Krankheits­verläufe sind allerdings vielfältig und variieren extrem. Daher lassen sich keine allgemein­gültigen Aussagen zu einem typischen Krankheits­verlauf machen.

    Es ist nämlich auch möglich, dass die Coronavirus-Infektion ohne Symptome verläuft. Allerdings kann es auch zu schweren Lungenentzündungen mit Lungen­versagen führen. Auch ein daraus resultierender Tod ist möglich.

  • WAS SOLLTE BEIM AUFTRETEN VON SYMPTOMEN GETAN WERDEN?

    Die Wahrscheinlichkeit, bei diesen Symptomen eine „normale“ Grippe zu haben, ist um ein vielfaches höher. Wichtig ist trotzdem: Den Arzt nicht ohne Voranmeldung aufsuchen, um eine Ansteckung für andere Patienten zu verhindern. Rufen Sie an und besprechen Sie mit Ihrem Arzt das weitere Vorgehen. Wenn dieser beschließt, dass es einen Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion gibt, wird dieser Sie an ein Testzentrum überweisen. Dort wird der Test dann vorgenommen.

    Danach sollte man sich direkt nach Hause begeben und das Testergebnis abwarten. Doch bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich schon einmal selbst isolieren, also zu Hause bleiben, Kontakte meiden und eine gute Hygiene beachten.

  • WER MUSS BEI EINER CORONAVIRUS-INFEKTION INFORMIERT WERDEN?

    Informiert wird das Gesundheitsamt. Für Ärzte und Ärztinnen gilt diesbezüglich eine Meldepflicht. Auch das Labor muss seine Ergebnisse direkt an das zuständige Gesundheitsamt melden.

  • HIER BEFINDEN SICH CORONAVIRUS-TESTZENTREN
    • Gesundheitsamt Schwerin
    • Universitätsmedizin Rostock
    • Universitätsmedizin Greifswald
    • Gesundheitsamt Neustrelitz
    • Gesundheitsamt Ludwigslust 
    • Gesundheitsamt Parchim
    • Gesundheitsamt Güstrow
    • Wolken (Bützow)
    • Gesundheitsamt Pasewalk
    • Gesundheitsamt Stralsund
    • Gesundheitsamt Bergen auf Rügen
    • Grevesmühlen
  • CORONAVIRUS-HOTLINES
    • Zentrale Hotline des Gesundheitsministeriums: 0385/588 11 311 (Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr und an diesem Wochenende von 9 bis 17 Uhr)
    • Gesundheitsamt Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: (0395) 57087 - 5330
    • Landkreis Vorpommern-Greifswald: (03834) 8760 - 2300
    • Landkreis Nordwestmecklenburg: (03841) 3040 - 3000 (Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 17 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr)
    • Landeshauptstadt Schwerin: (0385) 545 - 3333 (Mo. bis Do. 8 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 12 Uhr)
    • Landkreis Rostock: (03843) 7556 - 9999 (von 7 und 22 Uhr)

    Außerdem gibt es neben vielen privaten Netzwerken über Social Media auch ein Helfertelefon des DRK Güstrow für den Landkreis Rostock. Unter der kostenfreien Nummer 0800 000 74 73 können sich all diejenigen melden, die bisher noch keine Hilfe gefunden haben oder verunsichert sind, welche Hilfe sie annehmen können. 

    Im Gegenzug können sich diejenigen, die gerne helfen wollen, unter folgender Mail-Adresse an das DRK Güstrow wenden: helfen@drk-guestrow.de

Interview mit Greifswalder Hygieniker

Prof. Dr. Nils-Olaf Hübner ist der leitende Krankenhaushygieniker der Universitätsklinik Greifswald. Unsere Antenne MV-Redakteurin Lisa Malicki hat ihm Ihre Fragen rund um das Corona-Virus gestellt. Seine Antworten hören Sie in diesem sehr interessanten Interview.

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