Wir streiken
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Alle Infos: wieder Warnstreik im Nahverkehr!

Wir fassen zusammen, wo gestreikt wird.

RSAG Betriebshof mit Straßenbahn aus der Luft
Joachim Kloock
RSAG Betriebshof mit Straßenbahn aus der Luft

Wieder Warnstreik im Nahverkehr

Alle Informationen übersichtlich zusammengefasst.

Am Dienstag den 25.02. und Mittwoch, den 26.02.2020, wird wieder einmal ein Streik im Nahverkehr für erhebliche Einschränkungen im Berufs- und Schulverkehr sorgen. Die von der Gewerkschaft ver.di flächendeckend angekündigten Warnstreiks im Bus- und Straßenbahnverkehr werden für ordentlich Chaos auf unseren Straßen und in den Haushalten schulpflichtiger Kinder führen. - Denn auch der Schülerverkehr ist wieder davon betroffen.

Verdi Streik
Verdi Streik

Das Bildungsministerium bestätigte, dass alle Schülerinnen und Schüler entschuldigt sind, wenn sie auf Bus und Straßenbahn angewiesen sind, die öffentlichen Verkehrsmittel aber nicht fahren. Natürlich findet der Unterricht in den Schulen von MV trotzdem wie gewohnt statt. Bitte informieren Sie die Schule, wenn Ihre Kinder Probleme haben, die Schule (pünktlich) zu erreichen.

Der Warnstreik soll ab Betriebsbeginn am Dienstag um 03.00 Uhr bis zum Ende des Betriebstag Mittwoch andauern. Die Fahrzeuge bleiben diesmal also gleich zwei ganze Tage in den Depots stehen.

Die konkrete Lage in unseren Landkreisen!

Klicken Sie auf Ihren Landkreis, um zu erfahren, inwieweit Ihr Nahverkehr vom Warnstreik am 25/26. Februar 2020 betroffen ist.

  • Landkreis Ludwigslust-Parchim

    Der Stadtverkehr Schwerin ist nicht betroffen.

    Die VLP Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH teilt mit, dass die Schülerbeförderung an beiden Tagen großflächig ausfällt.

    Soweit im Landkreis Ludwigslust-Parchim und im Amt Neuhaus andere Busunternehmen in Anspruch genommen werden (z.B. Omnibusbetrieb Kröger GmbH, Unser Roter Bus GmbH, Go Transporte Service GmbH, Transportgesellschaft mbH Lewitz), beachten Sie bitte, dass Umstiege in Ihrer Wegekette von und zu VLP-Verkehrsleistungen nicht stattfinden können.

    Nicht bestreikt werden Sonderfahrten (z.B. Tagesausflüge) und der Werksverkehr (z.B. Lebenshilfewerk Hagenow, Lewitz Werkstätten, Diakoniewerke Neues Ufer und Kloster Dobbertin).

    Bereits bestellte Rufbusleistungen werden durchgeführt. Im Zeitraum des Streiks werden keine neuen Bestellungen für Rufbus-Leistungen entgegengenommen.

    Sind Sie normalerweise mit der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH unterwegs, dann bekommen Sie unter der Telefonnummer 03883-61 61 0 Antworten bei Rückfragen..

     

  • Landkreis Nordwestmecklenburg

    Der NAHBUS und seinen Partnerunternehmen in Nordwestmecklenburg haben nun auch ihre Arbeit niedergelegt, Sie nehmen am 26.02. auch am Streik teil.

    Auf der Webseite der NAHBUS Nordwestmecklenburg GmbH bekommen Sie aktuelle Informationen zum Streik. Auch die Facebookseite des Unternehmens versorgt seine Kunden mit Informationen. Dazu können Sie auch die Kundenhotline anrufen: 0800-634 62 87

     

  • Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

    In Neustrelitz und Neubrandenburg wird am Mittwoch den 26.02. NICHT gestreikt.

    Man rechne damit, dass die Busse vor allem in Waren, Röbel, Friedland und Stavenhagen in den Depots bleiben. Wo die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG) vom Streik betroffen ist, erfahren Sie ab 6 Uhr unter der Mobilitätshotline 0395-351 76 350.

     

  • Landkreis und Hansestadt Rostock

    Die rebus Regionalbus Rostock GmbH hat sich mit folgendem Statement an seine Kunden gewandt:

    "Aufgrund des Aufrufes zum Warnstreik seitens der Gewerkschaft ver.di kommt es am Dienstag und Mittwoch (25./26. Februar) zu erheblichen Verkehrseinschränkungen im ÖPNV im Landkreis Rostock. Ein Großteil der Linienverkehre inklusive der Schülerverkehre können nicht erbracht werden."

    Allerdings schafft es Rebus wenigstens am Mittwoch ein paar Linien fahren zu lassen, dazu zählen:

    Linie 119 - Warnemünde / Lütten Klein Bad Doberan (nur bis 15:30 Uhr Rethwisch Schule)
    Linie 121 - Rostock - Bad Doberan / Rerik
    Linie 122 - Rethwisch / Lütten Klein - Bargeshagen - Bad-Doberan
    Linie 201 - Stadtverkehr Güstrow- Bauhof Nord- Markt-Bahnhof-Distelberg- Waldweg-Bahnhof-Markt-Bauhof Nord
    Linie 203 - Stadtverkehr Güstrow- Parumer Weg- Markt / Bahnhof
    Linie 250 - (SPNV / 2h Takt) Güstrow- Krakow am See / Linstow-Güstrow - (letzte Fahrt ab Güstrow ZOB 17:05 Uhr)

    Trotz Notfallfahrplan werden einige Fahrten auf den Linien 201, 203 und 250 betriebsbedingt ausfallen.

    Die Rostocker Straßenbahn AG wird ebenfalls keine Straßenbahnen einsetzen: "Für die Dauer des Streiks entfallen sämtliche Fahrten auf allen Straßenbahn- und Buslinien. Davon betroffen sind auch die beiden Nachtbuslinien F1 und F2. Der Fährverkehr ist vom Streik nicht betroffen."

    Die RSAG pflegt auch einen Twitter-Account, auf dem sie aktuelle Informationen teilt.

    Für Nachfragen gibt es folgende Servicerufnummern:

    Rebus-Kundencenter Rostock: 03843-6940 300
    Rebus-Kundencenter Güstrow: 03843-6940 400

    RSAG-Kundencenter Rostock: 0381-802-1900

    Für den Bereich Rostock: 03843-6940 311
    Für den Bereich Bad Doberan: 03843-6940 112
    Für den Bereich Güstrow: 03843-6940 212
    Für den Bereich Teterow / Gnoien: 03843-6940 511

  • Landkreis Vorpommern-Greifswald

    Zwar fahren die Busse im Umland von Greifswald, der Stadtbusverkehr in Greifswald fällt für die Dauer des Streiks jedoch aus. 

    Für Rückfragen steht die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH telefonisch in der Mobilitätszentrale zur Verfügung: 03834 / 53 24 24.

    Auch die Usedomer Bäderbahn ist vom Streik nicht betroffen.

     

  • Landkreis Vorpommern-Rügen

    Der Schulverkehr in Teilen vom Landkreis wird durch Subunternehmer aufrecht erhalten:

    Diese Linien werden trotz Generalstreik am Mittwoch befahren:

    Linie 12 - Bergen Busbahnhof - Sagard Schulstraße - 09:42/11:42/15:42 ab Bergen Busbahnhof  

    Linie 13 - Sagard Schulstraße - Bakenberg Strand - 10:20/16:20 ab Sagard 11:38/17:38 ab Bakenberg 12:43/18:43 ab Sagard Schulstraße

    Linie 14 - Sassnitz Busbahnhof - Kap Arkona - 07:22/13:57 ab Sassnitz 10:02/16:02 ab Pugarten 15:57 ab Kap Arkona

    Linie 20 - Serams - Bergen 07:01/14:01 ab Serams

    Linie 22 - Sassnitz Busbahnhof - Serams - 13:16 ab Sassnitz

    Linie 30 - Bergen Busbahnhof - Stralsund Strelapark/Zoo - 05:44/13:44 ab Bergen 08:32/15:32 ab Stralsund

    Linie 33 - Bergen Busbahnhof - Garz - 06:59/11:59 ab Bergen 07:40/12:40 ab Garz

    Linie 35 - Schaprode - Bergen Busbahnhof - 08:25/16:30 ab Schaprode 15:40 ab Bergen

    Linie 35+34+41 (durchgehender Bus) Bergen Busbahnhof - Gingst - Samstens - Bergen 08:27/13:52

    Linie 204 - Bad Sülze Scheunenviertel - Ribnitz Bahnhof West - ab 08:35/15:30 ab Bad Sülze 11:45/16:25 ab Ribnitz

    Ansonten gilt: im kommunalen Busverkehr im Landkreis Vorpommern-Rügen werden keine Busse der VVR Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen die Betriebshöfe verlassen können. Eine Bedienung der Stadt- und Ortsbusse ist ebenfalls nicht möglich.

    Das betrifft alle Betriebshöfe der VVR in Bergen auf Rügen, Stralsund, Ribnitz-Damgarten, Barth und Grimmen.

    Somit können nach jetzigem Kenntnisstand am 23.01.2020 im gesamten Bediengebiet der VVR keine Linienverkehrsleistungen angeboten werden."

    Infos zu Linien, die vielleicht doch noch bedient werden können, gibt es am Servicetelefon - von 5 bis 7 Uhr unter 038326 / 600 132 und ab 7 Uhr unter 038326 / 600 800.

    Bitte informieren Sie sich auch auf der Homepage der VVR, dort wird auf der Startseite ein aktueller Streikausfallmelder eingerichtet. 

     

RSAG Betriebshof mit Straßenbahn
Wikimedia Commons
RSAG Betriebshof mit Straßenbahn

Hintergrund

Hintergrund des Streiks ist ein Streit um höhere Löhne, mit Verweis auf den Ost-West-Gehaltsunterschied.

In der "Tarifrunde 2020" fordert ver.di etwa zwei Euro pro Stunde und weitere 100 Euro im Monat mehr für die Fahrerinnen und Fahrer. Als Beispiel nennt Gewerkschafter Pliete einen Gehaltsunterschied zwischen BusfahrerInnen in Mecklenburg-Vorpommern mit Ihren Kollegen und Kolleginnen in Schleswig-Holstein, die etwa 250 Euro mehr verdienen. Dies sei "30 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht mehr hinzunehmen." Es ist bereits der zweite Generalstreik bei uns im Land - bereits Ende Januar wurde ein Generalstreik durchgeführt. Die letzte Verhandlungsrunde am 17.02. verlief ohne Einigung, keine beteiligte Partei ist bereit ihm Ringen um einen Kompromiss große Zugeständnisse zu machen...

Planen Sie genug Zeit für Staus und Verkehrsbehinderungen auf unseren Straßen ein und seien Sie besonders achtsam. - Es werden nicht nur mehr Autos und Fußgänger unterwegs sein, sondern auch mehr Radfahrer, E-Roller und weitere motorisierte Zweiradfahrer. Alle aktuellen Entwicklungen hören Sie im Programm von Antenne MV.

Hat man Anrecht

Jeder Besitzer von Monats- und Jahreskarten kennt das Problem: Man zahlt die Pauschale trotzdem, obwohl gefühlt alle zwei Wochen gestreikt wird. Wir haben bei der Verbraucherzentrale nachgefragt, ob das rechtens ist, bzw. ob man sich einen finanziellen Ausgleich auszahlen lassen kann.

Generell hat der Bundes-Gerichtshof die Anbieter für Rückzahlungen aus der Pflicht genommen, Streik gelte als höhere Gewalt, für die die Verkehrsgesellschaften nichts können. Allerdings setzt sich die Verbraucherzentrale dafür ein, dass in bestimmten Fällen eben doch eine Rückzahlung anfallen kann. Laut der Verbraucherzentrale kann die Verkehrsgesellschaft, eben doch etwas dafür wenn gestreikt wird, sie könnten ja schließlich auch für angemessene Löhne sorgen.

Grundsätzlich gilt: Einen Antrag auf Rückzahlung direkt bei ihrem Anbieter zu stellen kann nicht schaden, es gab nämlich durchaus auch schon Fälle bei denen eine Rückzahlung stattgefunden hat.