Antenne MV 100 Dinge Hiddensee Teaser
Antenne MV 100 Dinge Hiddensee Teaser

100 Dinge in MV: Inseln, Orte & Gebäude

Ob Hiddensee, alte Gutshäuser oder beeindruckende bauten - auch diese Orte können Sie in Mecklenburg-Vorpommern entdecken.

Unmotorisiertes Inselleben auf Hiddensee

Antenne MV 100 Dinge Hiddensee
Antenne MV 100 Dinge Hiddensee

„Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Gerade". Diese mathematische Regel gilt auf den Wasserstraßen vor Hiddensee nicht. Im Zickzackkurs zwischen den grünen und roten Tonnen des Fahrwassers hindurch geht es nach Vitte, Neuendorf oder Kloster. So ist schon die Anreise nach Hiddensee, der schmalen Nachbarin der größten deutschen Insel, Rügen, ein ganz besonderes Erlebnis.

Anfahrt:

  • Zu erreichen ist die Insel Hiddensee von Stralsund und von Schaprode auf Rügen mit Personenfähren der Reederei Hiddensee. Die legen in Kloster, Vitte und Neuendorf an. In der Sommersaison bestehen weitere Verbindungen von Ralswiek, Breege oder Wiek auf Rügen sowie von Zingst. Außerdem gibt es zahlreiche Wassertaxiverbindungen vom Festland und von der Insel Rügen.
  • www.reederei-hiddensee.de

 

Mit dem Geruch von frisch geräuchertem Fisch, dem Blick auf Reetdächer und eine Galerie von kleinen Fahrradanhängern werden Sie auf der Insel begrüßt. So werden Ihre Koffer zur Ferienwohnung oder Pension gebracht, denn Autos gibt es hier nur für Müllabfuhr, Krankenwagen oder Polizei, inzwischen auch elektrisch und leise. Die Insel will erwandert oder mit dem Fahrrad bzw. Skate- oder Longboard entdeckt werden. Das geht super, denn die Fahrradwege sind fantastisch. Mit dem Wind in Gesicht oder Rücken fahren Sie auf dem Deich in Richtung Norden zu einem der Wahrzeichen der Insel - dem Leuchtturm auf dem Dornbusch. Er markiert deren höchsten Punkt und ist beliebtes Fotomotiv.

Von dort führt die Radtour an den Schilfrohrdächern der Ferienhäuser oder den als Kunstgalerie genutzten ehemaligen Fischerhäusern vorbei. Cafes bieten hausgemachten Kuchen, urige Restaurants frische Scholle oder Dorsch aus der Ostsee. Zum Baden hält man an einem der schneeweißen Strandabschnitte an der westlichen Inselseite an. Tagesurlauber sollten bei so vielen Eindrücken nicht die Abfahrt der letzten Fähre oder des schnellen Wassertaxis verpassen! Übernachtungen auf Hiddensee sind begehrt und gerade in der Hauptsaison spontan schwer zu bekommen.

Antenne MV-Tipp: Zahlreiche Künstler und Promis haben auf Hiddensee gelebt oder wohnen aktuell noch hier. Zu beliebten Anlaufpunkten gehören unter anderem die Häuser von Stummfilmstar Asta Nielsen oder Schriftsteller Gerhart Hauptmann, in denen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.

Sich wie der König der Insel fühlen

Antenne MV 100 Dinge Granitz
Antenne MV 100 Dinge Granitz

Inmitten eines alten, romantischen Buchenwalds im Südosten der Insel Rügen befindet sich eins der imposantesten Bauwerke in Norddeutschland, das Jagdschloss Granitz. Erbaut wurde es ab 1837 von dem Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer auf dem 107 Meter hohen Tempelberg. Durch die exponierte Lage Ist der 38 Meter hohe Mittelturm auch aus großer Entfernung sichtbar.

Information:

Öffnungszeiten:

  • Januar bis März: Di bis So 10 bis 16 Uhr, April täglich 10 bis 17 Uhr, Mai bis September täglich 10 bis 18 Uhr, Oktober täglich 10 bis 17 Uhr, November / Dezember Di bis So 10 bis 16 Uhr

Eintritt:

  • Erwachsene 6 Euro, Kinder unter 18 Jahre Eintritt frei

Anfahrt:

  • Rasender Roland bis Haltepunkt Jagdschloss. Alternativ: Zubringer-Bahn vom Parkplatz Binz-Ost oder Seebrücke. Zu Fuß von Binz-Ost ca. 2 km

 

Das Schloss hat einen viereckigen Grundriss mit einem Turm an jeder Ecke und einem in der Mitte. Dieser wurde von dem berühmten preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel entworfen und erst später errichtet. Im Innern des Turms brauchen Sie etwas Mut, vor allem, wenn sie Höhenangst haben. Über 154 Stufen führt Sie eine gusseiserne, freitragende Wendeltreppe nach oben. Sie gilt als Meisterwerk des Eisengusses. Das Besondere: Die Stufen bestehen aus einzelnen Ornamenten, die beständig den Blick nach unten freigeben. Die Belohnung für die Mühen wartet auf der Aussichtsplattform. Von hier haben Sie eine sensationelle Aussicht über die Insel und die Ostsee, je nach Wetter blicken Sie bis Stralsund und erkennen vielleicht sogar die Insel Usedom am Horizont. Ein König hat hier zwar nie residiert, aber königlich ist dieser Weitblick allemal.

Ein weiteres Highlight befindet sich ganz unten, im Keller ist eine historische Brennerei eingerichtet. Außerdem gibt es ein uriges Restaurant und mehrere Ausstellungen. Zahlreiche Trophäen zeugen vom Jagderfolg der früheren Besitzer und Gäste, historische Jagdwaffen demonstrieren die damalige Ausstattung der Jagdgesellschaften.

Zu erreichen ist das Jagdschloss Granitz am besten mit dem Rasenden Roland. Die historische Schmalspurbahn bringt Sie zudem gleich in die richtige Stimmung. Alternativ nehmen Sie von Binz aus den Jagdschlossexpress - eine kleine Bahn, die Sie gemütlich zum Schloss befördert. Mit dem Auto erreichen Sie das Gelände nicht - Ihren Wagen lassen Sie außerhalb des Waldstücks stehen, dann geht es das letzte Stück zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter.

Am gigantischen Koloss von Prora entlanglaufen

Antenne MV 100 Dinge Prora
Antenne MV 100 Dinge Prora

Ein monumentales Zeugnis der nationalsozialistischen Ideologie findet sich an einem der schönsten Strände der Insel Rügen im Binzer Ortsteil Prora. Hier entstand zwischen 1936 und 1939 ein viereinhalb Kilometer langer Ferienkomplex, sechs Stockwerke hoch: Über 20.000 Menschen hätten in dieser Anlage gleichzeitig Urlaub machen können, in 10.000 Zweibettzimmern mit Meerblick

Information:

Öffnungszeiten:

  • 7. bis 31. Januar 10 bis 16 Uhr, Februar 10 – 17 Uhr, ab dem 21. Mai 10 bis 18 Uhr, Juni, Juli, August täglich von 9:30 – 19 Uhr, September, Oktober täglich von 10 – 18 Uhr, November täglich 10 – 16 Uhr
  • Führungen über das Gelände tägl. um 11:15 und 14:00 Uhr.

Eintritt:

  • Dok-Zentrum: Erwachsene 6 Euro, Kinder unter 13 Jahren frei 

Anfahrt:

  • von Stralsund über die B96 (Rügenbrücke) auf die Insel Richtung Bergen. In Bergen rechts ab auf die B196. Nach ca. 10 km links Richtung Binz/Prora, Beschilderung folgen

 

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs stoppten die Bauarbeiten. Acht Bettenhäuser, Teile eines zentralen Festplatzes und die geplante Kaianlage für Urlaubsschiffe waren im Rohbau fertig. Wie die gut 12 Quadratmeter großen Gästezimmer hätten aussehen sollen, können Sie sich ansehen, eins ist im KdF-Museum zur Besichtigung hergerichtet und gibt einen plastischen Eindruck, wie sich Gleichschaltung auch in den Ferien ausdrückte.

Ausführliche Informationen über die Geschichte des einstigen KdF-Bades bekommen Sie im Dokumentationszentrum Prora, es eignet sich hervorragend als erste Anlaufstelle. Ebenfalls empfehlenswert ist das DDR-Museum, das sich unterschiedlichen geschlossenen Themenbereichen widmet. Der Koloss von Prora wurde nämlich nach 1949 weiterhin genutzt - von der Volkspolizei, der NVA und später von der Bundeswehr. In Sonderausstellungen erleben Sie DDR-Technik von der Küchenmaschine über Kameras bis zu Fernsehern, außerdem finden Sie eine Sammlung alter DDR-Motorräder. Die verschiedenen Museen und Ausstellungen zeigen ein beeindruckendes Bild von der Geschichte dieses Ortes.

Nachdem sich 20 Jahre lang kein Käufer für den gesamten Komplex fand, verkaufte der Bund die Blöcke ab 2004 einzeln, größtenteils an Privatinvestoren, die Luxusappartements und Ferienwohnungen bauen. Ein Block ging an den Landkreis, der hier die größte und modernste Jugendherberge des Landes errichtete. So finden Sie in Prora ein einmaliges Nebeneinander von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, eine Mischung von geschichtsbewussten Museumsbesuchern und unbedarften Schulklassen, die von hier aus die Insel erkunden

Auf Rügen an einem Tag die Welt umreisen

Antenne MV 100 Dinge Gingst
Antenne MV 100 Dinge Gingst

Wer kann schon behaupten, an einem Tag die Pariser Kirche Notre-Dame, die Chinesische Mauer, den schiefen Turm von Pisa und die New Yorker Freiheitsstatue gesehen zu haben? Im Rügenpark Gingst geht das, wenngleich die Gebäude im Maßstab 1:25 nachgebaut sind. Bis zu neun Meter hoch sind die Modelle, die mit viel Liebe zum Detail errichtet wurden.

Information:

Öffnungszeiten:

  • 22. Juni bis 23. August 2020 tägl. 10 bis 18 Uhr, 24. August bis 1. November 2020 10 bis 17 Uhr, montags Ruhetag

Eintritt:

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre 9,90 Euro, Kinder nach Größe 3,00 Euro bis 7,90 Euro

Anfahrt:

  • A20, Abfahrt Stralsund/Rügen, dann B96 Richtung Samtens. Hier abbiegen Richtung Gingst. Der Park liegt am Ende des Ortes. 250 kostenlose Parkplätze, Hunde an der Leine können mit

 

Der Park ist eine Mischung aus Miniaturen berühmter Bauwerke dieser Welt und vielen Fun- und Fahrattraktionen eines Freizeitparks. Auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern erleben Sie hier die l:l-Nachbildungen von 100 internationalen Sehenswürdigkeiten. Zu den Höhepunkten gehört ein Modell der Insel Rügen mit allen Hotspots - es zeigt zum einen, wie zerklüftet die Insel tatsächlich ist und welche Sehenswürdigkeiten Sie unbedingt noch besuchen sollten, bevor der kostbare Urlaub wieder vorbei ist. Eine bewegliche Dinosauriernachbildung in Lebensgröße ist ein beliebtes Fotomotiv. Im Streichelzoo warten schnuckelige Schafe und zahme Ziegen.

Nachdem Sie die Familie vor dem Kreml, der Tower Bridge und den ägyptischen Pyramiden fotografiert haben, geht es in den Spaßbereich des Parks. Auf rund 15 Fahrgeschäften können Sie, aber vor allem die Kinder, rutschen, auf riesigen Hüpfkissen toben, schaukeln, eine Runde auf der mechanischen Pferdereitbahn drehen oder mit dem Gravity Coaster, einer Achterbahn, fahren. Es geht aber auch gemächlicher: Die Eisenbahn Emma lädt zum Rundkurs durch den Park. Die Nutzung der Fahrattraktionen ist im Eintrittspreis inbegriffen, und das Selbstbedienungsrestaurant im hinteren Teil des Parks hat alles, was Sie zur Stärkung zwischendurch oder hinterher brauchen.

Auf der längsten Seebrücke Deutschlands wandeln

Antenne MV 100 Dinge Seebrücke Heringsdorf
Antenne MV 100 Dinge Seebrücke Heringsdorf

Sie ist schon gewaltig, die Heringsdorfer Seebrücke mit ihren langen Geländern und den pyramidenförmigen Aufbauten in der Mitte und am Kopf der Brücke. 508 Meter misst die imposante Konstruktion, die sich von den Dünen bis weit hinein in die Ostsee zieht. Damit ist sie die längste Seebrücke in Deutschland.

Informationen:

Anfahrt: 

  • Von Norden über die A20, Abfahrt Gutzkow. Auf die B110 Richtung Anklam/Usedom, kurz vor Mellenthin auf die B111 Richtung Pudagla fahren und kurz hinter Pudagla Richtung Heringsdorf abbiegen. Von Süden über die A20, Abfahrt Pasewalk Süd. Auf die B109 bis Anklam/Usedom fahren, dann weiter auf der Insel die B110 nutzen, kurz vor Mellenthin auf die B111 Richtung Pudagla abbiegen und kurz hinter Pudagla Richtung Heringsdorf fahren.

Heringsdorf gehört neben Bansin und Ahlbeck zum touristischen Verbund der drei Kaiserbäder. Was heute die Badewanne der Berliner und Tausender anderer Urlauber ist, war vor 200 Jahren noch ein kleiner Fischerort. Neukrug hieß Heringsdorf damals, 1820. Zu der Zeit war Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. mit seinen Söhnen, darunter der spätere König Friedrich Wilhelm IV., zu Gast auf Usedom. Bei einem Ausflug zu den Fischern, die am Strand gerade Heringe aus den Netzen holten und einsalzten, gab der Kronprinz der kleinen Ansiedlung den Namen Heringsdorf. Von da an sollte der kleine Ort erblühen. Schon 1825 hatte Heringsdorf 113 Einwohner (!) und wurde offiziell Badeort.

Die erste Seebrücke Heringsdorfs war aus Holz, wurde 1893 fertiggestellt und war schon 500 Meter lang. Ein königliches Bauwerk mit dem Namen Kaiser-Wilhelm-Brücke. Sie hielt bis zum Zweiten Weltkrieg, verfiel und verschwand. 1995 entstand die neue Heringsdorfer Seebrücke. Jetzt aus Stahl, wieder über 500 Meter lang, davon 300 Meter überdacht. Das letzte Stück geht es „oben ohne", bevor Sie sich entscheiden können, ob Sie im Seebrückenrestaurant einkehren oder vom Schiffsanleger aus mit den Adlerschiffen auf Tour nach Swinemünde zur Hafenrundfahrt gehen. Einen tollen Ausblick hat man in jedem Fall: auf den mehr als 40 Meter breiten Sandstrand, der sich von Heringsdorf bis nach Peenemünde zieht, oder auf die Ostsee mit den vorbeifahrenden Schiffen am Horizont.

Zurück in Richtung Land warten mehr als drei Dutzend Geschäfte und weitere gastronomische Einrichtungen auf Ihren Besuch. Auf der Heringsdorfer Seebrücke können Sie sogar übernachten, mehrere Ferienwohnungen laden hier zum Erholen an einem der Hotspots der vorpommerschen Ostsee ein.

Über sieben Berge Burg Stargard umrunden

Antenne MV 100 Dinge Burg Stargard
Antenne MV 100 Dinge Burg Stargard

Ein Blick vom Bergfried über die Burgenstadt im Tale des kleinen Flüsschens Linde scheint den Besucher in ein Mittelgebirge zu versetzen. Der Wanderweg über die sieben, den Ort schützenden Berghügel führt nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten, sondern eröffnet auch abwechslungsreiche Aussichten über die Stadt, die der Herrschaft Stargard und dem Stargarder Land ihren Namen gab.

Information:

Öffnungszeiten:

  • März bis Oktober täglich 10 bis 17 Uhr.
  • Öffentliche Burgführung Samstag, Sonntag, Feiertag jeweils 14 Uhr, Treffpunkt an der Kasse in der Vorburg. Persönliche Führung möglich, Anmeldung unter Tel.: 039603-25355

Eintritt:

  • Burgturm 2 Euro, Museum 2 Euro, Kombi-Ticket 3 Euro, öffentliche Führung 3 Euro

Anfahrt:

  • A20, Abfahrt Neubrandenburg Ost, B104 Richtung Neubrandenburg, nach 8 km links Richtung Burg Stargard. Oder: A19, Abfahrt Waren/Müritz, B192 Richtung Neubrandenburg. In Neubrandenburg vom Ring auf B96 Richtung Neustrelitz, nach knapp 5 km links nach Burg Stargard

 

 

 

Über der Stadt thront die mittelalterliche Burg, die einzige erhaltene Höhenburg Norddeutschlands, die auch als ältestes weltliches Gebäude Mecklenburg-Vorpommerns gilt. Das Burggelände mit Vorburg und Hauptburg, dem alles überragenden Bergfried, den erhaltenen Burgtoren und dem sehenswerten Gebäudeensemble versetzen den Besucher direkt ins Mittelalter. Der weitläufige Burgpark, der detailgetreu angelegte Kraut- und Wurzgarten sowie der kleine Weinberg unterhalb des Bergfrieds mit seiner mittelalterlichen Pfahlerziehung laden zum Lustwandeln ein.

Schon 1508 wurde in Burg Stargard der erste Weinberg aufgerebt. Diese bis ins 19. Jahrhundert gepflegte Tradition setzt ein Winzerverein mit dem Weinbau auf der Burg und am Galgenberg seit 2001 erfolgreich fort. Rund 2.000 Flaschen Jahresproduktion weißer und roter Mecklenburger Landwein machen den Stargarder Wein zu einer großen Rarität. Im sehenswerten Burgenmuseum gibt die nördlichste Weinbauausstellung Deutschlands Einblicke in den Weinbau in Mecklenburg-Vorpommern und Norddeutschland.

Im August findet das Stargarder Burgfest statt: Hunderte Ritter, Burgfräulein, Gaukler, Händler und unzählige Komparsen erwecken ein Stück Landesgeschichte zum Leben. Im September gibt es den Altweibersommermarkt und am zweiten Advent verleben zahlreiche Gäste eine romantische Burgenweihnacht. Vom Burgberg führt ein gut ausgeschilderter, rund sechs Kilometer langer Wanderweg über den Klüschenberg, vorbei an der Jugendherberge zum Galgenberg, Töpferberg, Scheunsberg, Denkmalsberg und schließlich zum Windmüllerberg, der einen schönen Abschiedsblick auf die malerische Kleinstadt gewährt.

 

Ausflug ins Mittelalter

Antenne MV 100 Dinge Neubrandenburg
Antenne MV 100 Dinge Neubrandenburg

Wenn Sie Ihr Handy ausschalten und sich die Autogeräusche aus der nahen City Neubrandenburgs wegdenken, sind Sie plötzlich im Mittelalter und an der im 14. Jahrhundert gebauten Stadtmauer unterwegs. Diese ist schwer zu überwinden, denn die Feldsteine sind zu einer bis zu sechs Meter hohen, enorm dicken Mauer verbaut.

Information:

Bemerkung:

 

Über die Mauer sollte damals auch niemand gelangen, es sei denn, er hatte an einem der vier Tore von Neubrandenburg seinen Zoll bezahlt und kam in friedlicher Absicht. Heute ist die Mauer nicht nur an den vier Toren für Fußgänger offen, sondern gewährt auch an weiteren Stellen Autos, Lkw und Umzügen Durchlass. Um die 1248 gegründete Altstadt und die vier Tore zu entdecken, parkt man am besten entspannt in den beiden Tiefgaragen unter einem Einkaufszentrum und startet von da seinen Ausflug.

Das Friedländer Tor, das Neue Tor, das Stargarder Tor und das Treptower Tor sehen Sie auf Ihrer Runde um die Altstadt. Jedes der ursprünglich hölzernen Tore hat seinen Reiz und seine Geschichte. Bis vor gut 150 Jahren bestand übrigens Torzwang - über Nacht waren die Tore geschlossen.

Bevor es auf den knapp drei Kilometer langen Fußmarsch um Europas älteste erhaltene Feldstein-Stadtmauer geht, sollten Sie den Stolz der Neubrandenburger, die Konzertkirche, anschauen. In den Backstein hat der finnische Architekt Pekka Salminen einen schwebenden Zuschauerraum aus Metall und Glas gezaubert, der einen fantastischen Blick und ausgezeichnete Konzertakustik bietet. Wer sich traut, kann in den Glockenturm steigen und von da aus tolle Fotos schießen.

Zurück zum Wall, der um die Stadtmauer gebaut wurde. Er diente damals zum Schutz vor Feinden. Heute bieten die darauf stehenden Bäume Sonnenschutz. Ein Hingucker sind die Wiekhäuser, die wie Schwalbennester an der Mauer hängen. Bei der Verteidigung der Stadt spielten sie eine bedeutende Rolle: Feinde wurden lange vor Erreichen der Mauer gesehen und konnten entsprechend empfangen werden. Heute finden sich in den Wiekhäusern kleine Vereine und Ateliers, gemütliche Kneipen und Läden.

Auf Burg Penzlin im Hexenkeller gruseln

Antenne MV 100 Dinge Penzlin
Antenne MV 100 Dinge Penzlin

Von außen ein schönes Backsteingebäude, im Inneren ein Hexenkeller. Auf Burg Penzlin finden sich gruselige Werkzeuge und düstere Wände, die schaurige Geschichten aus dem Mittelalter erzählen könnten. Die Burg ist Fachmuseum für Alltagsmagie und Hexenverfolgungen in Mecklenburg

Information:

Öffnungszeiten:

  • Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr

Eintritt:

  • Erwachsene 5 Euro, Kinder ab 6 Jahre 3 Euro

Anfahrt:

  • A19, Abfahrt Waren, B192 Waren, Richtung Neubrandenburg. ca. 30 km östlich von Waren liegt Penzlin.

 

Die Penzliner Burg steht leicht erhöht zwischen Waren und Neubrandenburg. Gebaut wurde sie im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. Ihr dunkelstes Kapitel erfuhr sie im 16. und 17. Jahrhundert, zur Zeit der großen Hexenprozesse in Europa. Damals wurde der bekannte Folterkeller tief unter der Burg eingerichtet. Nach einer Folterprozessordnung wurden hier von Frauen, Männern, aber auch Kindern Geständnisse erzwungen. Wer die Torturen überlebte, wurde ins Hexenverlies sieben Meter unter der Erde gesperrt. Es ist einerseits gruselig, die schmerzhaften Folterinstrumente im Keller der Burg anzuschauen, andererseits aber auch interessant zu erfahren, nach welchen Regeln und mit welchen Zielen die Hexenverfolgung ablief. Darüber können Sie sich im oben liegenden Museum informieren.

Sehenswert ist zudem die Schwarzküche, in der große Töpfe über offenem Feuer hingen. Der riesige, zwölf Meter hohe Rauchfangmantel, dessen Wände über die Jahre schwarz geworden sind, ist in Norddeutschland einzigartig.

Lauschen Sie außerdem den auf der Burg lebenden Fledermäusen. Es ist beeindruckend, die mit Hilfe technischer Möglichkeiten sonst für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Schreie zu hören.

Folge 15 | 12/05/2019 | 4:36

Die Hexenburg Penzlin erleben

Daumen und Beinschrauben, die Streckbank oder das Verlies - im Mittelalter haben sich die Herrschenden einiges einfallen lassen, um Menschen gefügig zu machen. Dunkle Zeugen dieser Zeit können sie sich in der Burg Penzlin anschauen.
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