Antenne MV 100 Dinge Essen
Antenne MV 100 Dinge Essen

100 Dinge in MV: Essen und Trinken

Ob kurzer Tagesausflug oder ausgedehnter Wochenendtrip - ein leckerer Snack und ein kaltes Getränk gehören einfach dazu. Hier werden

Braukunst live erleben in Vielank

Antenne MV 100 Dinge Vielank
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Wo ist eigentlich Vielank? Nach Berlin sind es von hier 217 Kilometer, nach Hamburg 109 und selbst zur Landeshauptstadt Schwerin sind es noch 61 Kilometer. Doch der kleine Ort in der „griesen“ – der grauen – Gegend im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.

Information:

Öffnungszeiten:

  • Bierverkauf tägl. ab 8 Uhr
  • Gastronomie: Mo, Di 16-23 Uhr, Mi-So 8-23 Uhr

Anfahrt:

  • A24, Abfahrt Neustadt-Glewe, weiter über die B191 Richtung Dömitz, dann Richtung Vielank abbiegen

 

 

Berühmt ist Vielank vor allem durch das Bier, das hier nach dem deutschen Reinheitsgebot und ohne Konservierungsstoffe gebraut wird. Hinter vorgehaltener Hand soll einer der Braumeister mal gesagt haben: „Gesünder als mit unserem Bier können Sie sich nicht beschwipsen…!

Seit 2002 werden die Bierflaschen mit Bügelverschluss und mecklenburgischem Ochsen auf dem Etikett in der traditionellen Holzbierkiste verkauft. Die markanten Flaschen werden aber nicht nur mit Bier befüllt: Für die Lütten gibt es ganz neue Brause-Geschmackserlebnisse: Zur Auswahl stehen etwa Himbeer, Sanddorn oder Holunder.

Bei einer der beliebten Führungen wird Ihnen die aufregende Geschichte des Brauhauses erklärt. Natürlich muss anschließend gekostet und dazu lecker gegessen werden. Vielleicht ja ein Steak von einem der Ochsen, die nicht nur auf dem Etikett der Bierflasche, sondern auch auf der eigenen Weide des Brauhauses existieren.

Anschließend testen Sie vielleicht noch einen der im Haus gebrannten Liköre oder einen gut abgelagerten Whisky aus den Holzfässern im Keller. Fahren müssen Sie hinterher nicht mehr. Das Brauhaus vermietet 34 gemütliche Zimmer.

Folge 16 | 12/12/2019 | 3:17

Traditionelle Braukunst im Vielanker Brauhaus erleben und geniessen

Hier in Vielank kommt der Ochse nicht nur aufs Flaschenetikett, den Ochsen können sie auch verspeisen. Das und mehr hören sie im Podcast.
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Broiler essen in Warnemünde

Antenne MV 100 Dinge Broiler Bar
Antenne MV 100 Dinge Broiler Bar

Halbes Hähnchen vom Grill - das gibt es überall. Die Broiler in Warnemünde gehören in eine andere Liga: Fans sagen, sie sind die besten der Welt. Wer sich überzeugen will, muss zu Stoßzeiten etwas Zeit mitbringen - denn voll ist es eigentlich immer. Nach dem Essen werden Sie das verstehen.

Information:

Öffnungszeiten:

  • tägl. 11.30-22 Uhr, Sa, So ab 11 Uhr.
  • Tischreservierungen sind nicht möglich, es gibt bei Bedarf aber gemütliche Wartebereiche.

Anfahrt:

  • A20, Abfahrt 14 Rostock-West, dann auf die B103 bis Warnemünde. In Warnemünde links abbiegen auf die Fritz-Reuter-Straße. Oder A19, Richtung Seehafen bis zum Ende, weiter auf der Bl 05. Durch den Warnowtunnel (mautpflichtig) bis zur B103. Dort rechts Richtung Warnemünde. Tipp: Parkhaus nutzen.

 

Die „Grillstube Broiler" befindet sich im bekannten „Hotel Neptun". Was sie so legendär macht? Seit über 40 Jahren gibt es hier Broiler, und die Zeit scheint stehengeblieben zu sein. Im Stil der 1970er-Jahre mit dunklen Fliesen und rustikalen Möbeln - hier fühlt man sich wie auf einer Zeitreise. Zum Glück gilt das auch für den eigentlichen Zweck des Besuchs - den Broiler und die seit Jahrzehnten unveränderte Rezeptur.

Die Würzmischung ist natürlich geheim. Salz, Paprika und Pfeffer, so viel wird verraten, aber alles andere bleibt ebenso wie die Rezepte für die verschiedenen Dips unter Verschluss. Goldbraun und kross gegrillt, kommen die Broiler mit frisch zubereiteten Pommes umgehend vom Grill auf den Teller. Puszta-Sauce und Curry-Mayonnaise dazu, etwas Krautsalat, und dem Gaumenschmaus steht nichts mehr im Wege.

Zugegeben, die Qualität und der Kult haben ihren Preis. Man darf eben nicht vergessen, wo man is(s)t: In einem absoluten Kult-Grill in einem der bekanntesten Ferienorte an der Ostsee mit sensationellem Blick auf das Wasser und direkt am Strand. 

Erdbeeren und mehr in Karls Erlebnis-Dorf

Antenne MV Karls Kind Erdbeeren
Antenne MV Karls Kind Erdbeeren

Salzige Ostseeluft macht Erdbeeren süßer. Das glauben Sie nicht? Dann überzeugen Sie sich in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen bei Rostock und an seinen anderen Standorten in Koserow auf Usedom und Zirkow auf Rügen. Kilometerlange Erdbeerfelder sind das Markenzeichen dieses einzigartigen Dorfes, das weit mehr zu bieten hat als die roten Früchtchen

Information:

Öffnungszeiten:

  • tägl. 8-19 Uhr

Eintritt:

  • frei, einige Attraktionen sind kostenpflichtig.
  • Tipp: Tageskarte für alles

Anfahrt:

  • Auto: Rövershagen liegt direkt an der B105 östlich von Rostock.
  • Bus: Linie 118 Rostock-Graal-Müritz, Haltestelle Karls Erlebnis-Dorf

 

 

 

Wenn einer weiß, wie die rote Nuss schmecken muss, dann sind das die Experten in Karls Erlebnis-Dorf. Moment mal, die Nuss? Richtig gelesen, denn biologisch korrekt ist die Erdbeere eine Nuss - allerdings ohne Fett.

Seit nunmehr fast 100 Jahren baut das Familienunternehmen die Leckereien schon an - und das überaus erfolgreich. „Karls" wollte aber immer mehr sein als nur eine große Erdbeerplantage, und so kamen dem Betreiber, der Familie Dahl, in der fast 25-jährigen Geschichte des Erlebnisdorfs in Rövershagen immer wieder neue Ideen, die umgesetzt wurden. Aus dem Erdbeerhof wurde ein ganzes Erlebnisdorf. Herzstück sind sicher die vielen kleinen Manufakturen, in denen Sie mitmachen oder zuschauen können, wenn Bonbons, Schokolade, Kaffee, Seife, Wurst, Eis, Brot oder Marmelade traditionell hergestellt werden. Stadtkinder und auch Landeier von heute können zudem sehen, wie kleinere Haustiere artgerecht gehalten werden.

Die Scheunen mit ihren vielen praktischen und leckeren Produkten erinnern an den früheren Landhandel auf dem Dorf. Für Groß und Klein gibt es vielfältige Erlebnisse, etwa das Maislabyrinth, die Feld- und Traktorbahn, die Karlossos-Rutsche, die schon weltberühmte Eiszeit mit ihren atemberaubenden Eisskulpturen und die Unterwasserwelt von Fietes Schuppen-Schuppen. Hinzu kommen die vielen saisonalen Veranstaltungen. So darf sich im Grusel-Oktober ein bisschen gefürchtet werden, im Dezember bekommt das Dorf sein behaglich-weihnachtliches Flair und im Frühjahr um die Osterfeiertage sind die Hasen los. Bauernmärkte gibt es viele, Erlebnisparks erst recht. „Karls" aber ist die gelungene Symbiose aus beidem, gewürzt mit frischen Ideen und umhüllt vom Duft der Millionen Erdbeeren auf den Feldern gleich nebenan

Mecklenburger Rippenbraten und Schwedenbecher essen

Antenne MV 100 Dinge Rippenbraten
Antenne MV 100 Dinge Rippenbraten

Eine regionale Spezialität, die sich wegen der aufwendigen Zubereitung längst nicht mehr auf allen Speisekarten findet, ist der berühmte Mecklenburger Rippenbraten. Herzhaft, fruchtig, kalorienreich - und sooooo lecker!

Der deftige Braten kommt ursprünglich aus den ländlich geprägten Regionen des Landes und war ein Schlachtgericht für die Wintermonate. Typisch für Mecklenburg ist die auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination von deftigem Schweinebauch mit Backpflaumen und Äpfeln.

Zubereitet wird der Braten aus einem großen Stück Schweinerippe. In eine Tasche in dem Bratenstück werden saure Äpfel, Backpflaumen, Semmelbrösel oder Zwieback, Zucker und etwas Zimt gefüllt. Diese Tasche wird zugenäht und der Braten kommt für mehrere Stunden in den Ofen.

Serviert wird Rippenbraten unterschiedlich - einige schneiden Scheiben samt Füllung herunter. Andere öffnen die Tasche wieder und reichen die fruchtige Füllung als Beilage - neben Rotkohl und Salzkartoffeln. Nach einem Restaurant mit echtem Mecklenburger Rippenbraten auf der Karte lohnt es sich zu suchen. Am besten schmeckt er nach einem herbstlichen Spaziergang.

Ostalgische Nachspeise gewünscht? Dann vielleicht den Schwedenbecher - der Name soll auf den Sieg der schwedischen Eishockey-Nationalmannschaft gegen die Bundesrepublik bei den Olympischen Winterspielen in Oslo 1952 zurückgehen. Der frühere DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht soll sich über die Niederlage der BRD so sehr gefreut haben, dass man seinen Lieblingsnachtisch aus Vanilleeis, Apfelmus, Eierlikör und Sahne Schwedenbecher nannte.

 

Gut bürgerliche mecklenburgische Küche finden Sie in kleineren und größeren Orten des Landes. Leckeren Rippenbraten gibt es z.B. im „Restaurant Alter Schwede" in Wismar, im "Ratskeller 12" in Rostock, im „Historischen Ratskeller" in Waren/ Müritz, in den „Mudder-Schulten Stuben" in Neubrandenburg oder in der Gaststätte „Tau Helga" in Schwerin.

Wein vom nördlichsten Weinbaugebiet probieren

Antenne MV 100 Dinge Schloss Rattey
Antenne MV 100 Dinge Schloss Rattey

Ein wahrlich rarer Tropfen kommt aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Angebaut wird er auf den fünf Hektar des Schlossweinguts von Rattey und in der nördlichsten Weinbaustadt Deutschlands, Burg Stargard, die mit 0,25 Hektar zugleich das kleinste Weinbaugebiet in Deutschland ist.

Information:

Veranstaltungen:

  • Weinbergführungen und Verkostungen, im Juni Weinblütenfest, im September Winzerfest, im Oktober Ratteyer Weinlauf

Anfahrt:

  • A20, Abfahrt 34 Strasburg, dann Richtung Rattey oder A20 Abfahrt 33 Friedland, dann Richtung Friedland/ Rattey

 

 

 

Es klingt unglaublich, aber Weinbau hat in Mecklenburg eine fast 800 Jahre alte Tradition. Es waren die Zisterziensermönche, die den Weinbau mitbrachten, zunächst nach Schwerin, Güstrow und Neukloster. Vor 500 Jahren fanden weltliche Fürsten Gefallen am Weinbau und kultivierten die Reben auch in den hügligen Gebieten der Mecklenburgischen Seenplatte. Widrige Witterungsbedingungen und verbesserte Transportwege aus südlichen Gefilden brachten den Weinbau im Norden Mitte des 19. Jahrhunderts zum Erliegen. Um 1850 legte man den letzten mecklenburgischen Weinberg in Crivitz nahe Schwerin still. In der Kleinstadt erinnert heute nur noch die Weinbergstraße an die Zeit der mecklenburgischen Winzer.

Rund 150 Jahre später erlebte der Weinbau im Norden sein Comeback, als 1999 in Rattey die ersten Stöcke gesetzt wurden und zwei Jahre später die Winzer in Burg Stargard folgten. Sie läuteten die norddeutsche Weinbaurenaissance ein. Heute werden im Stargarder Land jährlich rund 30.000 Flaschen trockener und halbtrockener Weiß-, Rose und Rotwein von Rebsorten wie Phoenix, Solaris, Müller-Thurgau und Regent gekeltert. Ein besonderer Tropfen ist der fassgelagerte „Eikspon", der eine eingetragene Marke des größten norddeutschen Weinguts ist. Schloss Rattey ist heute ein romantisches Hotel in einem malerischen Schlosspark mit 700-jährigen Eichen und pittoresken Wasserläufen - nicht nur für Hochzeitsfotos eine traumhafte Kulisse, das Schloss hat nämlich ein eigenes Standesamt.

Traditionelle Fischerei auf dem Welshof Schliemann

Antenne MV 100 Dinge Welshof
Antenne MV 100 Dinge Welshof

Schon vor 5.000 Jahren wurde mit Harpunen, Speeren oder auch mit Netzen gefischt, Techniken, die sich teilweise bis in die Gegenwart gehalten haben. Auf dem Welshof in Faulenrost wird die Fischerei seit mehr als 80 Jahren im Familienbetrieb gelebt.

Information:

Anfahrt:

  • AI 9, Abfahrt Waren, B192 Richtung Waren. In Waren auf die Gievitzer Straße Richtung Gielow. Nach 18 km erreichen Sie die Gemeinde Faulenrost.

 

 

1935 fing die Fischerfamilie um Henny und Fritz Schliemann an, im Rittermannshagener See und der Ostpeene Fische zu fangen. Ein 2,20 Meter langer Wels aus dem eigenen See gab der Fischerei später den Namen „Welshof". Die Familie schaffte es, mit der Fischerei über Krieg, Bodenreform und DDR-Planwirtschaft zu kommen und den Welshof auch in der Marktwirtschaft erfolgreich zu führen. Heute können Sie den Fischern beim Ausladen und Sortieren des Fangs, bei der Pflege der Fanggeräte oder beim Räuchern zuschauen. Wer selber angelt, bekommt hier seine Angelkarte für die von der Familie bewirtschafteten Seen und Tipps, welcher Fisch gerade beißt. Aale, Hechte, Schleie, Barsche, Karpfen, Zander und Welse können Sie entweder auf dem Welshof einfrieren oder vom Räuchermeister frisch räuchern lassen.

Ein Bootsausflug ist in jedem Fall ein Erlebnis, selbst wenn die Fische nicht beißen. Und den Fisch bekommen Sie kaum irgendwo frischer auf den Teller. Der Zander, der morgens noch im See schwamm, liegt mittags auf dem Teller im Restaurant „Zum Fischer Fritz". Es wurde vom „Feinschmecker" 2010 zu einem der besten Fischrestaurants in Deutschland gekürt und hat seinen Namen vom Gründervater der Fischerei in Faulenrost, Fritz Schliemann.