Justizministerin Kuder plädiert für Härte geltender Gesetz
13.07.2010 - Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Uta-Maria Kuder hält nichts von Diskussionen über Strafverschärfungen bei Jugendgewalt. Geltende Strafenrahmen würden ausreichen, sagte sie dem Privatsender ANTENNE MV. «Meistens sind es Affekthandlungen, die schnell und unüberlegt passieren. Ich kann mir keinen Jugendlichen vorstellen, der sich überlegt, wenn für ein Tötungsdelikt zehn Jahre stehen, das Risiko dafür einzugehen.» Anders würde er sich auch nicht von abhalten lassen, wenn es statt zehn nun 15 Jahre wären, sagte die Justizministerin ANTENNE MV. «Es reicht aus, wenn der Strafrahmen, der vorhanden ist, auch ausgenutzt wird.» Grundsätzlich, so Uta-Maria Kuder, würde Strafe aber abschrecken. «Wenn etwas verboten ist, fällt bewusst die Entscheidung, dass ich so etwas nicht tue», sagte die Justizministerin in Schwerin weiter. In München stehen gerade zwei Jugendliche vor Gericht, die im September 2009 einen Mann zu Tode geprügelt haben soll, der auf einem Bahnhof in München Kinder vor Gewalt schützen wollte.< zurück
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