Nach Todescrash: «Pro Bahn» fordert Stoppschild
09.07.2010 - Nach dem zweiten schweren Unfall innerhalb von zwei Wochen auf Usedom fordert Mecklenburg-Vorpommerns Fahrgastverband «Pro Bahn» ein Stoppschild für unbeschrankte Bahnübergänge. Landesverbandsvorsitzender Marcel Drews sagte dem Privatsender ANTENNE MV «Wir als Fahrgastverband sind natürlich entsetzt, dass es immer wieder diese Unfälle gibt. Unsere Forderung besteht seit langem, dass man mit einer kostengünstigen Maßnahme, der Aufstellung eines Stoppschildes der Gefahr Einhalt gebietet.» Der Fahrgastverband werde nicht locker lassen mit seiner Forderung, dass die Straßenverkehrsordnung dementsprechend verändert werde, so Drews. «Wir hoffen darauf, dass es eine Neufassung gibt. Das wäre eine einfache Sache, in dem sich Bundestag und Bundesrat für das Stoppschild am Bahnübergang aussprechen.» Vorbilder für Stoppschilder gebe es in Europa einige. «In Österreich, Frankreich, Polen, Irland und auch Spanien sind Stoppschilder an unbeschrankten Übergängen Standard. Und auch in Deutschland wäre das angebracht, weil viele nicht wissen, was ein Andreaskreuz überhaupt bedeutet», sagte Marcel Drews vom Fahrgastverband «Pro Bahn» in Mecklenburg-Vorpommern ANTENNE MV. Am Donnerstag war ein Rostocker Rentner-Ehepaar bei Koserow von einem Zug der Bäderbahn erfasst und getötet worden.



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