Der Städte- und Gemeindetag des Landes rechnet sehr bald nach dem Beschluss des Gesetzes nächste Woche mit Klagen. Ein Jahr hätten Kreise und Städte Zeit für den Gang vor das Gericht, sagte Thomas Deiters ANTENNE MV. «Wir haben Ankündigungen von kreisfreien Städten, die ihre Kreisfreiheit verlieren und nicht nur weil sie ihre Kreisfreiheit verlieren, das ist ja nur ein Status, sondern auch weil ihnen damit auch Aufgaben entzogen werden. Wie der Bereich Sozialhilfe, Jugendhilfe und öffentlicher Personennahverkehr.» Die Klagen würden den Termin des Kreisreformstarts 2011 im Normalfall erst einmal nicht tangieren. «Die Klage berührt erst mal das Inkrafttreten des Gesetzes nicht, es sei denn, dass Landesverfassungsgericht würde eher entscheiden. Das sind aber Spekulationen. Wir im Städte- und Gemeindetag sind der Auffassung, dass die kritischen Regelungen einer verfassungsgerichtlichen Überprüfung eventuell nicht standhalten können. Wir halten es für verfassungsrechtlich sehr bedenklich. Den Aufgabenentzug und insbesondere die Erhebung einer Altfehlbetragsumlage», so der Geschäftsführer-Vize. Anklam protestiert zurzeit dagegen, dass die Stadt mit der Reform den Kreissitz an Greifswald abgeben soll. Beim Protest wird auch mehrfach die Peenetorbrücke blockiert, um zu zeigen, wie wichtig das Drehkreuz Anklam in einem künftigen Großkreis Südvorpommern ist.
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