Gesetzentwurf schlägt Parchim und Greifswald als Kreissitze vor
16.06.2010 - Überraschende Änderungen zeichnen sich bei der Festlegung der künftigen Kreisstädte ab. Im Zuge der Kreisgebietsreform sollen laut Nordkurier und SVZ unter anderem Greifswald und Parchim zu Kreisstädten werden und nicht die bisher favorisierten Städte Anklam für den neuen Großkreis Südvorpommern und Ludwigslust für Südwestmecklenburg. Das geht aus einer Vorlage hervor, die morgen im Innenausschuss des Landtages beraten werden soll. In drei Wochen wird das Parlament endgültig über die große Verwaltungsreform im Land abstimmen. Von den bisher sechs kreisfreien Städten behalten nur Rostock und Schwerin den Status.

Bürgerentscheide zu den Kreissitzen, wie von Innenminister Caffier geplant, wird es nicht geben - sie entfallen auf Drängen der Kommunalverbände. Damit muss der Landtag die Entscheidung treffen. Nach Angaben des SPD-Innenexperten Müller ist Wismar für Nordwestmecklenburg, Güstrow für Mittleres Mecklenburg, Stralsund für Nordvorpommern und Neubrandenburg für die Mecklenburgische Seenplatte als Kreisstadt vorgesehen. Müller geht davon aus, dass es bei einigen Kreissitzen Änderungsanträge von Abgeordneten geben wird. Sie können ohne Fraktionszwang selbst entscheiden, welche Kreissitze sie favorisieren. Die Namen der neuen Kreise sollen durch Bürgerentscheide zur Landtagswahl 2011 festgelegt werden. Dann wird auch das Großkreismodell mit nur noch sechs statt bisher zwölf Kreisen wirksam.



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