Suche nach Umweltsündern
22.05.2010 - Die Wasserschutzpolizei Sassnitz sucht mit Hilfe von Bundeskrimalamt und Interpol nach Umweltsündern. Die Paraffin-Verschmutzung an den nördlichen Stränden Rügens stammt vermutlich aus gespülten Laderäumen eines Tankers. Das Schiff befindet sich aber wahrscheinlich nicht mehr in deutschen Gewässern und muss deshalb in ausländischen Häfen gesucht werden. Mit Hilfe von Proben, die mit Ladungsresten in Tankern verglichen werden, soll der Verursacher überführt werden.

Am Sonntag soll aus der Luft nach weiteren Paraffin-Resten gesucht werden. Sollte sich was finden, wird aus dem Flugzeug heraus vermessen und fotografiert.

Paraffin wird in der Kosmetik gebraucht für Cremes, aber auch für Imprägniermittel, für Autopolitur und auch für Malstifte. Solange man es nicht verschluckt, isst oder in die Augen reibt, ist es ungefählich. Die Substanz hat Ähnlichkeit mit Wachs. Umweltschützer fürchten dennoch negative Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenwelt. Im Norden Rügens haben gestern 80 Helfer insgesamt mehr als 40 Kubikmeter davon zusammengesammelt.



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