Infozentrum für Ostsee-Pipeline in Lubmin eröffnet
30.04.2010 - Wo die Ostsee-Erdgaspipeline deutschen Boden
erreicht, ist am Donnerstag ein Informationszentrum zu dem
Milliardenprojekt eröffnet worden. In dem öffentlich zugänglichen
Container in Lubmin bei Greifswald erhalten Interessierte Auskunft zu
Trassenverlauf und Bauaktivitäten. Wenige Tage vor Beginn der
Bauarbeiten im deutschen Abschnitt würden nun auch 95 000
Informationsblätter an Haushalte in Ostvorpommern verteilt, kündigte
Nord Stream-Projektleiter Jens Lange an. Im Greifswalder Bodden
sollen vom 15. Mai an die ersten Rohre verlegt werden. Ende 2011 soll
russisches Erdgas durch die 1220 Kilometer lange Ostsee-Pipeline nach
Lubmin fließen.
Die Bauarbeiten für die weiterführende Festlandleitung Opal laufen
in Lubmin auf Hochtouren. Die Untertunnelung des Lubminer
Hafenbeckens solle bis zum Wochenende abgeschlossen sein, sagte
Montage-Bauleiter Manfred Kehrer. Auf einer Länge von 188 Meter wird
die Opal-Pipeline rund 20 Meter unter dem Hafenbecken durch den Boden
geführt, bevor sie das Gelände Richtung Süden verlässt. Der Bau
der insgesamt 470 Kilometer langen Anschluss-Trasse liegt nach
Angaben des Geschäftsführers Bernd Vogel im Zeitplan. Inzwischen
seien rund 60 Kilometer Rohr verlegt worden, auf insgesamt 280
Kilometer Länge werde gearbeitet. Im Sommer würden rund 2500
Bauarbeiter an der Trasse tätig sein.
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