MV erwartet viel von Rundem Tisch
23.04.2010 - Mecklenburg-Vorpommern erwartet mehr vom runden Tisch als nur die Vorfälle in der Kirche zu bekämpfen. Rudi Hubert, Schweriner Mitglied des Laienrates im Erzbistum Hamburg, sagte dem Privatsender ANTENNE MV: «Ich erwarte mir von dem Runden Tisch, dass die Perspektiven klar und zurecht gerückt werden. Wir haben es mit einem Problem zu tun, dass primär ein gesellschaftliches Problem ist. Die Missbrauchszahlen sind wesendlich höher im Bekannten-, Freundeskreis oder auch in Institutionen der DDR. Kein kirchliches Problem aber es ist auch ein Problem der Kirche», so Hubert.

Der Kinderschutzbund in Mecklenburg-Vorpommern fordert vom Runden Tisch neben der Aufklärung auch mehr Rechte für die Kinder. «Man sollte die Zusammenkunft nutzen, um bestimmte Dinge im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes zu thematisieren und voranzutreiben und auch in ein neues Kinder- und Jugendschutzgesetz, was ja in Vorbereitung ist, einfließen zu lassen. Der Staat muss an einigen Stellen die aktuelle Kinderschutzgesetzgebung nachbessern. Ich denke zum Beispiel an die Forderung des Kinderschutzbundes das erweiterte Führungszeugnis nicht nur für Mitarbeiter der Jugendhilfe zu fordern, sondern beispielsweise auch für Lehrer. Das ist im aktuellen Schulrecht so noch nicht vorgesehen», sagte der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes MV, Carsten Spies ANTENNE MV. In Berlin diskutieren 61 Vertreter aus Politik, Kirche und Justiz über die Missbrauchsfälle.



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