Bischof-Rücktrittsangebot in MV begrüßt
22.04.2010 - Das Rücktrittsangebot des Bischofs Walter Mixa ist in Schwerin begrüßt worden. Rudi Hubert aus dem Laienrat des Erzbistums Hamburg sagte dem Privatsender ANTENNE MV, er halte den Rücktritt für sinnvoll. «Mit der Glaubwürdigkeit eines Bischoffs fällt und steht immer auch die Glaubwürdigkeit der Kirche. Von daher muss ich sagen, Bischoff Mixa wird sich gut überlegt haben, warum er dies macht. Ich respektiere diesen Schritt von Bischof Mixa und denke trotzdem muss man deutlich sagen: Auch für einen Bischoff gilt zunächst immer auch die Unschuldsvermutung», so Hubert. Der Schweriner hofft, dass der Bischof so aus der «Schusslinie herauskommt. Ein Bischof hat sein Volk zu stärken und sich nicht für irgendwelche Dinge zu rechtfertigen. Das beschädigt sein Wirken und sein Amt und das nimmt auch die Kraft für sein Amt», sagte der Kirchenmann aus dem Erzbistum Hamburg.

Bischof Mixa will zurücktreten, weil er dem Druck nach den Missbrauchsvorwürfen nicht mehr standhielt. Rudi Hubert sagte ANTENNE MV: «Ich halte es für sehr angemessen, dass er sagt, als Bischoff habe ich mein Volk zu stärken und zu führen. Wenn das so nicht mehr gegeben ist, weil der Druck zu groß wird, weil vielleicht auch noch Dinge zu klären sind, dann ist der Rücktritt aus meiner Sicht zu rechten Zeitpunkt gegeben worden.» Dass der Papst die Bitte annimmt, glaubt Hubert. «Ich denke, dass die Kirche und auch der Papst sich mehrfach und deutlich dafür ausgesprochen hat, dass der Weg beschritten werden muss, möglichst transparent ohne Rücksicht auf Ansehen von Personen oder Amt die Dinge aufzuklären. Es ist sehr vernünftig und sehr deutlich, dass man sagt, alles was in einem rechtsstaatlichen Verfahren sinnvoll und angemessen ist, muss auch getan werden», sagte Rudi Hubert. Bischof Mixa hat sich indes erneut bei den Missbrauchsopfern entschuldigt.



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