Modellversuch an Grundschulen
11.04.2010 - Der Modellversuch zur Integration von Förderschülern in Grundschulen auf Rügen wird vom Landeselternrat grundsätzlich begrüßt. Es gebe aber auch Eltern, die Bedenken hätten, dass die erforderliche Zusatzausstattung an Material und Personal tatsächlich kommt. Sie fürchten einen zu schnellen Abbau der Förderschulen zu Lasten der Kinder, so Landeselternrats-Chef Holger Kohlhause. Auf Rügen werden drei Förderschulen künftig keine ersten Klassen mehr einrichten. Auch die sogenannten "Diagnoseförderklassen" an Grundschulen fallen weg. Hier wurden sonst Erstklässler intensiver unterrichtet, sie hatten für den Stoff der ersten Klasse zwei Jahre Zeit. Stattdessen werden diese Schüler jetzt in ersten Klassen der Grundschule mit unterrichtet und von Sonderschulpädagogen zusätzlich betreut.
Nach Angaben des Landeselternrates ist der Modellversuch auf drei Jahre angelegt. Das Land wolle das Projekt, mit dem letztendlich die Förderschulen abgeschafft werden, über Rügen hinaus ausdehnen. Kritiker fürchten, dass das am Ende zu Lasten der betroffenen Kinder und Familien gehen könnte.
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