Das Retten des Menschenlebens steht für Manuela Schwesig nach wie vor an oberster Stelle. «Es ist natürlich ein Kritikpunkt, dass Babys, die dort in die Babyklappe abgelegt werden, niemals einen Hinweis auf ihre Herkunft bekommen können. Aber das Retten von Babys, von Menschenleben ist natürlich auch sehr wichtig und die Babyklappen sind ja kein Regelangebot, sondern sie sollen die letzte Auswegmöglichkeit sein.» Die Sozialministerin setzt darum verstärkt auf Beratungsangebote. «Wir hoffen natürlich, mit diesen Beratungs- und Hilfsangeboten junge Mütter zu erreichen, die in verzweifelten Situationen sind. Ich finde es wichtig, dass wir dauerhaft auch die vertrauliche Geburt gesetzlich regeln, so dass eben junge Frauen die Möglichkeit haben, ihr Kind auch unter ärztlicher Hilfe zur Welt zu bringen in den Kliniken», sagte die Ministerin ANTENNE MV.
Kritikern der Babyklappen in der Rostocker Südstadt-Klinik und im Schweriner Helios-Krankenhaus sagte Manuela Schwesig: «Wir sollten nicht ständig so heftig um die Babyklappe diskutieren, sondern sollten uns darum kümmern, Hilfsangebote zu verbessern. Wir sollten auch vor allem die gesetzliche Grundlage für die vertrauliche Geburt schaffen. Somit hätten wir auch andere Angebote. Die Diskussion um die Babyklappe, auch so scharf geführt von den Gegnern, lenkt eigentlich davon ab, dass es darum geht, die Hilfsangebote zu unterstützen.» Am 8. April 2000 hatte der Hamburger Verein SterniPark mit seinem Pilotprojekt «Findelkind» die erste Babyklappe Deutschlands eingerichtet. Mecklenburg-Vorpommern zog nach, nachdem in Neubrandenburg und Rostock junge Frauen wegen Kindstötungen verurteilt wurden.
Mehr über die Geschichte der Babyklappe in Deutschland hören Sie am Donnerstag, den 8. April 2010, in unserer Zeitreise im Abendjournal um 18 Uhr auf ANTENNE MV.
< zurück
> Immer mehr Menschen im LAnd warten auf neues Organ
> Manuela Schwesig modelt
> Top-Bewertung für Badegewässer in MV
> Vorwurf an Bundesregierung aus MV: «Chaos-Truppe»
> SPD-Vize würde sich «über Bundespräsidentin freuen»
> Ruf nach Hilfe für Kliniken
> MV-Ministerin für neuen Härtefall-Katalog
> MV begrüßt Hartz IV Urteil
> Kinderschutz-Hotline hat sich etabliert
> Schwesig fordert bessere Zahlung im Tourismus
> Uni Greifswald imKampf gegen Ärztemangel
> Schweriner Ministerin als SPD-Vize nominiert
