20 Millionen Euro für Kirchensanierungen in MV
05.04.2010 - In die Kirchenhäuser Mecklenburg-Vorpommerns werden jährlich fast 20 Millionen Euro investiert. Allein die Evangelische Landeskirche hat jedes Jahr nach Informationen des Privatsenders ANTENNE MV einen Sanierungsbedarf von 16 Millionen Euro. Kirchenbaurat Karl-Heinz Schwarz sagte: «Im Wesentlichen wird das Geld ausgegeben für die Dachdeckung, für die Fassaden- und Fenster-Instandsetzung, für die Gewölbe, die Innenausmalung und Restaurierung von Kunstgut.» Das nach wie vor größte Sanierungsobjekt ist die St.-Marien-Kirche in Rostock. «Dort wird dank einer Fördermöglichkeit der Turm saniert. Wir bauen in diesem Jahr schon fast im dritten Jahr daran und denken, dass die Sanierung dann fertig wird», so Kirchenbaurat Schwarz im ANTENNE MV Interview.

Die Katholische Kirche gibt wesentlich weniger Geld für Sanierungen aus. Das Erzbistum Hamburg schlüsselt den Etat von drei Millionen Euro für Mecklenburg nicht auf. Das Erzbistum Berlin habe zurzeit keine dringenden Sanierungsfälle in Vorpommern. Einzig eine Erweiterung sei nötig, sagte Stefan Förner vom Erzbistum Berlin ANTENNE MV: «In Binz ist eine besondere Situation. Solange dort Saison ist, sind in Binz sehr viele Menschen, die gerade im Urlaub sich immer wieder neu Fragen nach ihrer Religion, ihrem Glauben, nach Gott stellen, so dass der Pfarrer auf der Insel solange Touristen und Kurgäste da sind, eine große Nachfrage hat, da reicht die Kirche schon lange nicht mehr aus.» Für die Erweiterung der Binzer Kapelle sind dieses Jahr 789 000 Euro eingeplant.

Kirchensanierungen wird es auch künftig geben, da ist sich Dorothea Strube vom Landesverband der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Norddeutschland sicher. Denn «wie wichtig die Kirchen sind, das merkt man immer dann, wenn in irgendeinem Ort eine Kirche in solch einem schlechten Zustand ist, dass man sagen muss, entweder wir machen jetzt was oder die Kirche fällt zusammen», sagte die Schweriner Pastorin ANTENNE MV. «Dieser Raum ist auch etwas, wo Menschen Geborgenheit finden, wo sie angerührt werden von Fragen, die außerhalb ihres normalen Lebens ist. Darum scheinen die Leute sich zu engagieren und zu sagen, unsere Kirche bleibt hier im Dorf», so Dorothea Strube.



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