Stralsund lehnt Bettensteuer ab
26.03.2010 - Die in Deutschland diskutierte Bettensteuer hat in Mecklenburg-Vorpommern eine erste Abfuhr erhalten. Stralsunds Bürgerschaft lehnte am Donnerstagabend einen Antrag der Fraktion Forum Kommunalpolitik ab, ähnlich wie in Köln eine Abgabe auf Übernachtungen zu erheben. Jürgen Suhr begründete im Interview mit dem Privatsender ANTENNE MV den Antrag «Wir werden in den nächsten Jahren erhebliche Schwierigkeiten haben unser kulturelles Angebot aufrecht zu erhalten. Das Theater hat große finanzielle Schwierigkeiten. Die Gebühren im Bereich Musikschule, Bibliothekennutzung und so weiter gehen hoch. Das wollten wir kompensieren über eine Abgabe, die in erster Linie von den Touristen erbracht werden soll.»

Die Abgabe sollte 1,50 Euro sein. Damit wollte die Fraktion nicht «die Hotels schröpfen, sondern wir wollen die Touristen dazu veranlassen, dass das kulturelle Angebot, von dem sie auch profitieren, dass das durch sie mitfinanziert wird. Jeder Hotelier hat die Möglichkeit das umzulegen», argumentierte Jürgen Suhr in der Haushaltsdebatte in der Stralsunder Bürgerschaft weiter. Zuvor hatte der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga auf ANTENNE MV eine Bettensteuer wie in Köln bereits abgelehnt. In Mecklenburg-Vorpommern denken nach Dehoga-Angaben auch Schwerin und Rostock über eine zusätzliche Übernachtungsabgabe nach.



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