Johannes Zehe begründet den Vergleich, der bei den Hörern von ANTENNE MV bereits Diskussionen ausgelöst hat: «Tat, Sünde, Vergehen sind ernst zunehmen. Das tut auch Jesus. Er mahnt aber zu maßvollem Umgang damit, auch gerade im Hinblick auf diejenigen, die sich anmaßen oder die meinen, Steine werfen zu können. Aber die zweite Botschaft, die wichtigere ist es, nach vorne zu schauen, es besser zu machen. Dafür den Mut zu geben, das können wir, das das sollen wir, das ist auch der Weg der aus Schuld herausführt.» Der Neubrandenburger Pfarrer appelliert an seine Kollegen, das Thema anzugehen, denn «es, liegt ja auf der Hand schon wegen der Wahrnehmung der Öffentlichkeit, aber viel mehr noch in der Betroffenheit derjenigen, die das mit sich auch schon viele Jahre herumtragen. Mehr oder weniger bewusst. Insofern können wir da nicht die Ohren verschließen. Schwierig ist aber, eben das Richtige zu treffen.»
Für Johannes Zehe arbeite die Kirche derzeit intensiv an Aufklärung. «Ich denke, da sind wir auf einem richtigen Weg. Den sehe ich schon auch in unserer Kirche, dass das aufgearbeitet wird, auf Zukunft hin. Wir als Gesamtkirche tragen natürlich auch mit die Schuld von einzelnen und sind somit auch darin verstrickt. Und das merken wir ja, dass die Leute eben auch betroffen sind. Auch wenn sie selber gar keine persönliche Schuld haben aber doch auch an der Schuld von anderen mittragen», sagte der Neubrandenburger Geistliche ANTENNE MV.
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