Ruf nach Hilfe für Kliniken
19.03.2010 - Die Krankenhäuser in Norddeutschland fordern von der Politik, dass das Gesundheitswesen «stabil, auskömmlich und planbar gesichert werde.» Das will auch die Sozial- und Gesundheitsministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig. Sie sagte dem Privatsender ANTENNE MV: «Die Krankenhauslandschaft, so wie sie jetzt in Mecklenburg Vorpommern ist, ist gut. Ich möchte mich als Gesundheitsministerin bemühen, und werde mich dafür einsetzen, dass die Krankenhauslandschaft, so wie wir sie jetzt haben auch weiter erhalten können. Dazu werde ich das Landeskrankenhausgesetz überarbeiten. Es soll auch für die Krankenhäuser zum Beispiel unbürokratischer werden.» Doch nicht nur bestimmte Verfahren sollen mit der Novellierung unbürokratischer werden, «wir stärken auch mit dem Gesetz den Kinderschutz. Wir wollen, dass die Krankenhäuser, die eben auch Kinder- und Geburtsstationen haben, verstärkt mit dem Kinderschutz zusammen arbeiten», sagte die Ministerin ANTENNE MV.

Der Forderung der Krankenhausgesellschaft nach deren Tagung in Linstow, «in erster Linie sind die hochkomplexen und damit hochsensiblen stationär-medizinischen Einrichtungen dauerhaft zu sichern», entgegnete die Landessozialministerin, dass dafür alle Krankenhäuser in Deutschland die gleichen Zuschüsse bekommen sollten, so wie die Vorgänger-Bundesregierung es gesetzlich auf den Weg gebracht hatte. «Derzeit ist es so, dass in Mecklenburg Vorpommern die Blinddarm-OP schlechter bezahlt wird für die Krankenhäuser als in Bayern, und das kann es nicht sein. Wir haben dazu in der letzten Legislatur auf Bundesebene ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass wir auch als Land unterstützt haben. Und ich sehe jetzt mit Sorge, dass die neue Bundesregierung eben nicht mehr dafür ist dass überall die Leistungen gleich bezahlt werden.» Sollten alle gleiches Geld bekommen, würden auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder mehr Gelder zur Verfügung stehen. «Derzeit bekommen die Krankenhäuser in unserem Land einen kleineren Fallwert. Also sie kriegen weniger Geld für die gleichen medizinischen, hochkomplexen Leistungen. In anderen Bundesländern gibt es mehr. Wir wollen über eine fünfjährige Phase zu einheitlichen Preisen kommen. Und das würde automatisch bedeuten, dass wir unsere Krankenhäuser mit mehr Geld zu rechnen ist und wir dann auch eine bessere Finanzierung hätten», sagte Ministerin Schwesig ANTENNE MV.



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