IG Metall fordert Schiffsbaufinanzierung
19.03.2010 - Die IG Metall begrüßt die Absprachen auf dem maritimen Gipfel im Bundesverkehrsministerium, die Schiffbaufinanzierungen zu verbessern. Möglichkeiten, wie Reedern und Werften künftig unter die Arme gegriffen werden können, werden jetzt ausgelotet. Daniel Friedrich von der IG Metall Küste sagte dem Privatsender ANTENNE MV: «Es muss das gemeinsame Ziel sein, dass kein Auftrag auf den deutschen Werften verloren gehen kann, weil die Finanzierung nicht sichergestellt werden kann. Da ist nicht nur die Politik gefordert, sondern im Maßgeblichen die Banken. Die haben uns hauptsächlich auch diese Krise eingebrockt und es kann jetzt nicht sein, dass Aufträge da sind, aber die Finanzierung nicht zustande kommt.» Friedrich fordert mehr Engagement von den Banken. «Es ist skandalös, dass die Banken Aufträge, die da sind, die gezeichnet sind, die Finanzierung verweigern oder Zinsen so hoch sind, dass das nicht mehr realistisch ist. Da kann man wirklich nur sagen, wer den anderen die Suppe so eingebrockt hat, wie die Banken, der hat jetzt auch bitte seinen Job zu machen, dass entsprechend wir hier wieder auf eine gute Ebene kommen», so der Gewerkschafter.

Aufträge der Werften seien vorhanden, so Daniel Friedrich. «Da gibt es gute Aufträge, da gibt es gute Menschen, die diese Aufträge abarbeiten wollen. Und das kann doch nicht scheitern, nur weil die Banken glauben, sie wollen aus der Not noch mehr Geld verdienen.» Auch für die angeschlagenen Nordic Yards in Warnemünde und Wismar müssten Banken einspringen, fordert die IG Metall vor dem Spitzengespräch am 24. März in Schwerin über die Finanzierung eines möglichen Schiffbaus. «Hier müssen wir jetzt sicherstellen, dass wir die Aufträge bei Nordic Yards sicherstellen können, auch in der Finanzierung, dass wir die Transfergesellschaften verlängert bekommen in Wismar und Warnemünde und dann auch dort industrielle Perspektiven erarbeiten. Für die anderen Werften haben wir ja eine bisschen bessere Situation, weil es da noch Aufträge gibt. Aber auch da muss die Finanzierungsarbeit getan werden.» Auch sei es wichtig, dass Werften ihre Arbeit nicht ins Ausland verlagern. «Wir müssen verhindern, dass deutsche Steuergelder den deutschen Reedern gegeben werden, damit die dann ihre Schiffe in Asien weiter bestellen können. Wir brauchen zukunftsweisende Schiffe, da müssen wir jetzt Anstrengungen machen. Und deswegen ist es richtig, dass man hier die Innovationsbeihilfen auch anpackt.», sagte Friedrich ANTENNE MV.



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