Angst, dass viele Bienen wegen des langen Winters verhungert sein könnten, hat Feldkamp nicht. «Ich kenne eigentlich nur Imker, die auch gut und reichlich für das Winterfutter sorgen. Das heißt, sie prüfen das Winterfutter, dass dann auch reichlich da ist und dann ist das also gar kein Problem. Vor allem, weil die Bienen, solange die in der Wintertraube sind, relativ wenig Futter verbrauchen.» Mit weniger Honig rechnet der Landes-Imker-Chef auch nicht, denn «zu schwach werden die Bienen nicht sein, wenn sie alles haben wie Pollen und Futtervorräte, dann überleben sie und kommen im Frühjahr, vielleicht schon jetzt am Wochenende, spätestens dann hoffentlich nächste Woche, aus dem Stock heraus. Sie können vor allem erstmal ihre Kotblase entleeren, das ist ganz wichtig. Dann sind sie voll da», sagte Feldkamp ANTENNE MV.
Dennoch rechnet er mit einem Verlust an Völkern. «Im Dezember haben Imker gemeldet, dass 30 bis 40 Prozent der Bienenvölker eingegangen waren. Aber nicht überall. Das ist interessant, die die Bienenwissenschaftlicher versuchen herauszubekommen, woran das nun liegen mag.» Die Voraussetzungen für ein gutes Jahr 2010 seien in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen. «Wir haben ja sehr viel Grün, aber nur sehr wenig blühende Landschaften. Und um dem entgegen zu wirken, ist zum Beispiel im letzten Jahr ein EU-Programm in Mecklenburg-Vorpommern gestartet, dass Landwirte unterstützt werden, wenn sie Blühflächen anlegen unter bestimmten Voraussetzungen wenigstens dann 1 000 Hektar für Mecklenburg-Vorpommern. Und das in kleinen Flächen würde schon ausreichen», erklärte der Landes-Imker-Verbandschef im ANTENNE MV Interview.
< zurück
> Bienenzüchter in Güstrow
> Experten: Maisanbau schädigt Bienen
