FDP: «Linke will Holter-Gedächtnis-Werft»
11.03.2010 - Dass die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern noch stärker in die Werftpolitik eingreift, wie die Linkspartei es fordert, lehnt die FDP im Landtag ab. Im Interview mit dem Privatsender ANTENNE MV wurde FDP-Fraktionschef Michael Roolf noch deutlicher als in seiner Parlamentsrede, er sei gegen eine geforderte Verstaatlichung: «Die Linken kommen aus ihrer Tradition heraus, vieles und wesentliche Dinge in staatlicher Hand zu haben. Ich glaube, die Tradition geht sogar soweit, dass der Fraktionsvorsitzende denkt, die „Helmut-Holter-Gedächtniswerft“ wäre doch mal was für Mecklenburg-Vorpommern. Von der Warte her: Konsequent aus der linken Richtung und falsch für Mecklenburg-Vorpommern», so die Anspielung auf die Ansichten des Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei.

Roolf sieht als richtigen Weg an, sich als Land nicht als besserer Unternehmer darzustellen. Der Unternehmer sei gefordert, die gegebenen Rahmenbedingungen anzunehmen oder es sein zu lassen. «Das Land hat mit seinen Aktivitäten eher den Anschein erweckt, dass man willkürlich ist und dass man in Mecklenburg-Vorpommern alles machen kann, wenn man nur mit dem Verlust von Arbeitsplätzen droht. Das hat der Gesamtentwicklung des Schiffbaus nicht gut getan.» Der FDP-Fraktionschef machte deutlich, dass sich die Werften weiter auf den Bau von Spezialschiffen und Off-Shore spezialisieren sollte, für den Bereich sei man nicht zu teuer, «weil wir hoch innovativ und hoch produktiv sind, aber wir sind zu teuer für Massenproduktion», sagte Michael Roolf ANTENNE MV.

Die Werftenkrise war am Donnerstag Thema im Landtag. Ministerpräsident Erwin Sellering verteidigte den Kurs der Landesregierung und stellte die Verlängerung der Ex-Wadan-Transfergesellschaften unter bestimmten Bedingungen in Aussicht.



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