Experten: Maisanbau schädigt Bienen
08.03.2010 - Der zunehmende Anbau von Mais für Biogasanlagen gefährdet Experten zufolge die Gesundheit der Bienen in Mecklenburg- Vorpommern. Das berichtet die Schweriner Volkszeitung und beruft sich auf den Landesimkerverband im Nordosten. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Pollen im Mais im Gegensatz zu anderen Pflanzen nicht genug Eiweiße für die Bienen enthielten, so dass deren Immunsystem geschwächt und ihre Lebenserwartung um 25 bis 30 Prozent verkürzt werde. Negativ wirke sich dabei aus, dass es durch die Aufgabe von Stillegungsflächen außer den riesigen Rapsflächen kaum noch Alternativen für die «Pollensammler» gebe. So fehlten unter anderem früher verbreitete Kleesorten.

Laut Verband ist die Zahl der Imker im Land seit 1990 von 6000 auf 1500 Bienenhalter zurückgegangen, gab es 1990 noch 120 000 Bienenvölker seien es derzeit noch 15 000 Bienenvölker. Den Rückgang führen Experten auf mehrere Faktoren zurück, darunter die Varroamilbe als Bienenschädling sowie die Aufgabe vieler Imker aus Altersgründen. In der Region Güstrow habe der Maisanbau stark zugenommen, da hier seit Mitte 2009 der bundesweit größte Bioenergiepark seine Arbeit aufnahm. Er liefert Energie für umgerechnet 50 000 Haushalte.



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