Dietmar Hunker, Abteilungsleiter der Bauordnung Neubrandenburg sagte ANTENNE MV: «Bei uns läuft das Thema seit 2000. In der ersten Phase mit der Frage von Phasenweise Abschaltung in Gebieten wo die Beleuchtung nicht gebraucht wird und seit zirka drei Jahren beschäftigen wir uns mit dem Dimmen. Wir sparen so zwischen 20 und 25 Prozent ein und benutzen dafür insbesondere die Hauptverkehrsstraßen, die besonders Leuchtintensiv sind und hohe Masten haben. Der Betrachter, wenn man dort lang fährt, merkt das nicht.» LED-Lampen, so habe Neubrandenburg festgestellt, eignen sich nicht für große Straßen. «Es ist eine getestet worden im Februar. Ich kann mir aus technischen Erkenntnissen nur vorstellen, dass sie für Wohnanliegerstraßen mit relativ geringen Lampenhöhen einsetzbar sind Das kann auch schon mal eine Wohnstraße sein, aber wo eben Leuchten bis maximal drei oder vier Meter eingesetzt werden», so Dietmar Hunker. Er glaubt aber, dass in den Bereichen, wo LED eingesetzt werden könnte, Neubrandenburg auch sparen würde. «Man muss dabei bloß wissen, dass die Frage LED eben technisch noch nicht zu 100 Prozent ausgereift ist. Wir haben uns darauf zurückgezogen, dass wir da noch etwas warten wollen. Wir gehen in den Bereichen nicht auf die Dimmung, sondern warten jetzt ganz einfach noch die Entwicklung der Technik ab», hieß es aus Neubrandenburg.
Stralsund plant LED-Lampen zu installieren. Das Bundesforschungsministerium soll helfen, sagte Stadtsprecher Peter Kosslik sagte ANTENNE MV: «Wir haben einen Antrag gestellt für eine komplett neue Beleuchtung für bestimmte Bereiche in der Altstadt. Da haben wir wirklich Hoffnung, wenn das klappen sollte mit dem Geld, dass wir dann Ersparnisse in Größenordnung haben. Das Thema LED-Lampen haben wir nicht erst seit heute auf dem Bildschirm, sondern schon geraume Zeit. Das hat dazu geführt, dass im letzten Jahr der Weihnachtsbaum das erste mal komplett mit LED Leuchten ausgestattet war. Dann wird die gesamten Weihnachtsbaumbeleuchtung bis zum nächsten Jahr umgestellt auf LED.» Auch Stralsunder Kirchen werden laut Kosslik schon mit Sparlampen angeleuchtet.
Diese Spar-Lampen testen will jetzt auch Malchin. Bürgermeister Jörg Lange sagte ANTENNE MV: «Wir werden eine Leuchte installieren in einer Reihe von konventionellen Leuchten, um den Effekt dieser einen Leuchte im Vergleich zu dem Effekt den andere Leuchten in der Nachbarschaft verursachen zu bewerten. Wenn das Ergebnis positiv ausfällt, haben wir eine Grundlage für die Planung von weiteren Investitionen im Bereich der Straßenbeleuchtung. Es wäre eine ganz deutliche Option für die Zukunft, weil die Straßenbeleuchtungskosten ziemlich nerven, weil wir auch immer weiter ansteigen mit den Energiekosten.» Nächstes Jahr deute sich für den Malchiner Haushalt ein Problem an. «Da muss uns was einfallen hinsichtlich der Kostenreduzierung. Eine Möglichkeit sind die Reduzierungen bei den Straßenbeleuchtungsentgelten», so Bürgermeister Lange.
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