Kritik an Werft-Spitzengespräch
27.02.2010 - Das im März angesetzte Spitzengespräch mit Vertretern der Landesregierung, dem Nordic-Yards-Eigner Jussofow, Bund und Kommunen sei zu klein. FDP-Landtagsfraktionschef Michael Roolf kritisierte im Interview mit dem Privatsender ANTENNE MV, dass sich das Land an einzelnen Investoren klammere. Mecklenburg-Vorpommern brauche einen Runden Tisch der gesamten maritimen Wirtschaft. Roolf: «Man hat erst Herrn Burlakow zum lieben Gott und dann zum Teufel gemacht. Scheinbar wird es bei Herrn Jussofow ähnlich laufen. Das kann aber nicht unser Ansatz sein.» Roolf fordert neue Rahmenbedingungen, um mehr Investoren ins Land zu holen. An einzelnen sollte man nicht seine Hoffnungen festmachen. «Wir haben sehr viele kleine und mittelständische Unternehmen, die in dieser maritimen Wirtschaft tätig sind. Wir haben innovative Hochschulen und Universitäten, und wir haben die Schiffbauunternehmen. Das ist der richtige Kreis, um wirklich für die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern etwas machen zu können. Nicht ein Schiffbauer allein.» Der FDP-Fraktionsvorsitzende wandte sich auch gegen die Forderung der Arbeitnehmerseite, die Transfergesellschaften fortzuführen. Das löse nicht den nötigen Druck aus. «Die Beihilferechtsbedenken aus Europa können wir auch nicht außer Acht lassen. Es muss jetzt so sein, dass der Unternehmer seine Verantwortung übernimmt. Dafür hat er lange genug Zeit gehabt. Ab dem 1. April ist auch der richtige Zeitpunkt dafür», sagte Michael Roolf ANTENNE MV.



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