Damit haben sich die vielleicht letzten Hoffnungen der Werftarbeiter zerschlagen. Moskau sagt, es gibt keine Aufträge. Werfteigner Jussufow ist bei seiner Akquise alles andere als erfolgreich. Die Landesregierung macht sich Sorgen, will die Transfergesellschaften über den März hinaus aber nicht verlängern.
Die IG Metall hatte Anfang der Woche ihre Forderungen aufgemacht, um die Standorte in Wismar und Warnemünde zu retten. Bund und Land sollen sich auf der Grundlage eines industriepolitischen Konzeptes(Schiffbau, Offshore, Metallverarbeitung) an den Werften beteiligen. Das hat die Landesregierung bereits abgelehnt.
Jetzt wollen Schiffbauer und IG Metall mit einem Brief an die Bundesregierung, zumindest versuchen, das drohende Aus für die Werften doch noch abzuwenden. Anfang kommender Woche werde das Schreiben an Kanzlerin Angela Merkel abgeschickt, kündigte der Rostocker IG-Metall-Bevollmächtigte Rüdiger Klein heute an. In dem Schreiben gehe es noch einmal um eine staatlichen Beteiligung an den Werften. Wismars Oberbürgermeisterin Rosemarie Wilcken und Rostocks Stadtoberhaupt Roland Methling hätten zugesagt, den Brief zu unterzeichnen.
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