Umweltminister Till Backhaus sagte ANTENNE MV, bei Hochwasser sei das Land gerüstet. «Unsere Hochwasserschutz- und Sturmflutschutz-Systeme funktionieren. Aber ich habe dennoch Vorsorge getroffen. Es gibt bei uns im Ministerium ein sehr umfassendes Papier, das auch mit den Landkreisen besprochen worden ist, inwieweit die Landkreise im Falle eines Hochwassers vorbereitet sind. ich kann hier und heute sagen, insbesondere würde es ja die Elbe betreffen, wir haben im Wesentlichen unsere Deichbaumaßnahmen an der Elbe abgeschlossen. Ich gehe davon aus und hoffe, wenn wir erhöhte Wasserstände bekommen sollten, dass wir gut gerüstet sind.» Minister Backhaus erinnert auch daran, dass hier in Mecklenburg-Vorpommern mehr Schnee liegt als etwa im Erzgebirge. «Unsere Fachleute sagen mir, dass wir das gut bewältigen können. Wir sind vorbereitet.» Eine Umweltkatastrophe wird nicht eintreten aufgrund verunreinigten Schnees, glaubt der Umweltminister. «Im Schnee, der auf den Flächen liegt, sind keine Verunreinigungen hinein gekommen. Was den Schnee an den Straßen betrifft, da ist es so, da ist es so, dass aufgrund der großen Schneemengen der Verdünnungsgrad sehr hoch sein wird. Ich gehe davon aus, dass wir keine umweltrelevanten Probleme in Mecklenburg-Vorpommern bekommen», sagte Backhaus ANTENNE MV.
Das Straßenbauamt Neustrelitz rückt mit schwerem Gerät vor, so Hans Joachim Konrad, Dezernent Betrieb und Verkehr: «Die Straßenmeistereien sind dabei, mit Radladern und manueller Kraft Durchbrüche durch die Schneewelle an den Straßen zu machen, um dann auch ein Abfließen in die Nebenanlage zu ermöglichen. Glücklicherweise ist der Boden nicht so stark durchgefroren, so dass wir davon ausgehen, dass es da dann auch nicht zu den großen Schwierigkeiten und Überschwemmungen kommen kann.» Regeneinläufe und Gullys werden von Schnee und Eis befreiet, so dass Wasser ablaufen kann. Auch Walter Jahnke, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes «Untere Elde» ist aktiv, wie er ANTENNE MV sagte: «Wir versuchen es gegenwärtig durch Kontrollen, Bedienung der Anlagen zu sichern, dass die Gewässer funktionstüchtig bleiben, keine Hindernisse auftreten die den Abfluss beeinträchtigen könnten und damit insgesamt ein schadloser Wasserabfluss gesichert werden kann.» Dabei können auch Anwohner helfen. «Wir brauchen jeden Bürger. Wenn sich an den Gewässern etwas zeigen sollte, dann sollten wir informiert werden, damit wir schnell reagieren können und wissen, wo wir handeln müssen», so der Chef des Verbandes «Untere Elde».
Im Kreis Ostvorpommern befürchtet man noch ganz andere Probleme. Manfred Menge, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes «Untere Peene» sagte ANTENNE MV, er rechne mit Rohrbrüchen und Überflutungen. «Dann könnten die Gewässerprofile zerstört werden. Und was wir auch bei uns immer zu verzeichnen haben, gerade in solchen feuchten Frühjahren, dass wir danach Reparaturen an den Rohrleitungen haben.» Die Anklamer Verbandsmitarbeiter haben bereits Staue und Wehre in den Hauptvorflutern geöffnet, «so dass die zu erwartende fließende Welle nach dem Tauwetter gefahrlos abfließen kann.» Auch hier müssen alle Durchlässe freigeschaufelt werden, «damit es keinen Rückstau gibt. Wir haben natürlich auch unsere Schöpfwerke vorbereitet, alle Pumpen sind einsatzfähig, alle Instandhaltungsmaßnahmen sind abgeschlossen», sagte der Anklamer Wasser- und Bodenverbandschef Menge weiter. Stralsunds Polizei derweil warnte am Freitagmorgen vor Schnee- und Eisabbrüchen von den Dächern, die lebensgefährlich sein können.
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