Backhaus mit Nachdruck: «MV wird kein Atom-Klo»
19.02.2010 - In den Streit um die Atommeiler in Deutschland schaltet sich auch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ein. Backhaus bekräftigte im Interview mit dem Privatsender ANTENNE MV, dass es einen festgelegten Plan gebe und das Land kein Müllplatz für Reaktoren sei.

Zur Diskussion, angestoßen vom Bundesumweltministers Norbert Röttgen (CDU), sagte Backhaus: «Ich finde das schon eine schlimme Diskussion. Es gab eine klare Entscheidung, wann die Atomkraftwerke vom Netz gehen sollten. Durch die CDU/FDP Koalition in Berlin wird das jetzt wieder neu entfacht. Alle Menschen in Deutschland wissen, dass diese Technologie nicht sicher ist. Wir wissen, dass die Frage des Endlagers in Deutschland völlig ungeklärt ist. Es ist für mich eben auch keine Brückentechnologie.» Von einer «Brückentechnologie ins Zeitalter der erneuerbaren Energien» hatte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) gesprochen. Till Backhaus setzt gleich auf Wind und Sonne. «Wir müssen uns konzentrieren auf die erneuerbaren Energien und auf saubere Energieproduktion in Deutschland. Da ist Mecklenburg-Vorpommern ein Vorreiter. Mecklenburg- Vorpommern ist das Bundesland der sauberen Energien», so der Umweltminister.

Till Backhaus betonte auf ANTENNE MV erneut, dass man auf der Suche nach möglichen neuen Atommülllagern nach Mecklenburg-Vorpommern gar nicht erst zu schauen braucht. «Ich habe immer wieder gesagt, Mecklenburg-Vorpommern darf kein Atom-Klo werden. Dafür werden wir alles tun, dass das nicht passiert. Dass da in den Köpfen im Bundesumweltministerium solche Gedanken existieren sollen, das weiß ich natürlich.» Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte die Atom-Debatte in Deutschland angestoßen. Er ist dafür, alte Atomkraftwerke schnellstens vom Netz zu nehmen. Dafür wurde er in der eigenen Partei stark kritisiert.



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