Arbeiter protestierten gegen Aus der Werft
06.02.2010 - Heute haben in Rostock auf dem Neuen Markt etwa 500 Werft-Mitarbeiter und ihre Angehörigen für den Erhalt der Werftstandorte Rostock-Warnemünde und Wismar protestiert. Unter dem Motto «Es ist fünf vor zwölf» hatten die IG Metall und der ehemalige Betriebsrat zu der Demonstration aufgerufen. IG-Metall-Sekretär Rüdiger Klein sagte Antenne-MV, dass jetzt mit der Hansestadt Rostock, der Werft in Wismar und auch mit den Werften in Wolgast und Stralsund das weitere Vorgehen besprochen wird. Es wird auch möglich sein, dass die Protestierenden nach Schwerin ziehen. „Wir machen da eine Planung. Wir möchten das also auch alles abgestimmt machen. Das wird eine sehr aufwendige Geschichte. Wir haben da Erfahrung aus dem Anfang der 90er Jahre, wie das so aussieht mit Mahnwachen vor der Staatskanzlei bzw. auch Aktionen in Schwerin vor dem Landtag. Und wir werden das natürlich nicht machen, wenn Landtagsferien sind“, erklärte Klein. Der IG-Metall-Sekretär forderte außerdem, die Laufzeit der Transfergesellschaften in Rostock und Wismar, in die rund 1400 ehemalige Wadan-Mitarbeiter eingestiegen waren, um vier Monate bis zum 31. Juli zu verlängern. Die Hauptverantwortung liege jedoch bei dem Werft-Eigentümer Jussufow. „Also, Herr Jussufow soll sich hinsetzen und sagen, was los ist. Er soll sein Schweigen brechen und aufhören mit den Ankündigungen. Wir wollen wissen, was ist da überhaupt noch Reales dran an", so Rüdiger Klein zu Antenne-MV. Der Gewerkschafter äußerte sich außerdem enttäuscht darüber, dass weder Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) noch Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) zu der Protestaktion gekommen waren. Auch der frühere Rostocker Wadan-Betriebsrat Harald Ruschel verlangte, nach Alternativen zum Schiffbau zu suchen: «Wir können Stahl zum Schwimmen bringen, aber wir können aus Stahl auch andere Produkte machen.» Damit es auf der Werft weitergehe, sei die Verlängerung der Transfergesellschaft auf die gesetzliche Laufzeit von zwölf Monaten - bis Ende Juli - notwendig. Die Landesregierung hatte jedoch am Mittwoch erklärt, die komme nicht in Betracht. Sie riskiert damit laut Ruschel, dass immer mehr qualifizierte Arbeiter das Bundesland oder Deutschland verließen. Einige würden sich bereits nach Dänemark und Holland orientieren.

Foto: Google



< zurück


Lesen Sie auch hier
Finanzspritze für die Werften
Neue Fähren lassen auf sich warten
Maidemonstration Neubrandenburg: Ermittlungen
Plattformbau bei Nordic beginnt
1.Mai-Kundgebungen in MV
Demonstration von Hansa-Fans in Hamburg
Ostermärsche finden kaum Zulauf
Demo vor Damp-Zentrale
Laube in NB abgebrannt
Wirbel um Wolgaster Werft-Brief
Buntmetalldiebe plündern Kleingartenanlagen
Werften mit Spezialschiffen
Gartenlaube in Bad Sülze abgebrannt
Familiendrama unblutig beendet
AIDA Cruises lässt in Japan bauen
SEK Einsatz in Rostock
Tödlicher Arbeitsunfall in Stralsund
Kampf um Werfthilfen
Rund 1300 Werftmitarbeiter werden arbeitslos
17-Jährige in Bad Kleinen zusammengeschlagen
Über 2000 demonstrierten in Ruppiner Heide
IG Metall fordert Schiffsbaufinanzierung
FDP: «Linke will Holter-Gedächtnis-Werft»
Mit Trillerpfeiffen für den Joberhalt
Keine Aufträge aus Moskau für die Werftarbeiter in Wismar und Warnemünde
MV fordert klare Aussage aus Russland zu Werften
Hegemann-Werften winkt Großauftrag
Flächentarifvertrag gilt auch für Nordic-Werftarbeiter
Massenentlassung bei Hegemann
Minister glaubt an baldige Werft-Aufträge
Gadebusch-Bürgermeister: "Staat muss Flagge zeigen"
Werft-Eigner Yusufow: "Haben gute Chancen"
Polzin zu Hegemann: «Kein Fass ohne Boden»
Seidel fordert Engagement von Hegemann
FDP: Werft-Probleme offenbar verschleppt
Schiffbauer demonstrieren für Lohnerhalt
Fischer protestieren gegen Heringsquote
Tarifpoker für Nordic-Schiffbauer
Landeschef erleichtert über Stena-Einigung
Auf Halde liegende Schiffe werden verkauft
Hegemann-Gruppe mit Liquiditätsengpass
Schreiben Sie uns einfach jetzt Ihre Meinung zu diesem Nachrichtenthema.



Kommentare

Name*
E-Mail*



Sicherheitscode*

ANTENNE MV Nachrichten

> Aktuelle Nachrichten
> Archiv



Archivsuche



Schwerin, einzelne Wolken, 12°C