Mittwoch, 23. Mai 2012
Harald aus Neustrelitz
alle Blitzer im Land
Arbeiter protestierten gegen Aus der Werft
06.02.2010 - Heute haben in Rostock auf dem Neuen Markt etwa 500 Werft-Mitarbeiter und ihre Angehörigen für den Erhalt der Werftstandorte Rostock-Warnemünde und Wismar protestiert. Unter dem Motto «Es ist fünf vor zwölf» hatten die IG Metall und der ehemalige
Betriebsrat zu der Demonstration aufgerufen. IG-Metall-Sekretär Rüdiger Klein sagte Antenne-MV, dass jetzt mit der Hansestadt Rostock, der Werft in Wismar und auch mit den Werften in Wolgast und Stralsund das weitere Vorgehen besprochen wird. Es wird auch möglich sein, dass die Protestierenden nach Schwerin ziehen. „Wir machen da eine Planung. Wir möchten das also auch alles abgestimmt machen. Das wird eine sehr aufwendige Geschichte. Wir haben da Erfahrung aus dem Anfang der 90er Jahre, wie das so aussieht mit Mahnwachen vor der Staatskanzlei bzw. auch Aktionen in Schwerin vor dem Landtag. Und wir werden das natürlich nicht machen, wenn Landtagsferien sind“, erklärte Klein. Der IG-Metall-Sekretär forderte außerdem, die Laufzeit der Transfergesellschaften in Rostock und Wismar, in die rund 1400 ehemalige Wadan-Mitarbeiter eingestiegen waren, um vier Monate bis zum 31. Juli zu verlängern. Die Hauptverantwortung liege jedoch bei dem Werft-Eigentümer Jussufow. „Also, Herr Jussufow soll sich hinsetzen und sagen, was los ist. Er soll sein Schweigen brechen und aufhören mit den Ankündigungen. Wir wollen wissen, was ist da überhaupt noch Reales dran an", so Rüdiger Klein zu Antenne-MV. Der Gewerkschafter äußerte sich außerdem enttäuscht darüber, dass weder Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) noch Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) zu der Protestaktion gekommen waren. Auch der frühere Rostocker Wadan-Betriebsrat Harald Ruschel verlangte, nach Alternativen zum Schiffbau zu suchen: «Wir können Stahl zum Schwimmen bringen, aber wir können aus Stahl auch andere
Produkte machen.» Damit es auf der Werft weitergehe, sei die Verlängerung der Transfergesellschaft auf die gesetzliche Laufzeit von zwölf Monaten - bis Ende Juli - notwendig. Die Landesregierung hatte jedoch am Mittwoch erklärt, die komme nicht in Betracht. Sie riskiert damit laut Ruschel, dass immer mehr qualifizierte Arbeiter das Bundesland oder Deutschland verließen. Einige würden sich bereits nach Dänemark und Holland orientieren.
Foto: Google
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