Sparen für den Winter
22.01.2010 - Da die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Winter bis zu 60 Prozent mehr Einsätzen fahren müssen als in einem durchschnittlichen Januar, rechnet zum Beispiel Pasewalk damit, dass auf die Stadt höhere Kosten zukommen. Bürgermeister Rainer Dambach sagte dem Privatsender ANTENNE MV: «Wir rechnen mit mehr, der Aufwand, den wir dieses Jahr betreiben mussten ist höher, es wird die Stadtwerke betreffen, es wird wahrscheinlich auch die Feuerwehr betreffen, wie hoch der aber genau ist, kann ich zurzeit nicht sagen.» Woher das Geld kommen soll, wissen die Pasewalker noch nicht, denn pauschal war nicht so viel eingeplant worden, da die letzten Winter nicht so hart waren. «Bei anderen Bewirtschaftungen, bei anderen Leistungen, die wir in der Straßenbewirtschaftung in Bauunterhaltung haben, müssen wir schauen, wo wir Geld übrig haben. Notfalls müssen es außerplanmäßige Ausgaben sein, die müssen dann jetzt in dem folgenden Haushalt eingespart werden. Die Kommunen haben ja nicht mehr Geld zur Verfügung, sondern immer weniger und müssen immer höhere Leistungen bringen», so Bürgermeister Dambach.

Stralsund-Sprecher Peter Koslik dagegen glaubt, dass die Hansestadt wohl nicht mehr bezahlen wird. «Bisher ist es so, dass nur kleinste zusätzliche Einsätze sind, zum Beispiel die Anforderung, an einem Haus runterhängende Eiszapfen abzuschlagen, weil die so tief hängen, dass die Gefahr besteht, dass sie auf die Straße fallen oder das geschwächte Tiere von einem zugefrorenen See geholt werden müssen. Also es hält sich in Grenzen, sodass wir keinerlei Mehrkosten haben werden.» Stralsund liege günstig, so Koslik, der Wind pfeife hier nicht so durch, meterhohe Schneewehen seien nicht zu erwarten. Dennoch: «Beim Winterdienst sieht es so aus, dass das eingeplante Geld für dieses Jahr, fast aufgebraucht ist. Jetzt muss geschaut werden, woher wir im Stadthaushalt noch Geld bekommen, um den Winterdienst ordnungsgemäß weiter durchführen zu können. Wie die Wetterpropheten sagen, scheint der Winter noch bis in den März hinein zu gehen.» Nach Angaben des Sprechers werde man in der Stadt in den nächsten Tagen darüber beraten, wo eingespart werden muss, um Winter-Einsätze bis zum Ende bezahlen zu können.



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