So hatten vor allem die Feuerwehren in den Kreisen Bad Doberan, Demmin und Nordvorpommern diesen Januar bislang ordentlich zu tun dank des Tiefs «Daisy». Es gab eine Zugentgleisung bei Miltzow, auf der A20 und dem Rügenzubringer waren Autos eingeschneit, die Freiwillige Feuerwehr Jarmen hatte Dauereinsatz, weil dorthin die betroffenen Auto-Insassen gebracht wurden. Durch die Schneelast und den Sturm waren Bäume eingeknickt. An Spitzentagen mussten die Feuerwehren in Nordvorpommern 40 bis 60 Mal ausrücken. Laut Statistik sind es im Jahresdurchschnitt pro Tag 0,5 Einsätze. Die Wehren im Landkreis Parchim meldeten dagegen einen bislang normal verlaufenden Januar.
Die Feuerwehr rückt auch bei Lawinen-Gefahr auf dem Dach aus. Das ist hier in Mecklenburg-Vorpommern aber seltener der Fall. Wie Landesbrandmeister Heino Kalkschieß ANTENNE MV sagte, sind eher Eiszapfen ein Problem. «Das mit den Eiszapfen ist natürlich immer dann eine Gefahr, wenn ein Eiszapfen so groß wird, dass er abbricht. Ein Eiszapfen entsteht bei undichten Dachrinnen. Dann heißt es für den Hausbesitzer, diese zu lösen, bevor sie sehr groß geworden sind und von allein herunter fallen.» Auf derartige Einsätze sei die Feuerwehr stets vorbereitet, so Kalkschieß. «Es wird nie geschehen, dass die Feuerwehren von Einsätzen überrumpelt werden. Wir lesen den Wetterbericht. Dann machen wir unsere Wintervorbereitungen für unsere Fahrzeuge. Auch wir selbst bereiten uns auf den Winter vor. Ich sage dann immer: Dann liegen auch die langen Unterhosen bereit, wenn es hinaus geht in die Kälte, so dass wir auch da geschützt sind.» In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zurzeit rund 1 000 Berufs- und Freiwillige Feuerwehren.
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