Flächentarifvertrag gilt auch für Nordic-Werftarbeiter
04.12.2009 - Das Tauziehen um die Arbeitsbedingungen der rund 1.000 Nordic-Beschäftigten in Wismar und Warnemünde hat ein Ende. IG Metall und Werfteigner Witali Jussufow haben sich auf einen Kompromiss geeinigt und den neuen Tarifvertrag in Hamburg unterschrieben. Der Flächentarifvertrag gilt auch für die Nordic-Beschäftigten, sagt IG-Metall-Bezirkschefin Jutta Blankau Antenne MV: "Wir haben jetzt wieder die 38-Stunden-Woche. Das Entgeldrahmenabkommen und damit auch die Entgeldtafeln sind Basis für die Beschäftigung der Kolleginnen und Kollegen. Wo wir ein bißchen abgewichen sind, sind bei den Einmalzahlungen, aber die Kolleginnen und Kollegen bekommen in den kommenden drei Jahren aufsteigende Einmalzahlungen - und das ist auch gut."

Witali Jussufow, der die Schiffbaubetriebe im August für gut 40 Millionen Euro gekauft hatte, ist mit dem ausgehandelten Kompromiss zufrieden. "Selbstverständlich wird diese Planungssicherheit uns auch helfen, dass die beiden Werften und insgesamt das Unternehmen Nordic Yards mittelfristig und hoffentlich auch auf Dauer mit einer höheren Wettbewerbsfähigkeit zu rechnen hat - die teilweise auch auf dieser Einigung basieren wird." Nach Angaben von Jussufow ist das Nordic-Management derzeit in intensiven Verhandlungen mit deutschen und russischen Reedern. Konkrete Angaben zu eventuell in Aussicht stehenden Aufträgen machte er in Hamburg aber nicht. Zurzeit stellt Nordic nur noch zwei Fähren für die schwedische Reederei Stena Line und ein Containerschiff für die Rostocker Laeisz-Reederei fertig. Die Tarifkommission der Werften muss dem Ergebnis bis zum 18. Dezember zustimmen. Nordic kündigte an, zum Jahreswechsel in den Arbeitgeberverband Nordmetall einzutreten.



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