Minister unterstützt Rügens Klimaziel
25.11.2009 - Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus möchte Rügen beim Ziel, erster «Null-Emissions-Kreis» des Landes zu werden, unterstützen. Gleichzeitig äußerte der Minister Skepsis auf Nachfrage des Privatsenders ANTENNE MV.

Rügen will mit den Firmen zusammen erreichen, bis 2050 den CO2-Ausstoß gen null zu fahren. Backhaus: «Von Null Emission zu reden ist natürlich ein sehr interessanter Ansatz. Es gibt auch tolle Ansätze auf der Insel Rügen, wenn ich mir den Rügen-Produkte-Verein anschaue. Aber wir geben gerne Hilfestellung mit der Waldaktie zum Beispiel oder auch bei der Frage, Energie autarke Regionen zu unterstützen. Wir haben ja auch Rügen bei dieser Initiative auf Bundesebene unterstützt, was das Energiekonzept anbelangt. Und alles, was dazu führt, die CO2-Emission zu verringern oder gar auf Null zu bringen, verdient meine volle Unterstützung.» Der Minister kritisiert aber die Herangehensweise der Kreisverwaltung. «Wenn die Insel Rügen autark in der Frage der Energieversorgung, der Lebensmittelbereitstellung oder auch der Wasserbereitstellung werden könnte, da hätte ich mir gewünscht, dass es dort vom Landkreis viel stärkere Initiativen hätte geben müssen.»

Das erstes Ziel der Insel ist es, bis 2020 die Emission um bis zu 40 Prozent zu verringern. Dafür wird gerade bei den Firmen geworben. Umweltminister Backhaus ist nicht ganz überzeugt davon, dass bis 2050 im zweiten Schritt die Emission auf null sacken kann. «Ob man das auf der Insel Rügen gewährleisten kann, das muss man sich in Ruhe anschauen. Aber in einer heutigen Zeit, wo es um die Mobilität geht, es geht um die Versorgung der Haushalte und der Hotels mit Strom und Wasser, und es hört auf beim ÖPNV, das ist es ein hehres Ziel. Ich wünsche mir, dass man das erreicht. Aber das wird wohl noch eine ganze Weile dauern», so Backhaus auf ANTENNE MV.



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