FDP zu Wadan-Transfergesellschaft: «Die Ungewissheit wird verlängert»
19.11.2009 - Die Auffanggesellschaft für die ehemaligen Wadan-Werft-Arbeiter in Wismar und Warnemünde wird bis Ende März 2010 verlängert. Dass das Land noch einmal vier Millionen Euro zuschießt, wird von der FDP im Landtag sowohl freudig als auch skeptisch betrachtet. Fraktionschef Michael Roolf sagte dem Privatsender ANTENNE MV: «Für die Beschäftigten der ehemaligen Wadan-Werften ist es mit Sicherheit eine sehr positive Nachricht, gerade vor dem bevorstehenden Weihnachtsfest, dass die Beschäftigungsgesellschaft erstmal ihre Arbeit bis zum 31.03.2010 fortsetzt.» Doch die Landesregierung mache den betroffenen Arbeitern etwas vor und sei nicht ehrlich, so Roolf weiter. «Zuerst hat man das Problem des Schiffbaus ignoriert, dann hat man es bagatellisiert, in dem man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertröstet hat. Heute scheint es so, als wenn man sich mit diesem neuen Zugeständnis einfach Zeit kaufen will und sich vor den Herausforderungen, die in der Branche sind und vor den Herausforderungen, die an den Standorten sind, einfach drückt und keine Antworten darauf hat. Darum verlängert man auch die Ungewissheit, wie es weiter gehen wird an den Standorten.»
Der FDP-Fraktionschef im Landtag in Schwerin richtet auch seinen Appell an den Investor Jussofow aus Russland, der zurzeit keine Zukunft schaffe. «Er arbeitet im Augenblick vorhandene Aufträge ab mit recht günstigen Rahmenbedingungen, in dem er sich zeitweise das nötige Fachpersonal ins Unternehmen holt, aber genauso auch sofort wieder aus dem Unternehmen abgibt. Das ist ein Stück Unterstützung des Unternehmens, was womöglich eines Tages aus Europa doch sehr kritisch betrachtet werden wird.» Michael Roolf meint auch, dass die Transfergesellschaft den Namen nicht verdient. «Es ist uns immer gesagt worden, dass mal 100, mal 200, mal 500 Arbeiter die Arbeit in den Werften wieder aufgenommen haben. Es ist nie klar und deutlich gesagt worden, dass es Zeitarbeit ist, dass es nur für ganz bestimmte Arbeiten gedacht ist und dass diejenigen, die aus der Transfergesellschaft die Arbeit aufgenommen haben, nicht wirklich einen langfristigen oder zumindest einen befristeten Arbeitsvertrag für einen längeren Zeitraum bekommen haben. Sie waren eigentlich typische Leiharbeiter. Das ist nach unserer Auffassung nicht der Anspruch einer Transfergesellschaft», so der FDP-Fraktionschef auf ANTENNE MV.< zurück
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