Mit harten Worten hat Niedersachsens designierter Umweltminister Stefan Birkner auf
den Stopp der geplanten Asbestmülltransporte auf die Ihlenberger Deponie in Nordwestmecklenburg
reagiert. Nach einem Bericht der BILD wirft der FDP-Politiker Mecklenburg-Vorpommern
mangelnde Solidarität vor. Niedersachsen haben auch viele Lasten für andere übernommen.
"Wenn jedes Land hier seine eigene Kirchturmpolitik betreibt, dann wird das ganze System
ad absurdum geführt", zitiert die BILD Birkner. Er halte es für verantwortungslos, dass ein
Ministerpräsident eines Landes die Annahme von Abfällen aus nicht sachlichen Gründen ablehnt.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering und Wirtschaftsminister Harry Glawe
hatten mit Hinweis auf ein Rechtsgutachten erklärt, die Transporte von asbesthaltigem Müll
aus Wunstorf nach MV seien nicht genehmigungsfähig. Die landeseigene Ihlenberger Deponie stehe
nicht für die Aufnahme bereit. Es geht um insgesamt 170.000 Tonnen asbesthaltiger Abfälle.
Sie stammen von einem ehemaligen Betrieb für Asbest-Produkte in Niedersachsen. Der Abfall
liegt dort bereits seit rund 20 Jahren.
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