In Rostock gibt es erstaunlich viele Anzeigen wegen Stalkings. Auf 100.000 Einwohner kamen 2010 knapp 100 Anzeigen. Das ergab eine Umfrage bei den Polizeipräsidien in den 50 größten Städten in Deutschland. Die Liste erschien kürzlich in der Zeitschrift "Men's Health". Nur in Köln und Leverkusen gebe es noch mehr Anzeigen. Am wenigsten Stalking-Klagen wurden in Nürnberg verzeichnet. Stalking kommt am häufigsten dann vor, wenn eine Beziehung in die Brüche gegangen ist. Wenn der Ex-Partner doch wieder versucht Kontakt aufzunehmen, fühlen sich viele belästigt und erstatten Anzeige. Vor allem verlassene Männer werden häufig angezeigt, die eine Enttäuschung nur schwer verkraften und wieder die Nähe suchen. Allerdings werden 40% der Verfahren wieder eingestellt, weil keine lebenseinschränken Umstände vorlägen, sondern es sich nur um 'unangenehme Situationen' handelt.
Menschen, die sich durch Stalker (stalking engl. für "nachstellen") belästigt fühlen können sich neben der Polizei auch an diese Hilfsstellen wenden.
Stalking-Hilfsstellen in MV:
Rostock - Intervetionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking, Heiligenhof 3. Tel.: 0381/458 29 38
Rostock - Frauen helfen Frauen, Ernst-Haeckel-Straße 1. Tel.: 0381/440 30 77
Rostock - Opferhilfe MV, Schröderstraße 22. Tel.: 0381/490 74 60
Schwerin - Weißer Ring, Wismarsche Straße 136. Tel.: 0385/500 76 61
Schwerin - Evangelische Jugend Schwerin, Wismarsche Straße 148. Tel.: 0385/550 75 00
Waren - "Klara" Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt, Lange Straße 35. Tel.: 03991/16 51 11
Neubrandenburg - Opferhilfe Neubrandenburg, Tilly-Schanzen-Straße 15. Tel.: 0395/351 12 18
> Stalking-Broschüre
< zurück
> Zweites Todesopfer nach Hausexplosion von Boek
> Rostock will Straße nach NSU-Opfer benennen
