Der Zoll hat bei einer Routinekontrolle einen hochexplosiven Fund gemacht. In einem Kleintransporter entdeckten die Beamten fast eine Tonne nicht zugelassener Feuerwerkskörper. Drei Polen wurden festgenommen.
Der Transporter sollte an der Abfahrt Penkun routinemäßig kontrolliert werden. Zunächst machte der Fahrer auch Anstalten, anzuhalten. Dann gab er plötzlich Gas und versuchte, Richtung Berlin zu entkommen, berichtet Zollamtssprecher Detlef Kähler. An der Abfahrt Schmölln sei es schließlich gelungen, den Transporter zu stoppen. In dem Wagen fanden sich 987 Kilogramm Feuerwerkskörper, alle ohne das vorgeschriebene Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialprüfung, verpackt in rund 40 Kartons.
Die Einfuhr solcher illegaler Feuerwerkskörper ist in Deutschland verboten. Zudem gelten für den Transport sogar bei Zoll und Polizei harte Vorschriften. "Maximal dürfen 40 Kilo transportiert werden, und das auch nur in speziellen Stahlboxen", erklärt Detlef Kähler vom Stralsunder Zoll. "Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn der Wagen in einen Unfall verwickelt worden wäre".
Neben dem Feuerwerk entdeckten die Beamten in dem Transporter eine größere Menge Bargeld und Schlagringe bzw. verbotene Waffen. Was die drei Männer im Alter von 20 bis 22 Jahren mit ihrer explosiven Ladung vorhatten, ist noch offen. Die drei Männer haben bei den Befragungen geschwiegen. Die Ermittlungen werden in Berlin-Brandenburg geführt.
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