Am Kap Arkona auf Rügen haben THW und Feuerwehr wieder sämtliches Gerät die gut 200 Stufen am Steilufer runter bis zum Strand getragen. Über den Jahreswechsel war die Suche nach dem letzte Woche verschütteten zehnjährigen Mädchens wegen des hohen Wasserstandes eingestellt worden. Jetzt ist der Wasserstand zurückgegangen. Und wichtiger noch: Die Hunde haben an einer Stelle angeschlagen. Das war das wichtigste Signal heute für die Einsatzkräfte. Es gibt eine Spur, hier könnte das Kind liegen.
"Wir haben keine zeitlichen Druck mehr", sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb ANTENNE MV am Kap Arkona, "wir reden alle nur noch vom Bergen. Aber es muss sicher sein für die Einsatzkräfte, das ist die Voraussetzung". Wie lange der aktuelle Sucheinsatz dauert, ist nicht abzusehen. Die Arbeit bleibt kräftezehrend. "Es sind riesige Kreideschlamm-Massen. Sobald der Bagger da reingreift, läuft das Loch, das da gebuddelt wird, wieder zu", erklärt Daniel Hartlieb. Bisher sind die Männer alle fünf Stunden abgelöst worden. Auch ein Seelsorger ist inzwischen vor Ort, Andreas Schorlemmer will für die da sein, die Hilfe brauchen nach dem Einsatz. Wie er seine Arbeit dort versteht, das hören Sie morgen in den Nachrichten auf ANTENNE MV.
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