Die Landesregierung hat jetzt ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, ob die geplanten Transporte von Asbestmüll aus Niedersachsen in der vorgesehenen Art und Weise zulässig sind. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe heute erklärte, werden die Ergebnisse Mitte Januar vorliegen. Es geht vor allem um die Frage, ob es reicht, die Ladung auf Kippern mit Folien und Schaum abzudecken. Man werde keine Transporte zulassen, die eine Gefährdung der Bevölkerung zur Folge hätten, so Wirtschaftsminister Glawe.
Vor allem der BUND und die Grünen hatten in den letzten Tagen immer wieder auf ältere Entscheidungen und das in ihren Augen fehlerhafte Gutachten des Tüv hingewiesen. So seien die Bedingungen für Messungen nicht korrekt gewesen, unter anderem wegen einer zu hohen Luftfeuchtigkeit bei der Probennahme.
Asbestfasern gelten als krebserregend. Befürchtet wird, dass diese Fasern beim Abkippen, bei Leerfahrten oder auch bei Unfällen in die Umgebung gelangen könnten. In Niedersachsen liegen rund 170.000 Tonnen Asbestabfälle auf dem Gelände einer ehemaligen Firma für Asbestprodukte. Der größte Teil davon soll auf der Ihlenberger Deponie in Nordwestmecklenburg entsorgt werden.
< zurück
> Aus für Asbesttransporte
> Kritik an Asbesttransport-Absage
> Asbest-Gutachten veröffentlicht
> Asbesttransporte vorerst gestoppt
> Astbesttransporte starten Montag
