Eine seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen geglaubte Abschrift eines Luther-Briefes aus dem Jahr 1545 ist im Stralsunder Stadtarchiv wiederentdeckt worden. Dieses Dokument, das von Martin Luther sowie den Reformatoren Johannes Bugenhagen und Philipp Melanchthon unterzeichnet wurde, habe einen großen wissenschaftlichen und historischen Wert, sagte die Leiterin des Stralsunder Stadtarchivs, Regina Nehmzow, am Donnerstag. «Der Fund ist eine Sensation.» Das Schriftstück vom 2. Juli 1545 dokumentiere die Positionen der Reformatoren zu den Ereignissen im damaligen pommerschen Stolp. Es gilt als einzige handschriftliche Quelle, des im gleichen Jahr verfassten Briefes. Das Stadtarchiv stieß im Zuge von Recherchen der Melanchthon-Forschungsstelle der Akademie der Wissenschaften in Heidelberg auf das Dokument.
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