Über 200 Waffen und verbotene oder gefährliche Gegenstände hat die Polizei bei einer Großrazzia gegen Mitglieder der Bandidos in der Region Neubrandenburg sichergestellt. Darunter sind Schreckschusswaffen, Äxte, Totschläger, Schwerter, unzählige Messer, Schlagringe und -stöcke, aber auch Reizgas oder Sandhandschuhe sowie diverse selbstgebaute Schlagwaffen aus Holz und Metall.
LKA-Chef Ingolf Mager sagte im Gespräch mit ANTENNE MV, Hintergrund dieses Einsatzes sei die sogegannten Gefahrenabwehr gewesen. Es habe Hinweise gegeben auf diverse Waffen und eine von den Bandidos ausgehende Gefährdung. Es gebe aber kein konkretes Ermittlungsverfahren, das Anlass für den Einsatz von rund 600 Beamten der Landes- und Bundespolizei sowie Spezialkräften aus anderen Bundesländern war.
Insgesamt wurden 81 Objekte durchsucht, in 44 davon sei man fündig geworden. Unter den beschlagnahmten Dingen finden sich auch Äxte, wie sie zum Holzhacken in vielen Haushalten zu finden sind. Dennoch sei es ein Unterschied, ob man so eine Axt im Schuppen beim Werkzeug hat oder in einer speziellen Halterung neben der Tür, erläuterte LKA-Sprecherin Syrke Kern.
Ob mit den sichergestellten Waffen auch Straftaten verübt wurden, werde noch geprüft, sagte Mager. Denkbar seien Straftaten im Rotlichtbereich, räuberische Erpressung oder Bedrohung. Dennoch müsse man erst die Ergebnisse der genaueren Untersuchung abwarten. Ermittelt werde aber bereits in einigen Fällen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie gegen das Betäubungsmittelgesetz.
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