Das Schweriner Gesundheitsamt warnt vor einer Rattenplage in der Landeshauptstadt. Derzeit würden mehr Ratten als sonst im Stadtgebiet gesichtet, sogar am Tage, berichtete die Abteilungsleiterin und Hygieneärztin Gerit Hübner. Sie vermutete, dass die Allesfresser ein reichliches Nahrungsangebot finden. Daher müsse das Entenfüttern an den Gewässern in der Innenstadt unbedingt unterbleiben. «Wenn Ratten sich durch ein umfangreiches Angebot an Speisen wohlfühlen, werden sie durch rasante Vermehrung schnell zur Plage.» Die Tragzeit einer Hausratte betrage nur etwa drei Wochen und die fünf bis acht Jungen eines Wurfs seien bei optimalen Bedingungen schon nach drei Monaten wieder geschlechtsreif.
Im Kampf gegen die Nagetiere sollten auch keine Speisereste in die Toilette und damit in die Kanalisation entsorgt werden. Lebensmittelreste gehörten nicht auf den Komposthaufen. Gelbe Säcke sollten erst am Tage der Abholung vor die Tür gelegt werden.
Die Ratten sind Hübner zufolge vor allem an den Ufern des Burgsees gegenüber des Schlosses beobachtet worden. Auch seien sie in Keller einer Wohnsiedlung eingedrungen. Nach der Schädlingsbekämpfungsverordnung des Landes sind die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Grundstücken, Gebäuden, Wohn- und Gewerberäumen verpflichtet, Gesundheitsschädlinge zu bekämpfen. Sie müssen dazu Fachfirmen beauftragen und dürfen nicht selbst tätig werden. Für die öffentlichen Plätze, Parks und Uferbegrenzungen ist die Stadtverwaltung verantwortlich.
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