Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die Ausbildungsbedinungen im Hotel- und Gaststättengewerbe. Dem neuen Ausbildungsreport des DGB zufolge sind im Schnitt über alle Branchen zwei Drittel aller Lehrlinge mit ihrer Ausbildung zufrieden. In Hotels und Gaststätten würden dagegen fast die Hälfte der Ausbildungsverträge vorzeitig beendet. Gründe seien lange Arbeitszeiten, Überstunden ohne Ausgleich und schlechte Bezahlung.
Jugendliche in der Hotellerie und Gastronomie würden oft mehr als fünf Tage pro Woche arbeiten, 60 Prozent würden regelmäßig Überstunden machen, jeder Dritte ohne Ausgleich. Fast alle Azubis verdienten weniger als 500 Euro pro Monat und hätten weniger als 25 Tage Urlaub im Jahr.
Von einem hausgemachten Fachkräftemangel spricht DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter. Viele Betriebe würden sich einer Tarifbindung entziehen. Jugendliche sollten deshalb bei der Wahl ihres Ausbildungsbetriebes wählerisch sein und nach Arbeitsbedinungen und auch Übernahmechancen fragen.
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