In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Arbeitslosen im Oktober auf 94 100 gesunken und liegt derzeit bei 11 Prozent. Das sei der niedrigste Stand in einem Oktober seit der Wende, sagte der Chef der Arbeitsagentur Nord, Jürgen Goecke. Im Vergleich zum Oktober 2010 waren landesweit 1300 Menschen weniger auf Jobsuche. Gegenüber dem Vormonat September ging die Arbeitslosenzahl um 600 zurück.
Mit der Arbeitslosenquote von 11 Prozent liegt Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich der Bundesländer vor Bremen und Berlin auf dem drittletzten Platz. Bundesweit waren in diesem Oktober 2 737 000 Menschen ohne Beschäftigung, die Arbeitslosenquote erreichte 6,5 Prozent.
Der Beschäftigungszuwachs fällt im Nordosten allerdings deutlich verhaltener aus als in anderen Bundesländern. Wie aus den Daten der Bundesarbeitsagentur hervorgeht, wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse um 5100 auf 532 100 Stellen. Mit einem Prozent lag das Plus im Nordosten unter dem Bundesdurchschnitt von 2,4 Prozent. In Schleswig-Holstein wurden im August 2,2 Prozent, in Brandenburg 1,6 Prozent mehr Stellen verzeichnet als ein Jahr zuvor. Am deutlichsten war der Zuwachs in Bayern mit 3 Prozent.
Neben der anhaltend guten Konjunktur trägt laut Goecke weiterhin das Ausscheiden älterer Arbeitnehmer aus dem Berufsleben zur Entlastung des Arbeitsmarktes bei. Für junge Leute werde es leichter, im Land einen Job zu finden. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre sank gegenüber Oktober 2010 um 9 Prozent. Für ältere Arbeitslose sei der Neueinstieg aber weiter schwierig. Goecke verwies zudem auf die Folgen der Kürzungen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik: «Im Vergleich zum Oktober 2010 nehmen aktuell 10 900 Menschen weniger Arbeitsgelegenheiten oder Qualifizierungsangebote wahr.»
Die höchste Arbeitslosenquote der Kreise hat die Mecklenburgische Seenplatte mit 12,5, die niedrigste Ludwigslust-Parchim mit 8,3 Prozent.
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