Im Prozess um einen tödlichen Angriff mit einem Sägemesser hat die Verteidigung Freispruch für den Hauptangeklagten gefordert. Es habe nicht wirklich geklärt werden können, was in der Tatnacht geschah. Laut Anklage hatte der 22-jährige im Streit einen 41-jährigen mit einem Messer tödlich am Hals verletzt. Die Rostocker Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft und anschließende Sicherungsverwahrung.
Im September letzten Jahres sollen der 22-jährige und ein 25-jähriger Bekannter ihr späteres Opfer an einer Tankstelle getroffen haben. In der Wohnung des 41-jährigen habe man gemeinsam getrunken. Es sei zum Streit gekommen, in dessen Verlauf der Hauptangeklagte dem 41-jährigen mit einem Sägemesser die Kehle durchgeschnitten habe. Der 25-jährige habe das Opfer dabei festgehalten - so die Anklage.
In einem Schlusswort vor dem Rostocker Landgericht beschuldigte der 22-jährige den Mitangeklagten, die Tat begangen zu haben. Er entschuldigte sich bei der Familie des Opfers, dass er die tödliche Attacke nicht habe verhindern können.
Für den 25-jährigen plädierte die Verteidigung auf fünf Jahre Haft wegen Totschlags durch Unterlassen in einem minderschweren Fall. Die Staatsanwaltschaft fordert dagegen lebenslange Haft.
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