Begonnen hatte der Prozess eigentlich mit dem Vorwurf des versuchten Mordes an einem Polizisten. Verurteilt wurde der 30-jährige Beschuldigte aus Polen heute vom Stralsunder Landgericht wegen Unfallflucht - zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung.
Der Pole war mit einem gestohlenen Auto über die A 20 gejagt. Dann soll er mit Tempo 180 auf einen Polizei-Motorradfahrer aufgefahren und geflüchtet sein. Der Beamte hatte damals Riesen-Glück: Er konnte die Maschine halten, einen Sturz verhindern und unverletzt auf dem Seitenstreifen anhalten.
Das Gericht konnte keine Tötungsabsicht feststellen. Es habe keine wilde Verfolgungsjagd gegeben. Auch die Staatsanwaltschaft hatte den Vorwurf des versuchten Mordes vorher schon zurückgezogen. Nach fünf Monaten U-Haft konnte der 30-jährige heute nach Polen zurückkehren. Allerdings ermittelt noch die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg gegen den Mann - wegen Hehlerei. In dem gestohlenen Auto waren damal unter anderem 80 Paar fabrikneu Damenschuhe sowie Baumaschinen gefunden worden.
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