Mecklenburg-Vorpommern verliert im Zuge der Bundeswehrreform mehr als 3000 Dienstposten, behält aber weiterhin eine hohe Militärdichte. Wie das Verteidigungsministerium bekannt gab, wird es neben den Standortschließungen in Trollenhagen, Rechlin (Mecklenburgische Seenplatte) und Lübtheen (Kreis Ludwigslust/Parchim) weitere drastische Stellenstreichungen in der Marineschule Parow sowie in Neubrandenburg geben. An beiden Standorten sollen jeweils etwa 600 Dienstposten wegfallen.
Eine deutliche Aufwertung erfährt hingegen Rostock mit der Ansiedlung des Marinekommandos. Damit wird von der Hansestadt aus künftig die Deutsche Marine geführt. In dem Kommando werden neben dem Marineamt, das bereits in Rostock arbeitet, der Führungsstab Marine, der in der Bonner Hardthöhe beheimatet ist, und das Flottenkommando aus Glücksburg (Schleswig-Holstein) aufgehen. Damit wird auch der Marine-Inspekteur in der Hansestadt arbeiten. Seit April 2010 ist Vizeadmiral Axel Schimpf Chef der deutschen Seestreitkräfte.
Mit den geplanten Änderungen käme Mecklenburg-Vorpommern verhältnismäßig glimpflich davon. Mit künftig 6,4 Dienstposten je 1000 Einwohner hätte unser Land dann die bundesweit höchste Militärdichte. Bislang sind es 8,6, womit das Land Platz zwei hinter Schleswig-Holstein einnimmt, das deutlich mehr Stellen abbauen muss. Im Bundesdurchschnitt sind es derzeit 3,4 Dienstposten je 1000 Einwohner. An den 23 Standorten im Nordosten sind bislang 11 500 Soldaten stationiert und 2700 Zivilpersonen beschäftigt.
Im Zuge der Bundeswehrreform werden 31 der bundesweit knapp 400 Standorte geschlossen. 90 weitere sollen drastisch verkleinert werden. Diese Entscheidungen gab Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin bekannt.
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